#10 Die Urwunde des Nicht-Gesehen-Werdens
Shownotes
Kennst du das Gefühl, übersehen zu werden? Der eine wird gefeiert. Die andere wird eingeladen. Und du fragst dich: Warum nicht ich?
In der neuen Folge von „Jesus, der liebevolle Therapeut“ geht es um die Urwunde des Übersehen-Werdens – um subjektive Benachteiligung, Vergleich und den Schmerz, nicht gesehen zu werden. Die Geschichte von Kain und Abel aus Genesis zeigt eindrücklich, welche Dynamik entsteht, wenn Verletzung nicht heilen darf – und welche Konsequenzen daraus wachsen können. Eine ehrliche, tiefgehende Folge über innere Wunden, Neid, Anerkennung – und einen heilsamen Umgang damit.
Jetzt anhören und deiner eigenen Urwunde auf die Spur kommen. Was müsste in deinem Leben geschehen, damit endlich jemand sagt: Ich sehe dich?
In diesen acht Folgen widmen wir uns den menschlichen „Urwunden“, wie sie auch in der Bibel beschrieben werden.
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00:00:03: Herzlich willkommen bei der zweiten Folge in der zweiten Staffel von Jesus, der liebevolle Therapeut.
00:00:09: Mit Andi Weiß
00:00:10: und Stefan Schwaben wieder!
00:00:11: Schön dass wir auf dieser Reise sind zu diesen
00:00:15: Urwunden
00:00:15: des Menschen.
00:00:17: Letzte Woche haben wir das Paradies verlassen müssen sozusagen.
00:00:20: Bei Adam und Eva haben wir angefangen ganz am Anfang.
00:00:23: deswegen hast du es auch genannt die Urwunde.
00:00:26: Die Urwünde der Scham.
00:00:28: Wir sind also raus aus dem Paradies Und sind jetzt weitergegangen, auch biblisch chronologisch?
00:00:35: Jetzt bei Kein und Abel.
00:00:37: Ich finde das ganz spannend weil dass die beiden Protokonisten wir ja mir war es sehr wichtig so zu zeigen Bibel ist pure Entwicklungspsychologie.
00:00:46: Das sind Menschen, die mit dem Leben, sich mit den Fragen des Lebens und und und klar kommen müssen.
00:00:52: Und deshalb liebe ich das weil wir merken auch dass es ein paar tausend Jahre alte Geschichten, die uns erzählt werden.
00:00:58: aber das findet heute statt.
00:00:59: Weil's ganz tief in uns drin verankert ist.
00:01:02: Und gerade bei diesem Gang finde ichs ganz ganz spannend zu sagen was steckt denn über Generationen hinweg in Menschen darin?
00:01:10: Wenn wir die Ur-Uhrwunde eigentlich der Beschämung nehmen... der letzten Folge schon gesagt, ich würde Sie gerne die Ur-Uhrwunde nehmen.
00:01:17: Ich glaube das ist das Grundelement.
00:01:19: Ich erlebe es immer wieder wenn eine Entschämung, wenn etwas sein darf und in einem Beratungskontext stattfindet dann kann ein Mensch ins Gestalten kommen.
00:01:28: Dann darf man ehrlich auf den Schmerz schauen, dann darf man ehrlich auf Schuld schauen, aber genauso wertend und ehrlich auf was gelingen des Schauen.
00:01:38: Das nenne ich gern die Ururwunde weil das ist so der Urschlüssel an etwas dran zu kommen.
00:01:44: Wenn wir jetzt mal schauen, Adam und Eve die Geschichte, die uns da erzielt wird.
00:01:48: Da ist eine Beschälmung da!
00:01:50: Ich habe es beim letzten Mal gesagt, Luther übersetzt so zärtlich.
00:01:54: Denn sie erkannten, dass die nackt waren, ja?
00:01:56: So dieses... ich erkenne mich, das ich nicht genüge und ich schäme mich dafür, dass mir Leben nicht geding.
00:02:03: Und unter dieser Beschähmung gehts weiter.
00:02:06: in der Bibel lesen wir auch, also du wirst unter der Hitze, der Sonne dein Brot erwerben und dann musst ein Harknacker unter den kalten Winter.
00:02:17: Und da wird dir beschrieben wie anstrengend leben ist und das gehört zum Leben dazu.
00:02:28: Und das finde ich ganz was Wichtiges in der Entschämung, dass mir Leid begegnet!
