#12 Die Urwunde des Ausgeliefertseins
Shownotes
In dieser Folge unseres Podcasts sprechen Stefan Schwabeneder und Andi Weiss über eine oft übersehene innere Verletzung: die Wunde des ausgelieferten Selbst. Sie entsteht häufig dort, wo Menschen früh gelernt haben, ihre eigenen Grenzen zu übergehen – um zu funktionieren, zu gefallen oder zu überleben.
Was passiert, wenn alte Muster aus der Kindheit unser heutiges Leben bestimmen? Warum projizieren wir manchmal unerfüllte Bedürfnisse auf andere Menschen? Und wie kann ein liebevoller Blick – inspiriert von Jesus als liebevollen Therapeuten – helfen, diese inneren Dynamiken zu erkennen und zu verändern?
Es geht um Lebensenergie, um die Weisheit unseres Körpers als Frühwarnsystem – und um den Mut, mit kindlicher Neugier den eigenen Wunden zu begegnen. Eine Einladung, innezuhalten, zu staunen und neue Räume für Heilung zu entdecken.
In diesen acht Folgen widmen wir uns den menschlichen „Urwunden“, wie sie auch in der Bibel beschrieben werden.
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00:00:05: Herzlich willkommen bei der nächsten Folge in Jesus, Der liebevolle Therapeut mit an die Weiß
00:00:11: und Stefan Schwabmüder.
00:00:12: Und wir haben ja schon einige Urwunden.
00:00:15: in diesem Kapitel sind wenn nämlich drin von deinem Buch Die urwunden beleuchtet.
00:00:19: Wir waren bei der Uruhr Wunde die Scham Bei Adam und Eva wir Haben angeguckt die Urwunde des Übersehenwerdens bei Kein und Abel und Hagar Die Urwunde der Verlassenheit oder des Verlassenseins.
00:00:32: Jetzt kommt auch eine sehr tiefe Urwund, die von Josef und zwar im alten Testament geht nicht um in der Grippe also nicht dem neuen Testament sondern die Urwünde des Ausgeliefertseins.
00:00:45: ich bin schutzlos.
00:00:48: Es ist ganz spannend, wenn ich überlege wie viele Menschen mir hier sitzen in meiner Beratungspraxis.
00:00:54: Die Stühle sind bedeutungsschwanger weil da ganz viel Geschichte schon in den letzten fünfzehn-sechzehn Jahren stattgefunden hat auf diesen Stühlen.
00:01:01: Ich merke ich brauche mal neue Stühler aber ich traue mich nicht weil so wie ein Baum Geschichten erzählen könnte können glaube ich diese Stühly auch Geschichten erzielen und viele der Geschichten die diese Stülle erzählen würden wären Geschichten sein wo Menschen mir gegenwärtig von einer Ohnmacht erzählen.
00:01:17: Oft kommen Menschen gar nicht und sagen, Mensch mir ist damals was Schlimmes passiert oder mir es damals in meiner Kindheit etwas Ungutes angetan worden.
00:01:24: Oder, oder?
00:01:25: Oft kommen Leute zu mir und sagen er weiß können wir mal drüber reden.
00:01:29: ich habe einen Chef und der nimmt sich immer so und so viel raus.
00:01:33: oder ich hab meinen Mann oder meine Frau mein Partner.
00:01:37: die überschreiten immer Grenzen die ich fühle mich da gar nicht ernst genommen.
00:01:41: Und das ist ganz spannend weil von außen betrachtet die Geschichte dir erzählt wird Für mich als Zuhörer erst mal gar nicht so groß klingt.
00:01:49: Oder für jemand, der von außen zuhört und würde sagen Naja dann sagt halt meinem Chef ne ich will früher gehen Und dann musste das akzeptieren.
00:01:56: Und wir stellen aber fest dass da Menschen mir mitten in der Geschichte die sie mehr zählen
00:02:00: eine Ohnmacht
00:02:01: berichten.
00:02:01: Dass Sie sagen Das sagen sie mir vielleicht in einer Labor Situation.
00:02:05: Rein theoretisch fühlt sich das für mich logisch an So Aber wenn ich in dem Moment bin fühle ich eine ganz große Ohnmacht.