00:02:32: Dass mir Schuld begegnete.
00:02:34: also sprich, dass sich schuldig wird, dass andere Menschen an mir schuldigt werden, dass ich sterben muss... Das ist nicht des Ergebnisses meines Unversagens Wenn es Missstand ist als Mensch so, sondern das menschliches Tagesgeschäft.
00:02:48: Und allein das entschämt schon mal.
00:02:51: Also das gehört zum Leben dazu, dass Wiedrigkeiten ... Da hat sich jetzt nicht irgendjemand hingesetzt und gesagt dem weiß oder den Schwabenmeter, dem schicke ich ein schlimmes Leid?
00:03:04: Wir können so viel gestalten, wenn wir das nicht als Strafe annehmen sondern als Aufgabe.
00:03:10: Als Aufgabe kann ich nur etwas annehmen, wenn ich nicht unmittelbar eine Strafesee oder ein Ergebnis, eine Misetat.
00:03:18: in der Bibel finden wir Geschichten, indem Jesus ganz besonders diesen Die Theologen, das den Tunergehens zusammen an ganz therapeutisch auflöst.
00:03:27: Also spricht da tut jemand etwas und was er tut führt dazu, dass es jetzt eine negative Konsequenz gibt.
00:03:33: Weil die Heilung des Blindgeborenen ... Da kommen im Punkt, dass die Leute fragen, die Jünger fragen, das verstehen wir nicht.
00:03:39: Wenn ja schon blind auf die Welt gekommen ist, wer hat denn dann was falsch gemacht?
00:03:43: Er wahrscheinlich nicht, waren's dann die Eltern?
00:03:45: oder erzähl mal so... Ganz spannend!
00:03:47: Wie Jesus sagt ne ne ne, da gehts hier nicht um Schuld Sondern heute werdet ihr was Großartiges, die Werke Gottes erleben.
00:03:54: Also wir haben ja immer so ein Schuldbezug.
00:03:56: Achso Leitschuld und Tod kommt dann haben wir gelingt uns Leben nicht.
00:04:00: Wir
00:04:00: wollen ja auch immer wissen woher kommt etwas?
00:04:04: Das verstehen das ist ja
00:04:08: auch urmenschlich.
00:04:09: Jetzt haben wir die Beschämmung in dieser Beschämung verlassen.
00:04:12: Adam und Eva das Paradies müssen aus dem Paradies raus.
00:04:15: es sind nicht mehr die schönen friedvollen Urzustände.
00:04:19: Es beginnt hier echtes Leben.
00:04:21: So schaut echt das Leben aus und jetzt sehen wir wie der Mensch, der in dieses Leben reinkommt ein ganz tiefes Bedürfnis mitbringt weil der Schmerz ja groß ist in dieser Beschähmung.
00:04:33: Der mensch liest daraus ich darf nicht sein Wie dann der wünscht?
00:04:38: In dieser
00:04:38: welt
00:04:40: Weil ich kann es nicht Ich höre nicht dazu Ich darf's nicht sein.
00:04:44: diese entfremdung merkt man ja auch bis heute Wie der Mensch agiert auch auf dieser Welt, dass er entfremdet ist von der Schöpfung.
00:04:54: Ja und auch von den Momenten der Ebenbildlichkeit.
00:04:59: Also wenn ich ein Ebenbild bin dann bin Wider nicht nutzlos, da bin ich ja nicht einfach nur... Jemand hat neulich gesagt, es war interessant.
00:05:07: Aber ich war jetzt seit über zwanzig Jahren Musik, aber kam Tontechniker und dann haben wir einen Soundcheck gemacht.
00:05:13: Dann sagt er den genauen Soundcheck können wir erst machen wenn das Füllfleisch da ist.
00:05:19: Ich hab noch nie ... Das ist ein sehr wertschätzender Begriff.
00:05:22: Also wir sind für Gott kein Füll-Fleisch in dieser Welt.
00:05:27: Sondern dass wir sind ein Ebenbild!
00:05:29: Eine Würde haben wir da.
00:05:32: Da sind wir gerufen.
00:05:33: Naja, Psalm-Hundundunddreißig noch bevor ich auf die Welt komme hast du dir gedacht wie wunderbar du mich bereichst?
00:05:38: Wir sind kein Füllfleisch.
00:05:40: aber es fühlt sich manchmal so an Ja Ich bin ja nichts wert.
00:05:43: Ich bin nicht von Bedeutung.
00:05:45: Ich Bin ja beschämt.
00:05:46: Ich habe ihr nix verloren.
00:05:47: Ich hab hier nix zu sagen.
00:05:49: und gleichzeitig glaube ich ist neben dieser urwunderte Beschähmung Aber der moment da dass wir glaube ich doch Die tiefe Sehnsucht auf der einen Seite uns tragen irgendwas beweisen zu können, dass wir doch eine Daseinsberechtigung
00:06:02: haben.
00:06:03: Und gleichzeitig ist glaube ich auch so ein paradiesischer Funke in uns drin das wir sagen aber wir sind doch wehr und ich glaube in jedem Menschen schlummert dieser funke der eben Bildlichkeit dass er sagt doch doch in mir steckt was Ein Schöpfungswunder.
00:06:22: Mir steckt das Wissen, dass ich eigentlich wunderbar gemacht bin und dann kommt aber Leben, Geschichte, Geröll über mich drüber.
00:06:31: Und dann wird dieser Gedanke immer größer.
00:06:33: Ich habe nichts zu geben, ich bin es nicht wert!
00:06:35: Mich sieht man ja nicht, mich nimmt man nicht ernst.
00:06:38: Ich hab keine
00:06:38: Bedeutung.".
00:06:39: Und das ist ja die nächste Urwunde, die du da beschrieben hast.
00:06:43: In Jesus der Liebe volle Therapeut in den Urwunden nämlich Nummer zwei so nenne ich es einfach mal Ich bin egal Die urwunde des Übersehenwerdens.
00:06:52: wir sind bei Kein und Abel erster Mose vier eins bis acht.
00:06:56: Da könnte das nachlesen.
00:06:59: und jetzt wird spannend.
00:07:02: wenn nicht von Bedeutung Bin Was macht denn das mit mir?
00:07:06: Dann will ich dann will ich allen beweisen.
00:07:09: Ich habe viele Menschen in Beratungsgesprächen, die sich so bemühen um ihre Bedeutung wieder zu beweisen und die so enttäuscht sind wenn die Rechnungen nicht aufgeht.
00:07:22: Weil es so eine schmerzhafte Erfahrung ist.
00:07:26: ich liebe den Gedanken im aronitischen Segen wenn wir hören der Herr lässt sein Angesicht leuchten über dir.
00:07:33: das ist ja der Moment.
00:07:35: Manchmal war es ja so, wenn der Stammesvater gesehen hat.
00:07:40: Es gab kein Ultraschaltung und gar nichts, man wusste nicht wird das Junge oder Mädchen?
00:07:44: Dann waren manchmal damals die Enttäuschung groß, wenn sie ein Mädchen war wie furchtbar.
00:07:48: Und manchmal hieß auch dass das Todesurteil des Babys war, wenn es kein Junge war muss man sich mal vorstellen nur aufgrund seines Geschlechts aussortiert zu werden.
00:07:58: So.
00:07:59: Jetzt ist der Moment, wenn das Gesicht des Stammensvaters geleuchtet hat dann war das die Aussage du sollst leben.
00:08:06: Also sieht man mal, was dieser Segen in diese Urwunde kommt bedeutet eigentlich ja?
00:08:12: Deswegen die Bibel ist ein Entwicklungspsychologisches Feuerwerk war das ist Bindungstheorie.
00:08:17: also du bist willkommen in dieser Welt.
00:08:19: so da sieht man ja der kriege Gänsehaut.
00:08:22: wenn es ich habe mit dem E-Mail War er ganz klein.
00:08:27: Da hatte ich immer einen Ritual, da war er zwei, drei, vier Jahre alt so.
00:08:33: Ich habe gesagt, E-Mail, ich lieb dich so!
00:08:36: Das ist Wahnsinn!
00:08:38: Und dann hat er gesagt, oh wie schön.
00:08:39: und dann hab ich gesagt weißt du auch warum das so ist?
00:08:42: Dann hat er die Arme in den Luft geworfen und gesagt einfach weil es mich gibt.
00:08:47: Aber das ist so schön.
00:08:49: Der Bruch der da ist wenn das nicht da ist... Wenn ein Mensch sich nicht willkommen fühlt, wenn er sagt ich habe hier nix verloren.
00:08:56: Ich bin doch draußen alle anderen sind willkommen?
00:09:00: Ich bin nicht gesehen!