00:02:13: Wir sind mitten in der Urwunde des Ausgeliefertseins, wenn wir mal schauen... Ich liebe das ja immer, Bibel ist Entwicklungspsychologie pur, da sind nicht die heiligen Figuren wie das Leben perfekt gelingt sondern es sind Menschen die scheitern, Menschen die traurig sind, Menschen, die Schwierigkeiten haben
00:02:29: und zwar durch
00:02:30: die Bibel durch!
00:02:31: Und deshalb ist für mich so ein glaubwürdiges Buch weil's nicht nur Glanzgeschichten erzählt.
00:02:37: Menschen kommen auf diese Welt und müssen mit dieser Welt klarkommen.
00:02:41: Heidegger sagt mal allein, dass in der Welt sein hat man schon mal.
00:02:43: das macht den Menschen Angst.
00:02:45: so diese Einsamkeit dieses Gestalten müssen erst einmal und gar nicht wissen wohin?
00:02:49: Und das entdecken wir in der Bibel ganz intensiv.
00:02:51: menschen die leben Leben Menschen erleben Menschen leben erleben in Freude und Leid in Sonnen- und Regentagen.
00:02:59: Und dann zu gucken, wie gehen denn Menschen damit um?
00:03:01: Deswegen liebe ich es.
00:03:02: Dass wir zu allen Urwunden auch Menschen finden im Alten Testament und wenn man den Josef mal anschauen, ist der Josef ja eigentlich ein kleines Glückskind.
00:03:12: Im Nachhinein auch gesehen aber auch in dem Moment.
00:03:15: Also
00:03:16: die ganzen Leute, die da sonst noch an Brüdern am Start sind, die müssen alle buckeln, die mussten fleißig sein.
00:03:23: Die müssen sich im System dem Vater behaupten.
00:03:26: also das war nicht so... Das waren viele Söhne, da musste man um die Gunst des Vaters spulen.
00:03:33: Da musste man sich anstrengen, dass der Vater gesagt hat, das mag ich.
00:03:36: Jetzt haben wir den Josef.
00:03:38: Der Josef ist ein Lieblingssohn.
00:03:40: Dem Josef kauft er sogar einen Buntes Gewand.
00:03:44: Die anderen haben alle ihre schäbigen Fetzen an mit denen sie auf dem Feld sind.
00:03:47: Der Joseph kriegt ein buntes Gewand.
00:03:49: Wahnsinn!
00:03:51: Wenn man sich nur mal überlegt, was da im Familiensystem los war.
00:03:54: Ich weiß auch gar nicht wie der Vater auf die komische Idee kam zu sagen.
00:03:58: Was stiftet das wirklich Frieden?
00:04:01: Wenn ich jetzt da einem sage mit dir fahre ich ins Disneyland und alle anderen bleiben Zuhause machen in Abwasch.
00:04:07: Ja
00:04:08: natürlich also dass ist man würde sagen ungerecht.
00:04:11: Jetzt kommt eine Wut auf und zwar nicht nur einmal in dem Moment sondern ich glaube es war ja Alltagsgeschäft, dass sie gemerkt haben Irgendwie magte den mehr.
00:04:21: Was haben wir denn falsch gemacht?
00:04:22: So, und jetzt ist da eine große Wut in diese geballte Wut.
00:04:25: Wut ist immer das Ergebnis unerfüllter Bedürfnisse, alte Rede.
00:04:29: Dieses Bedürfenes macht so wütend ... Wir hatten das Bedürftnis bei Keine und Abelig.
00:04:34: Wir hatten nicht gesehen.
00:04:35: Es kommt ne große Wud auf.
00:04:36: Einer schlägt den anderen aus diesem System.
00:04:40: Jetzt kommt ne Große Wud Auf Und jetzt packen sie den, verdreschen zu denen, sperren den an ein.
00:04:45: irgendwann kommt ne Karawane vorbei und verkaufen den
00:04:48: Also ganz krass.
00:04:52: Ja, genau das wäre noch gewesen.
00:04:55: Jetzt wird es aber spannend.
00:04:56: was passiert denn wenn da eine Horde älterer, aber auch Jammeringerer Brüder, ja so ein alles gestandene Männer nicht so fitneschwächlinge wie wir beiden hier... Hallo!
00:05:10: Die mussten ja hart ran die mussten ihr tägliches Brot also das war halt Gebalte Kraft.
00:05:15: Da ging es ja ums Überleben, das war ja nicht nur so über uns... Und
00:05:17: diese geballte Kraft stürzt dir nicht Auge in Auge sondern Augen um einen Josef herum ein und die Verbrügel tun den Weh.