00:09:00: Ich hab ja keinen Platz, ich habe kein Ort.
00:09:02: So und jetzt kommen wir zu dieser Urwunde.
00:09:04: Kommen von der urwundete Beschälmung.
00:09:06: Wenn man so lesen die Bibel erzählt uns das als eine Generationengeschichte.
00:09:12: Die Generation der Beschälming wird transgenerativ weitergegeben Und in den Menschen wächst der Wunsch, dieses Wissen in sich drin.
00:09:24: Aber ich bin doch wer?
00:09:24: Ich bin doch ein Ebenbild!
00:09:26: Ich habe
00:09:26: doch was zu geben und das muss ich doch jetzt irgendwie zeigen können.
00:09:30: So... Jetzt kommen wir zu keinem Abel.
00:09:33: Beides fleißige Leute.
00:09:35: Die Bibel sagt der eine Ackerbau, der an der Viehzucht, die sind beide fleißig, die machen jetzt bringen die ihr Opfer.
00:09:41: da kann man sich vielleicht vergleichen.
00:09:44: bei damals war's ein Opfer.
00:09:45: heutzutage ist es vielleicht so.
00:09:46: das das Vorspielen in der Musikschule dieses.
00:09:51: jetzt wird mal Bilanz gezogen.
00:09:52: jetzt bringt das was ja und das eine Opfer wird gesehen das andere wird opfer wird nicht gesehen.
00:09:59: wie so zeugnis tag Du bist gut, du hast es geschafft.
00:10:05: Deine Leistung ist ganz komisch was da passiert.
00:10:09: und jetzt spürt man mal was da für eine Wut aufkommt.
00:10:13: Was muss denn dafür sein dass ja auch ne Geschwisterivalität die der Stadt findet hätte eine darf sein der andere darf nicht sein.
00:10:19: Und der Schmerz bei einem Keinen Der so nachvollziehbar ist ich war doch auch fleißig Ich bin noch auch wehr habe doch auch etwas geschafft.
00:10:31: Und diese Wut, die aufkommt.
00:10:32: Wut ist immer das Ergebnis unerfüllter Bedürfnisse also des bedürfnis der kein auch hat zu hören hey kein schön dass du da bist hey kein toll was du gemacht hast hey kein du warst fleißig.
00:10:42: ich sehe dass du auch geschwitzt hast ich sehe das so auch die händeschmutzig gemacht hast.
00:10:47: und ja und auch du kriegst deinen erfolgsmoment sein zu dürfen.
00:10:52: und es eine Opfer wird gesehen oder andere Opfer werden nicht gesehen.
00:10:55: und dieser schmerz der so groß ist Dass er so wütend wird, dass er sein Bruder erschlägt.
00:11:03: Ist ja schon eine harte Geschichte insgesamt.
00:11:06: Aber in der Psychodynamik eigentlich Alltagsmomente.
00:11:10: Wir erschlagen Gott sei Dank vielleicht uns nicht gegenseitig aber wenn wir nur gucken was im Moment auf Social Media abgeht wie oft passiert ein Brudermord online?
00:11:22: Jede Sekunde tausende Mal
00:11:26: Und das sagt er sogar Jesus und da kommen wir jetzt auch natürlich dazu, welches Pondoy es gibt.
00:11:30: Aber Jesus sagt ja wenn ihr im Gedanken schon euren Bruder hast, dann habt ihr ihn getötet.
00:11:36: Also er ist ja auch Knaller.
00:11:37: Ja also von dem gab es noch keine Social Media damals?
00:11:41: Aber der verbale Mord ist glaube ich da natürlich.
00:11:46: Unterschied auch in der Art und Weise das wird auch nicht sanktioniert so.
00:11:49: Ich habe vor ein paar Wochen in der JVA einen Straubing gespielt.
00:11:52: Dann sitze ich gegenüber und teilweise kriegst du mit aus welchem Block kommen die.
00:11:57: Das sind sehr oft Langzeit, also Und dann kommt der Block und die sind so lange.
00:12:06: Dann kannst du ungefähr sagen, okay was muss ungefähr die Tat gewesen sein?
00:12:09: Dass das Strafmaß so hoch ist.
00:12:12: Also der Moment zu überlegen ... Der verbale Mord wird gar nicht so geahndet.
00:12:19: Der echte Mord natürlich ganz anders.
00:12:22: aber ich denke mir manchmal wenn ich Menschen im Gespräch hab, die mir erzählen und das höre ich nicht selten... Du warst nur ein Unfall!