00:05:25: und die große Macht, dass er dann weggesperrt ist ja ein großer Ohnmachtsmoment der plötzlich verliert eine große Gestaltungsmacht.
00:05:32: Jetzt kommen wir wieder zu den Stühlen.
00:05:34: da sitzt jemand gegenüber und sagt ich fühle mich meinem Chef meiner Chefin gegenüberso ohnmächtig oder dessen Kollege der vielleicht immer irgendeinen Spruch loslässt Und ich bin da süd, als könnte ich dann nicht sprechen.
00:05:48: Es ist ganz spannend mit Menschen auf Reisen zu gehen.
00:05:51: Das müssen manchmal gar nicht die großen Übergriffe sein.
00:05:54: Ich habe in den letzten fünf oder zwanzig Jahren noch ganz viele große dunkle übergriffige Geschichten gehört, die Menschen erleben mussten.
00:06:00: Das muss aber gar nicht immer nur die ganz große Thematik sein.
00:06:03: Das kann schon der kleine Moment sein, dass vielleicht der kleine Junge merkt ... Immer wenn die Mama und der Papa ein Alkohol getrunken haben dann sind die plötzlich launisch und plötzlich wird's von null auf hundert laut.
00:06:17: Plötzlich wird es von null aus verbal oder vielleicht sogar körperlich aggressiv.
00:06:21: Da ist jemand, der erlebt erst eine Sicherheit und von nullaufhundert ist die Sicherheit weg.
00:06:26: Kann das Kleine sein?
00:06:28: Kann man immer auch was ganz Großes sein?
00:06:29: Die große Übergriffigkeit?
00:06:31: Und es ist ganz spannend... Ich hab' das immer wieder in dem Moment, dass ich merke wie ich mich, wenn ich mit Menschen so in ihre Geschichte eintauche, im Gespräch, was da gerade passiert.
00:06:43: Und grade wenn mir Menschen grad dunkle übergriffige Geschichten erzählen wo eine Übergriffigkeit stattgefunden habe kommt es manchmal vor dass ich sage jetzt merke ich sogar körperlich das sich für sie grad wütend wird.
00:06:58: also
00:06:58: mich macht es grad wüten dass ich dass ich da höre ohne dass in zu tiefe Geschichten einzutauchen, was ihnen da angetan wurde.
00:07:06: Dass ihre Grenze nicht respektiert wurde, ihre Würde nicht respe-.
00:07:10: Jetzt werde ich wütend.
00:07:10: und dann sage ich jetzt muss ich aufpassen Ich darf nicht für sie wütends sein weil es ist ihre Wut Es ist ihre Gestaltungsmacht.
00:07:17: Kommen wir gleich mal hin.
00:07:18: Was ist denn eigentlich die Wut?
00:07:20: Die eigentlich die Möglichkeit gibt abzugrenzen?
00:07:23: Der fehlt eigentlich.
00:07:24: Die Frau kommt und sagt ich habe Probleme mit meinem Chef Weil der immer über die Grenze geht.
00:07:30: Das ist ja eine Wut.
00:07:33: Nicht dem Chef, der gar nicht vielleicht so was Großes tut.
00:07:35: Wenn er sagt du musst noch eine halbe Stunde Überstunden machen.
00:07:38: Sondern es ist ja eine Wut die biografisch auftaucht dass da jemand sich etwas rausnimmt das ihm nicht zugesteht.
00:07:45: Das ist ja jede Form von Übergriffigkeit.
00:07:47: Da nimmt sich jemand etwas raus stellt seine Bedürfnisse über meine.
00:07:50: Also ein Muster das wieder hervorkommt vergraben das ich gar nicht präsent habe aber es plötzlich wieder durch einen wie den Tropfen dass das fast zum Überlaufen bringt.
00:08:03: Und
00:08:03: plötzlich wiederholt sich Geschichte, vielleicht nicht in echt aber emotional
00:08:07: im Kopf in den Bildern
00:08:09: wenn man da jetzt mal guckt also wenn man die frau nimmt als Beispiel die sagt ich kann mit meinem Chef mich dem chef nicht gegenüber abgrenzen und wir tauchen ein und finden ganz tiefe sehr sehr dunkle Momente in ihrer geschichte die plötzlich dann zum Klingen kommen, negativ zum Klingeln anklingen.
00:08:27: Wenn sie ihrem Chef begegnet und er diese Grenze nicht respektiert ... wenn wir beim Josef schauen, dem begegnete es ja wieder!
00:08:34: Der hat erlebt ich erlebe Ohnmacht Ich kann mich nicht wehren, ich kann keine Grenzen setzen.
00:08:40: Später die Frau von Potifal Die möchte ihm an die Klamotten Und wieder erlebte eine Grenzverletzung.
00:08:48: Es ist ganz spannend.
00:08:49: Ganz viele Menschen erzählen mir in dem Moment der Schlimme an dem Moment finden, dass sie sich eine Teil-Schuld geben.
00:08:58: Ganz viele Menschen vor allem Frauen die mir Geschichten, schlimme Geschichten erzählt haben erzählen wir danach das es nicht gelingt zu separieren, dass Sie in dem Moment keine Schuld hatten.
00:09:10: Das fällt immer auf Sie zurück sozusagen, Sie tragen's mit.
00:09:13: Aber Sie nehmen sich eine Mitschuld dran!
00:09:16: Und jetzt wird es spannend, was heißt das eigentlich?
00:09:19: Sich verstehen.
00:09:20: Ich liebe psychoeducative Gedanken!
00:09:22: Warum?
00:09:23: Weil sie uns mit rein nehmen und erklären wie wir funktionieren.
00:09:26: Jetzt muss ich mir mal überlegen wenn ich schon in jungen Jahren meinem Gehirn oder mein Gehirnt schon in den jungen Jahr gelernt hat dass es nichts bringt wenn ich versuche mich abzugrenzen dann ist das neuronal nicht gebahnt.
00:09:39: Dann kennt mein Hirn, nicht dieses Wissen... ...dann weiß mein Gehirn, dass ich Nein sagen darf und dass sich dann auch wirklich dieses Nein respektiert wird.
00:09:49: Dass diese Grenze auch respektieren wird.
00:09:51: Wenn dieser Gartenzaun eingerissen wurde, dann ist es für mich fast schon eine Selbstverständlichkeit, dass da jemand kommt und nicht klingelt oder klopft.
00:09:58: Nicht fragt, ob ich reinkomme sondern einfach meinen Garten Zaun umstürzt.
00:10:02: Das muss man quasi lernen!
00:10:05: Und das ist spannend, man muss es üben und sich erstmal glaube ich lieb haben.
00:10:09: Man sagt, ich kann's gar
00:10:10: nicht.
00:10:12: Also erst mal... Mein Hirn
00:10:13: kann es nicht!
00:10:14: Also dass auch eingestehen?
00:10:15: Ja.
00:10:17: Und mir fällt dann ein besonderer Moment an.
00:10:20: die muss ich jetzt gerade bisschen verfälscht erzählen weil er aus einem Beratungskontext kommt und relativ frisch ist und die Person soll auch dementsprechend das nicht in der Öffentlichkeit so für sich dargestellt bekommen.
00:10:33: aber zu mir kam Ein Mensch, wie gesagt, ich versuchte es gerade so spontan.
00:10:37: Da bekam ein Mensch die eine ganz große Übergriffigkeit erlebt hat und im familiären Kontext.
00:10:48: Und man weiß dass das Übergriffigkeitskörperliche Übergriffigkeit, verbale Übergriffigkeiten gibt's ja in Missbrauchs-Thematik ist nicht nur, muss ja nicht nur eine Sexualität... Es gibt ja eine große Bandbreite an ihren Übergriffigkeit, wo Grenzen nicht respektiert werden.
00:11:05: Manipulation auch?
00:11:07: Doch,
00:11:07: manipulation keine Frage!
00:11:09: Und sie hat einen ganz großen Moment erlebt dass sie beide Elternteile immer als sehr gewalttätig erlebte und die berufliche Situation war auch so das sie Menschen die laut geworden sind immer als Bedrohung erlebt haben.
00:11:27: Sie hat immer eingeknickt, war eine ganz kompetente Frau und eine ganz fähige Frau.
00:11:32: Und sie hatte immer ... Immer wenn jemand laut wurde, war sie raus.
00:11:36: Aber hier gab es gar keine Optionen da.
00:11:38: Sie sagte, meine Sprache war auch weg.
00:11:40: Wir fehlten die Worte, sagt der Volksmund.
00:11:43: Wir wissen dass das Gehirn auch bei traumatischen Erfahrungen, dass das Sprachzentrum beeinflusst ist.