00:12:33: Du warst gar nicht erwünscht.
00:12:36: oder noch schlimmer, wärst du nur nicht auf die Welt.
00:12:38: Hätte ich dich nur abgetrieben?
00:12:41: Und das sind keine Sätze, die ich gerade so einmal gehört habe und so.
00:12:44: Das ist so oft erzählen mir Menschen dass das als Überschrift über ihrem Leben steht.
00:12:49: Wie furchtbar!
00:12:51: Und jetzt geht ein Mensch und da ist dieser ebenbildliche paradiesische Funken in einem drin und sagt aber Ich bin doch auch wer Ich darf doch auch sein, ich hab' doch nicht da sein.
00:13:01: Ich weiß doch doch so.
00:13:02: und gleichzeitig aber dieses traurige Wissen in dem Tragen... ...ich bin hier nicht gewünscht!
00:13:08: Man mag mich ja nicht!
00:13:11: Jetzt will ich alles dran setzen und das kennen wir alle aus unseren Dynamiken unseres Lebens, dass wir sagen soll jetzt zeig ich's allen Jetzt zeige ich es an, dass ich auch wer bin.
00:13:21: Und jetzt bemühe ich mich, strenge ich mich an und dann zahlen wir auf dem Konto ein.
00:13:25: und die Enttäuschung ist doppelt so groß wenn wir nicht das zurückbekommen was wir uns eigentlich ersehen.
00:13:31: Was wir meinen,
00:13:32: was wir kriegen sollten.
00:13:34: Und wenn wir jetzt zum Beispiel mal anschauen das Pendant wie Jesus therapeutisch arbeitet dann landen wir natürlich bei allen meiner Lieblingsmenschen in der Welt.
00:13:44: Es ist die Zareus Geschichte.
00:13:48: Was hat der Zareous auch als kleiner Mann erleben müssen?
00:13:53: Vielleicht erzählen wir kurz.
00:13:55: Die Bibel erzählt uns, es war ein kleiner Mensch, Jesus kommt da und weil er ein kleiner Menschen ist, sieht er nicht so viel, der krachselt auf dem Baum hoch... Und der Zacheus, das ist keiner, den man gerne hat!
00:14:06: Der Zarcheus, der hat's drauf, glaub ich, wirtschaftlich drauf, diesen Schmerz wahrscheinlich den, der keinen auch... genauso gespürt hat.
00:14:16: Warum die?
00:14:16: Vielleicht denkt sich der Zahreus lang in seinem Leben, hören wir ja nicht in der Bibel!
00:14:21: Hätte ich gerne!
00:14:22: Ich habe in dem Buch bei den Jesus-Begegnungen die Leute zu Wort kommen lassen was sie uns danach erzählen aber wir wissen auch gar nicht was die Menschen uns davor Vor der Jesusbegegnung erzähle.
00:14:32: ich, auch das hätte ich gerne mal.
00:14:34: Dass der Tarius mal erzählt, ich möchte mal erzählen was es für ein Schmerz war, der über Sehne zu sein.
00:14:40: Alle waren so ein zwei Köpfe größer als ich alle waren in der Schule besser als ich, alle waren das keine Ahnung was ja.
00:14:46: Der eine ist Soldat geworden und der andere das, der war stark genug.
00:14:49: Ich war nur der kleine.
00:14:51: Ich bin schon hineingebohnt in eine reiche Familie, der andere nicht.
00:14:55: Diese Ungleichheit.
00:14:56: Genau
00:14:56: und ich musste das anders kompensieren.
00:14:59: Und dieser Schmerz den vielleicht erkeilen spürt, den vielleicht der Zachrius ähnlich spürts, also ich bin anscheinend nicht einer der gesehen wird sondern Kraksel der auf dem Baum irgendwie dabei zu sein, vielleicht intuitiv unbewusst, weil er sich wünscht da oben auch mal wahrgenommen zu werden.
00:15:19: Und dann bleibt Jesus unter dem Baum stehen und der reduziert ihn nicht Leitschuld Tod auf das was er getan hat, ja?
00:15:24: Denn der sagt nicht hey du Sünder oder du Zöllner oder du irgendwas.
00:15:31: Er sagt hey Zacharius, wenn den nennt die beim Namen Ich seh dich da oben, ich nehm dich mal.