00:11:47: Also der Volksmund hat auch da wie immer recht, dass tatsächlich die Sprache fehlt.
00:11:53: Und dann erzählt sie immer, wenn in beruflichen Kontext oder familiären Kontext heute jemand laut wird, kann sich nicht mehr gestalten.
00:12:00: Sie ist hier raus, es ist wie erstarrt.
00:12:02: Erstarren ist eine Form von Viren, die wir auf Traumata reagieren.
00:12:07: Und da sagt sie ich bin wie erstart.
00:12:09: und dann ist mir in dem Moment jetzt kommen mal zu den liebevollen Therapeuten Jesus der Moment eingefallen und habe gesagt Ich hab jetzt gerade so im inneren Auge so ein Bild.
00:12:22: Und dann kam mir aber der Gedanke, warum das so ist.
00:12:25: Ich sehe sie grad wie in der Geschichte nicht weil Sie schuld sind um Gottes Willen.
00:12:30: Das müssen wir jetzt mal auf die Seite.
00:12:31: In der Geschichte der Ehebrecherin, wie Jesus sich vor die Ehe Brecherin stellt zwischen die werfenden Steine.
00:12:38: Das ist ja eine Bedrohung.
00:12:39: also wir gehen jetzt hier nicht in eine Schuldsituation.
00:12:41: Habe ich ihr mehrmals gesagt?
00:12:42: Ist mir wichtig!
00:12:43: Es geht ja nicht um Schuld, es geht im Schutz.
00:12:46: Und ich habe gesagt, das ist ganz komisch.
00:12:47: Ich hab vor meinem inneren Auge grad so das Bild, dass sie als kleines Mädchen ... Sie stellen sich hinter Jesus, halten sie vielleicht als kleites Mädchen an seinem Gewand so fest, lügen vielleicht so ganz spitzen so hinterhervor und Jesu steht zwischen ihnen und ihren lauten Eltern die sie gerade anbrüllen, die sie grade erniedrigen in den Sachen Androhnen und der steht dazwischen.
00:13:14: Das war ein ganz emotionales Bild, da musste ich auch sehr aufpassen.
00:13:20: Und die Frau, das sind die Tränen gelaufen.
00:13:22: Es war so einen Moment und dann sage ich, ich weiß gar nicht warum ich sie jetzt gerade so... Warum dieses Bild grad kommen?
00:13:28: Und dann einmal weitergesprungen.
00:13:29: und dann sag ich, jetzt weiß ich grade welche Szene in mir grad groß wird.
00:13:33: und mir ist eingefallen wir waren mit unserem Sohn, da war er paar Jahre alt, waren wir mal im Tierpark Hellerbrunnen, waren auf irgendeinem Kletter gerüst Und haben da runtergeschaut und ganz weit weg, richtig weit weg ist ein Mann sehr, sehr aggressiv laut auf seine Frau losgegangen.
00:13:51: Wir waren zu weit weg als wir uns da irgendwie hätten einmischen können oder so.
00:13:54: Aber der war auch ein Kind dabei.
00:13:56: Er war sehr weit weg und er hat sie angebrüllt und war aggressiv.
00:13:59: Und dann ist eine ... Und ja, das war ein richtiger Schrank.
00:14:04: Ja,
00:14:04: ja.
00:14:05: Dann ist eine ganz kleine Mitarbeiterin von dem Zoo ist hingegangen und das war ein ganz besonderes Mal.
00:14:13: Und hat sich nur, hat der Frau den Rücken zugedreht, hat sich zwischen dem Mann und die Frau gestellt.
00:14:21: Ich habe nicht gesehen sie, aber ich glaube es hat nichts gesagt, da war nicht eine Diskussion dabei.
00:14:26: Es hat sich nun dazwischengestellt.
00:14:28: Der Mann hat dieses kleine schmächtige Freulein, die vier Köpfe kleiner war als Instanz des Schutzes wahrgenommen, ernst genommen und ist gegangen.
00:14:38: Das ist wie eine Firewall.
00:14:41: Der Moment, wenn der liebevolle Therapeut Jesus kommt ... das war so ein besonderes Bild!
00:14:50: Da stellt sich jemand dazwischen und ich war so überrascht, warum dreht Jesus jetzt in dem Moment den Rücken zu?
00:14:58: Er schaute Bedrohung ins Gesicht und es gibt den Schutz, den das Hirn nicht weiß dass es ihn gibt.