00:15:37: Komm mal runter und ich schenk dir heute deine Würde zurück die jeden Menschen verdienterweise zustehen.
00:15:44: Ich komm' heute, ich mach was Verrücktes!
00:15:46: Ey das wird einige Leute aufregen Dadurch nur noch Hochtherapeutische, weil es so konfrontativ auch für die Menschen drumherum ist.
00:15:53: Ich gehe zu dir nach Hause und das hat man damals nicht gemacht.
00:15:56: Zöllner Entschuldigung der war da raus.
00:15:58: Zu dem ist man nicht nach Hause gegangen.
00:15:59: Und ich gebe dir die Würde und sag mal indem ich dich besuchen komme zeige ich du bist es wert dass man dich besucht.
00:16:06: Ich besuche dich bei dir zuhause und plötzlich... wird er gesehen.
00:16:12: Es gibt verschiedene Therapieformen, die den Wert auch darauf legen einen Menschen in den Raum zu stellen oder eine Größe zu stellen.
00:16:23: Wir haben uns vorher unterhalten was wir alles noch vorhaben mit dem Jesus der liebevolle Therapeut und dann habe ich gesagt was ich mir vorstelle, wie ich meine Beratungsgespräche sehe.
00:16:35: Ich imaginier eigentlich oder ein Bild, wie man in einem Fernsehstudio sitzt und da sitzen sich zwei Menschen gegenüber und ich bin dann so der Moderator und es ist eine Magazinsendung und mir übersetzt gerade der wichtigste Mensch der Welt.
00:16:51: Das ist mir so wichtig!
00:16:52: Und ich glaube, so wie die Leute mir das zurückmeldet in Gesprächen, spüren sie das auch?
00:16:58: dass da nur dieser Mensch sitzt.
00:17:00: und die Geschichte, die der Mensch zu erzählen hat.
00:17:02: Die ist jetzt das Wichtigste was wir hören!
00:17:04: Und das sage ich nicht nur weil ich mich irgendwie in Wallung bringen will Beratungswallung!
00:17:10: Ich spiel
00:17:11: jetzt das so, sondern ich meine es auch ernst, weil ich wirklich tiefe meinem Herzen überzeugt bin, dass dieser Mensch in dieser kommenden Stunde es verdient hat, jetzt mal zu spüren wie wichtig er ist mit seiner Geschichte?
00:17:25: Wie wichtig mit seiner
00:17:25: Lebensleistung?!
00:17:27: Aber auch wie wichtig mit seinem Schmerz.
00:17:29: Und dass das sein darf, dass er jetzt die nächste Stunde einfach sein darf oder sie jetzt sein darf in dieser... Das ist das was Jesus schenkt.
00:17:36: und was da passiert in der Zacherius-Geschichte wenn man da bleibt?
00:17:39: Sehen wir ja auch, was diese Wunde, was dieser Knoten löst.
00:17:43: also dieser Moment des Nichtgesehenwerdens bringt den Zacherios dazu alles Mögliche zu tun um mit Geld Macht Erfolg seinen Defizit zu kompensieren.
00:17:56: So, und jetzt kommt er an den Punkt, dass er etwas entdeckt hat.
00:18:00: Er sagt, das brauche ich ja alles gar nicht!
00:18:03: Jesus sitzt nicht mit ihm rum.
00:18:04: Jetzt ist es siebzehntreißig, jetzt haben wir ganz schön viel gefeiert.
00:18:08: Jetzt habe ich da die Würde zurückgeschenkt und noch ein paar andere Termine.
00:18:12: Die letzten zwanzig Minuten wollte ich ja nur eine Liste überschieben.
00:18:16: also wenn mein Besuch sich hier gelohnt hat dann müsstest du jetzt losgehen.
00:18:19: gibst du den Armen alles zurück und denen dir bedrohen hast?
00:18:23: Nur damit mein Besucher erfolgreich war macht Jesus nicht.
00:18:26: Der Zachir sagt Ich möchte's wieder gut machen!
00:18:29: Er sagt intrinsisch aus sich heraus sagt er ich möcht's wiedergutmachen Nicht weil ich muss, sondern weil ich es will.
00:18:37: Und dann kriegt man eine andere Dynamik an.
00:18:39: Vielleicht noch mal einen kurzen logotherapeutischen Ausflug zu der Frage, dass nicht gesehen werden soll und macht... Also es gab Freude, der hat den Menschen mit dem Willen zur Macht definiert.
00:18:52: Alfred Adler definiert den Menschen ... Entschuldigung, er freut, der den Menschen zu Lust definiert, dann gab's Alfred Adlar, Individualpsychologie, der definiert die Menschen mit willem zur Macht.
00:19:03: und Viktor Frankl, der Begründer der Logotherapie sagt, den Willen zu Lust, den hatten Tier auch!
00:19:08: Den Willen zum Macht, den hat ein Tier auch?
00:19:12: Aber es muss ja irgendwas geben, was den Menschen vom Tier unterscheidet.
00:19:17: Und er sagt der Unterschied zwischen dem Tier und dem Menschen ist dass der Mensch den bedingungslosen Willen zum Sinn hat die Sehnsucht eine Daseinsberechtigung auch zu haben.
00:19:29: so und jetzt ist spannend.
00:19:30: jetzt sagt Frankl immer wenn der Wille zum Sinn bei einem menschen frustriert ist fällt er zurück in den Willen zur Macht und in Wellen zur Lust.
00:19:39: interessant
00:19:40: als ich das zum allerersten Mal vor vielen, vielen Jahren gelesen habe.
00:19:44: War das für mich der Moment zu sagen, Ich möchte logisch herabholen werden?
00:19:48: Weil dieser Schlüssel den kannst du auf den Arbeitsplatz-, Arbeitssituation- Beziehungssituation, Gemeindesituation anwenden.
00:19:55: Immer wenn der Wille zum Sinn frustriert ist bei den Menschen fällt er zurück in den Willen zur Macht und in den willen zur Lust.
00:20:01: Der Moment dass der Zahrius versucht zu kompensieren und plötzlich aber weil er wieder eine Bedeutung bekommt Weil er sein darf, weil er gesehen wird ins Gestalten kommt und sagt ich brauche das alles gar nicht.
00:20:15: Und jetzt habe ich die Chance etwas wieder gut zu machen.
00:20:17: Das sind ja die Jesus-Momente wo Jesus den Menschen eine Chance gibt mit seinem Leben eine Antwort zu geben.
00:20:24: Wir waren in der letzten Folge bei der Sache eine Chance dass es weitergeht trotzdem weiter geht.
00:20:29: Das ist die heilsame Kraft der Jesusbegegnung.
00:20:32: dieses Weitergehen und auch das heißt Ich kann etwas Leidschuld tot!
00:20:36: Ich
00:20:39: habe jetzt deswegen Gänsehaut, weil das bedeutet ja auch dass jeder uns einen Therapeuten trägt.
00:20:45: Weil wenn ich jetzt zum Beispiel mal darauf achte wen hab' ich noch nicht beachtet in meinem Umfeld?
00:20:52: Also aus irgendwelchen Gründen warum auch immer und plötzlich mal auf Leute zugehe die ich noch nie... mit dem ich noch nie gesprochen habe.
00:21:00: Allein da kann ja schon eine Therapie drin sein, dass jemand plötzlich in meinem Arbeitsumfeld ... Mit dem ich nur nie gesprochen hab, dass ich plötzlich sage, mit dem spreche ich heute mal über seinen Leben wie es ihm geht, was er macht und seine Träume sind.
00:21:15: Und das könnte ja schon einen Ausflug haben bei ihm, wo er sagt, wow jetzt bin ich gesehen worden von jemanden, wo ich noch nie gesehen worden bin.
00:21:23: Nachbar in der Arbeit, Kollege drüben irgendjemand, also der mit mir an der Straßenbahn immer fährt.
00:21:32: Also was ist das für aus?
00:21:33: Wenn wir alle so leben würden
00:21:35: dann hätte das
00:21:36: eine irrsinnige Auswirkung.
00:21:38: oder vielleicht sogar jemand auf der Straße sitzt Wo ich sage, wo ich nur anspreche und sage hey wer bist denn du eigentlich?
00:21:45: Wie heißt Du?
00:21:46: Wo kommst Du her?
00:21:47: Was hast Du?
00:21:48: Und allein so ein Gespräch kann ja schon eine Auswirkung haben.
00:21:51: Und eine Heilung!
00:21:53: Ich glaube auch wahnsinnig gut was Du sagst weil das ist sehr sehr therapeutisch.
00:21:57: Weil ich glaube so ein therapeutischer Weg hat ja verschiedene Instanzen.