00:15:07: Also der liebevolle Therapeut Jesus kommt und lässt neuronal was bahnen, was kein Mensch für möglich hält.
00:15:17: Wo ich auch nie dran gedacht habe am ersten Moment natürlich.
00:15:20: Es gibt ja viele Schilder.
00:15:21: Ich könnte ja kommen und diskutieren, da könnt ihr kommen die wegziehen aber wenn er sie wegzieht würde das raus aus der Situation nehmen.
00:15:28: also Sie würden nicht erleben dass sie bleiben darf und Schutz erfährt.
00:15:33: Also wenn er sie wegzieht, dann wäre es ja Flucht aus.
00:15:36: Aber sie bleibt, sie erfährt Schutz und ich bin es wertgeschützt zu werden.
00:15:41: Das heißt übertragen jetzt natürlich auch wieder auf den Alltag heutzutage?
00:15:45: Wenn ich einen Angriff bekomme – wo ich meine zumindest ist ein Angriff und das kommt etwas altes hoch -, dass ich dann sagen kann, ich kann hier stehen bleiben weil ich bin geschützt eigentlich!
00:15:53: Ich muss das nur wahrnehmen.
00:15:56: Und es ist ganz spannend, wenn du sagst, ich darf stehenbleiben... Menschen, die mir von Momenten erzählen, wo ihre Grenzen nicht respektiert wurden.
00:16:05: Gerade in Kinder- und Jugendzeiten kämpfen sehr oft mit ihrer Frage der Daseinsberechtigung.
00:16:13: Mit mir kann man es ja machen!
00:16:14: Darf ich sein?
00:16:15: So wie ich bin...
00:16:16: Oder halt negativ.
00:16:18: Mit mich kann man's ja machen.
00:16:20: Andere haben das verdient, dass man sie respektieren kann.
00:16:23: Ich habe keine Daseinberechtigungen.
00:16:26: Ich bin es ja nicht wert, dass wir meine Grenzen ernst nehmen.
00:16:29: Und diese Würde kommt, Jesus der liebevolle, er spricht die Würde zu und sagt du bist es wert geschützt zu werden mitten in dieser Schutzlosigkeit.
00:16:38: Das ist für mich ein so hochtherapeutischer Moment.
00:16:42: eben das nicht.
00:16:44: ich zeige dir, ich schütze dich dass ich dich aus der Situation rausnehme sondern ich mache dich lebensfähig indem ich dir das Geschenk schenke dass du sagst also ich gebe dir die Erfahrung des bleiben dürfen Und du wirst erfahren, dass du geschützt bist im Bleiben.
00:16:59: Du musst nicht weg!
00:17:00: Du darfst hier bleiben weil du deine Präsenz zeigen darfst, weil du erwünscht bist hier erlaubt bist.
00:17:06: Gehen wir dann noch mal zurück zu Josef.
00:17:08: Wir sind ja am alten Testament also vor Jesus jetzt biblisch gesehen der natürlich da jetzt zweimal schutzlos und ohne Grund eigentlich ins Gefängnis geworfen wurde.
00:17:19: Also beim ersten Mal in die Grube verkauft wurde, beim zweiten Mal ins Gefänge ist nochmal Und er wusste gar was mit ihm geschieht so ungefähr, ne?
00:17:30: Was kann man da auch noch heilsam rausnehmen aus dieser Geschichte von Josef.
00:17:36: Also ich finde das Spannendste ist tatsächlich dass es zweimal passiert und ich finde... Das zeigt uns, dass die Wiederholung keine nicht unnormales.
00:17:49: Ich war vorher schon an dem Punkt, dass Menschen so von sich enttäuscht sind, dass sie sagen Das kann ja wohl nicht sein, mir ist das und was als Kind passiert oder als Jugendlicher.
00:17:56: Oder vor so vielen Jahren.
00:17:58: Kann aber nicht sein.
00:17:58: jetzt bin ich erwachsen Jetzt müsste es doch eigentlich schaffen.
00:18:01: Und sie ist als mangelnde Leistung als mangende Kompetenz Als Unfähigkeit als Schwäche oder wie auch immer erleben dass Sie's wieder erleben.
00:18:08: Und deswegen wir sind hier mit einer Entwicklungspsychologie.
00:18:11: Wir verstehen der Joseph Ich könnte mir vorstellen hätte er diese Diese erste Geschichte nicht erlebt Wer wäre seine Reaktion vielleicht eine ganz andere gewesen?