00:22:04: Und ich glaub einer der grundlegenden Instanze ist der Moment mich in meinem Leid gesehen zu fühlen.
00:22:11: Wir sind mal bei den Psalmen klagen dürfen.
00:22:13: Der Psalm dichter darf klagen und weil er klagen darf, macht das auch und weil es machen darf, darf aber auch irgendwann wieder aufhören.
00:22:20: Das ist ein Moment und ich glaube therapeutisch.
00:22:23: also dieser therapeutische Moment Ich integriere etwas und lerne es.
00:22:27: Und trotzdem meine Antwort zu geben heißt ja immer auch, ich werde in meinem Leid gesehen.
00:22:35: Wenn wir früher gekickt haben und noch kleiner war, jetzt wird es härter weil jetzt werden seine Schüsse härter, aber waren meine natürlich früher härter die Schüssee?
00:22:42: Ich habe mal ein bisschen zur Dolle geschossen, Lager am Boden, wenn ich dann hin bin, sagst du, das war schlimmes passiert!
00:22:51: Hast Du dir weh getan?
00:22:53: Dann ist er derjenige der aufgesprungen ist und gesagt hat ne alles gut.
00:22:57: Wenn ich gesagt habe, ey komm aufstehen weiter geht es ja.
00:23:01: Dann ist er zum italienischen Fußballspieler mutiert und lag am Boden und hat gesagt oh gelbe Karte rote Karte ist so schwierig.
00:23:07: Und ich glaube das ist auch der Moment.
00:23:09: wenn wir gesehen werden in unserem Leid dann dürfen wir die Rolle des sehr erwachsene Rollen des Gestaltes einnehmen.
00:23:18: Wenn wir immer nur hören, stelle ich nicht so an.
00:23:20: Ist doch nichts wie auch immer.
00:23:23: Nicht gewertschätzt werden, nicht gehört werden in unserem Leid und unserem Klagen dann wären wir aus dem Klagen auch nicht rauskommen dürfen.
00:23:31: Wow!
00:23:32: Was für eine Tiefe mit.
00:23:34: was müsste in deinem Leben geschehen damit endlich jemand sagt Ich seh dich?
00:23:39: Und da hast du noch einen Gedanken für uns.
00:23:42: Vielleicht kennst Du das dieses stille Gefühl übergangen zu werden Nicht weil dich jemand hasst, sondern weil dich niemand sieht.
00:23:52: Nicht gehört nicht gefragt nicht gemeint zu sein.
00:23:55: dann wächst der Wunsch endlich sichtbar zu werden.
00:23:58: Koste es was ist wolle.
00:24:01: Vielleicht hast du auch gelernt dich dafür anzustrengen laut zu sein oder vielleicht auch ganz still?
00:24:08: Vielleicht ist da bis heute diese tiefe Frage siehst Du mich eigentlich?
00:24:14: und vielleicht beginnt Heilung genau dort wo du wagst, dich selbst wieder anzuschauen.
00:24:19: Ohne dich zu vergleichen!
00:24:20: Ohne zu kämpfen!
00:24:22: Einfach da zu sein mit deiner Geschichte und der Sehnsucht wirklich gesehen zu werden.
00:24:30: Vielleicht darfst Du heute spüren dass Dein Wert nicht an Deiner Leistung hängt?
00:24:35: Du musst sie nicht erst beweisen.
00:24:36: Jesus sah die Menschen nicht nur wenn Sie glänzten sondern gerade in ihrer Schwäche.
00:24:42: Er rief sie beim Namen weil sie wertvoll waren.
00:24:45: Sein Blick suchte die Beziehung mit den Menschen nicht ihre Perfektion und so konnten sie mit ihrem Leben eine mutige Antwort geben.
00:24:55: Was wäre, wenn du deinen Platz nicht erst erkämpfen müsstest?
00:25:15: Mit Andi Weiß
00:25:16: und Stefan Schwabenmeder.
00:25:17: Was für eine schöne Reise!
00:25:18: Und ich hoffe, ihr könnt da auch das ein oder andere mitnehmen einen Impuls in euren Alltag einbauen.
00:25:25: Mit dieser heutigen Folgen wir freuen uns schon aufs nächste Mal.
00:25:29: Da beleuchten
00:25:30: wir die Urwunde
00:25:32: der Verlassenheit
00:25:33: mit
00:25:33: Haga.
00:25:34: Wow, da geht es auch in die Tiefe.
00:25:37: Ich freue mich drauf.
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