00:18:22: Ich könnte mir vorstellen, da kommt jemand überschreitet Grenzen und plötzlich kommt ihnen eine Panik aus.
00:18:28: Ich meine er flieht ja dann auch, sie hält ja dann sein Stück von seinem Gewand fest.
00:18:33: also das muss ja ruckartig gewesen sein von beiden Seiten.
00:18:37: Also da sind wir übrigens wieder bei einem Reflex auf dem Trauma.
00:18:42: Es gibt verschiedene Formen, also Fluchtangriff.
00:18:45: Ich arrangier mich mit etwas oder ich erstarre.
00:18:49: Also in dem Fall wählt der Josef den Reflex des Fliens und er erlebt aber nochmal den Moment dass er eine Begrenzung erlebt.
00:19:02: Und dieses Neuerleben finde ich deshalb gut weil es wäre ja schön wenn uns die Bibel erzählt schauen wir mal da ist was Schlimmes passiert Und jetzt hat er daraus gelernt, jetzt ist er ganz
00:19:14: stark.
00:19:15: Jetzt ist er Iron Man oder jetzt ist der Superstar.
00:19:21: so!
00:19:22: Ich liebe Geschichten die auch ein zweites Mal nicht klappen und ich glaube das ist der Zuspruch, wenn die Ururwunde die Beschälmung ist landen wir hier bei dem großen Zuspruch nämlich den Zuspruch.
00:19:38: Schau mal dass es Leben Und das, was dir nicht gelingt ist ein Übungsfeld und Übung fällt heißt immer es wird ja auch mal wieder nicht gelingen.
00:19:45: Es würde auch mal nicht klappen aber vielleicht wird ihr immer mehr gelingen.
00:19:49: ich habe manchmal jemand der sagt jetzt das war so einen riesen Rückschritt wir waren doch schon.
00:19:54: soweit hab ich manchmal dass leute so enttäuscht von sich selber sind.
00:19:58: dann sage ich aber wären sie nicht schon so weit gekommen hätten Sie gar kein rückschritte leben können.
00:20:02: also das heißt er dass hier auch viel gegangen sind.
00:20:04: ja auch rückschritte gehören zum leben dazu.
00:20:07: Manchmal muss man vielleicht auch einen Rückschritt, das klingt jetzt so nach einer Zigarettenpapierweise.
00:20:10: So billig meine ich es nicht wie es vielleicht jetzt klingt aber muss man nehmen um vielleicht nochmal neu Anlauf zu nehmen und so sagen ah so hat's jetzt vielleicht nicht geklappt.
00:20:18: Vielleicht war ich jetzt auch zu übermütig?
00:20:20: Vielleicht war Ich jetzt auch dazu zu fordern zu mir
00:20:23: Kann man da auch biologisch sagen dass sie vielleicht noch nicht tief genug in Neurogonal drin ist sozusagen Dann
00:20:29: musst du
00:20:29: es nochmal neu probieren.
00:20:30: Das ist ja spannend.
00:20:32: Wir waren ja schon mal an dem Punkt Hirnforscher sagen, du musst eigentlich tausendmal das Gegenteil tun um Verhalten umzubahnen.
00:20:40: Taunen!
00:20:40: Neuronalde.
00:20:41: So inzwischen ist man soweit.
00:20:42: aber auch dass es gibt verschiedenen Therapieformen, dass man sagt auch in der Imagination Gibt es die Möglichkeit, neuronal was neu zu bahnen?
00:20:50: Deswegen war's mir wichtig in der Reihe Jesus Der Liebevolle Therapeut.
00:20:54: Die Augenblicke der Heilung noch mitzumachen.
00:20:56: Es sind fünfzehn Audiobegegnungen wo man in der Rolle des Zarchäos oder in der Ehebrecherin, in der Role des verlorenen Sohnes und so weiter in diese Begegnung kommt und in diesen heilsamen Moment und man weiß erst in der Imagination kann neuronal etwas gebahnt werden.
00:21:12: Das heißt ich stelle mir etwas Neu vor.
00:21:15: Das ist praktisch gesehen.
00:21:17: Es gibt Therapieformen, was ich werte Imagination nach bei Schemaya zum Beispiel oder man arbeitet auch im therapeutischen Kontext mit dem Bild des idealen Vaters und plötzlich darf etwas greifbar werden... Das ist nicht eine Vorstellungsgeschichte, ich bild mir jetzt mehr ein und wird alles gut.
00:21:36: Sondern da passiert was im Körper nachweislich.
00:21:42: Dass der Neuronal einen neuen Weg gebahnt wird, dass sich erst den nächsten heilenden Schritt gehen kann, sagen wir mal so.
00:21:50: Und es ist mir deshalb so wichtig ... Weil das immer wieder beim zweiten Anlauf war ein guter Gedanke, vielleicht ist es noch nicht so gebahnt?
00:22:00: Weil alles, was Psycho-Education ist heißt immer auch ich lerne etwas über mich.
00:22:06: Nicht um dann zu sagen ja mal so bin ich halt das es immer fahrt wenn's darauf läuft dass finde ich immer eine Selbstbeschneidung.
00:22:13: aber wenn ich feststeh' nach achso bin ich Dann darf ich liebevoll mit mir umgehen darf geduldig mit mir Umgehen und des heilsame an den jesus.
00:22:21: Begegnungen ist immer.
00:22:22: Jesus sieht den menschen in dem Moment So wie er in dem moment ist und in dem moment darf dieser Mensch so sein Und Jesus begegnet aber den Menschen auch so, wie er sein könnte.
00:22:32: Mit diesem liebevollen Blick mit dieser Wertschätzung und dieser Perspektive und der liebt draus was sich dann noch entwickeln kann und ich glaube das braucht es beides.
00:22:40: Er sieht also beides, er sieht im momentanen Zustand und den Idealzustand
00:22:44: oder?
00:22:44: Und beides darf sein!
00:22:47: Der reiche Jüngling geht weg, der darf weggehen, Jesus läuft ihm hinterher, Jesus schimpft ihn nicht irgendwie hinterher über das ewige Schmoren sondern Jesus merkt nur, oh, der ist gerade noch nicht so weit.
00:23:00: Vielleicht kommt es noch
00:23:01: und er
00:23:04: ist traurig drüber.
00:23:08: Das sieht man ja wie Jesus in die Beziehung geht.
00:23:13: Wow das ist wieder eine sehr, sehr tiefe Folge heute.
00:23:16: ich bin schutzlos Die Urwunde des Ausgeliefertseins mit Josef zu lesen im ersten Mose, sieben und dreißig.
00:23:24: Und da hast du natürlich auch wieder Gedanken formuliert in deinem Buch unter diesem Kapitel.
00:23:43: Vielleicht hast du geschrien und keine Hades gehört.
00:23:51: Vielleicht hast Du gelernt zu funktionieren, obwohl Du innerlich in dieser Grube geblieben bist?
00:23:57: Vielleicht lebt ein Teil von Dir noch immer dort unten – wartend, hoffend, verletzt!
00:24:05: Ausgeliefert zu sein verletzt die tiefste Schicht unseres Vertrauens – in Andere, in uns selbst, das Leben und manchmal auch im Gott.
00:24:16: Und doch erzählt die Geschichte von Josef nicht nur vom Fall, sondern auch vom Weg danach.
00:24:22: Vom Überleben, vom Weitermachen und davon das Würde auch dort bleibt wo andere sie vergessen.
00:24:29: vielleicht beginnt hier ein leiser Trost dass du nicht falsch bist weil du gefallen bist Dass deine Geschichte weitergeht Auch wenn du nicht weißt wie Das es eine Kraft gibt die dich hält Wenn andere dich loslassen.
00:24:46: Und vielleicht ist genau das der erste Schritt, die Grube nicht zu verleugnen.
00:24:51: Sondern sie anzusehen und darin ein Überlebenszeichen zu
00:24:55: entdecken.".
00:25:01: Vielen Dank wieder für diese Folge heute!
00:25:04: Jesus – Der liebevolle Therapeut.
00:25:06: Wir sind in den Urwunden.
00:25:08: Das war Urwunde Nummer vier wenn man es mal überhaupt so sagen möchte Die Uhrwunde des Ausgelieferteins.
00:25:14: Wann hast du begonnen dich selbst zu sichern?
00:25:17: wenn du nicht alles allein im Griff behalten müsstest.
00:25:22: Oh, ich freue mich schon wieder auf die nächste Folge!
00:25:24: Weil das ist so eine schöne Reise durch die Bibel durchs Alte Testament und zu Jesu hin – natürlich auch eine Reise in uns selbst.
00:25:34: Vielen Dank Andi!
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