#15: Die Urwunde der Entwurzelung

Shownotes

Es ist dieses leise Gefühl, nicht wirklich dazuzugehören. Ein inneres Unterwegssein – selbst dann, wenn im Außen längst alles seinen Platz hat: "Die Urwunde der Entwurzelung".

In der Serie „Jesus, der liebevolle Therapeut“ sprechen Stefan Schwabeneder und Andi Weiss heute über die Wunde des entwurzelten Selbst – eine tiefe Erfahrung von innerer Heimatlosigkeit, die oft in frühen Beziehungen und Lebensumständen entsteht.

Diese Folge führt am biblischen Beispiel von Abraham hinein in das Spannungsfeld zwischen Anpassung und Abgrenzung, zwischen Sehnsucht und Schutz. Sie zeigt, warum sich Zugehörigkeit manchmal so zerbrechlich anfühlt – und wie sich ein neuer Zugang zu innerer Heimat eröffnen kann.

Eine berührende Episode über das Ankommen – nicht irgendwo, sondern in dir selbst. Hör rein und entdecke: Heimat beginnt vielleicht genau dort, wo du dich wirklich gesehen fühlst.

In diesen acht Folgen widmen wir uns den menschlichen „Urwunden“, wie sie auch in der Bibel beschrieben werden. Jesus begegnen – heil werden Mehr über das Projekt, viele Materialen und Impulse findest du auf: https://www.jesus-derliebevolletherapeut.de Folge uns auf: https://www.instagram.com/jesus__derliebevolletherapeut/

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Transkript anzeigen

00:00:03: Herzlich willkommen.

00:00:04: Bei uns sind wir immer noch in der zweiten Staffel unserer wunderbaren Serie Jesus, Der liebevolle Therapeut und zwar sind wir bei den Urwunden mit Andy Weiß

00:00:14: und Stefan Schwabemäder.

00:00:15: Und heute haben wir Folge Nummer sieben.

00:00:18: es geht um das Thema ich bin Heimatlos.

00:00:21: Die Urwunde der Entwurzelung, das ist nachzulesen und wir gehen da Abraham buchstäblich hinterher.

00:00:29: im ersten Mose zwölf ist es nachzulesen.

00:00:32: also Abraham der in Uhr wohnt hat nichts mit den Urwunden zu tun sondern

00:00:40: eine

00:00:41: Urwohnung bekommt dann einen Ruf dass er doch seine Heimat bitte verlassen und woanders hingeht.

00:00:48: Das ist erstens wirklich mutig in seinem Fall, mein heutzutage.

00:00:52: wenn ich jetzt sage okay ich wurde auch mal nach Wien gerufen zu einem anderen Sender das ist ja heutzuthage alles kein Problem in dem Sinne aber bei ihm war es ein neues Land.

00:01:04: Naja, man muss ja auch mal sagen das sind Strukturen da.

00:01:07: Allein was es heißt an einem Ort zu sein also neuronal im Hirn wenn ich schon manchmal erzählen mir Menschen mit denen in Firmen zusammenarbeiten und denke sagt er ey hat man neulich an der gesagt, wir sind nur eine Etage weitergezogen und es war für mich wie eine komplett neue Firma.

00:01:26: Weil der Kopierer steht woanders die Schubladen stehen woanders wo ich das Papier finde.

00:01:31: Chef

00:01:31: ist näher

00:01:33: da.

00:01:33: Also der kleine Wechsel bedeutet schon sowas Neues fürs Gehirn.

00:01:38: warum?

00:01:38: Ja weil so ok ich morgens in die Arbeit mach die Schublade auf und weiß da ist der gelbe Marker drin oder wie auch immer.

00:01:45: Jetzt hatte Abraham sichere Strukturen.

00:01:48: Er hat dann zu Hause... Vier Wände, die Sicherheit bieten.

00:01:53: Menschen waren ja damals doch ... Das Dorf das zusammengehört hat.

00:01:59: Die Menschen, die zusammenleben gelebt haben, das war eine gemeinsame Sicherheit auch die verschiedenen Generationen, die miteinander gelebt hatten.

00:02:05: Auch das war Sicherheit.

00:02:06: Das war Altersvorsorge alles drum und dran.

00:02:09: Und plötzlich heißt es gehen ein Land dass ich dir zeigen werde und das ist gar nicht wir hören da nicht Dass dann großer Bruch stattfindet oder das muss sondern der hört einen

00:02:17: Ruf

00:02:19: und diesem Ruf folgt er,

00:02:22: aber es ist mutig.

00:02:23: Also sehr mutig.

00:02:24: Also ins Unbekannte zu gehen und so sagen ich gebe alles auf, manche müssen ja auch alles aufgeben das ist ja das andere.

00:02:32: also dass es dann kein Ruf sondern eher ein Druck wegzugehen.

00:02:36: bei ihm war's einen Ruf das heißt er hat was Positives vielleicht gesehen oder gehört.

00:02:40: dann ist es ja auch noch leichter.

00:02:42: also die Entwurzelung kann ja sowohl aus Druck entstehen als auch aus einem Ruf heraus.

00:02:47: bleibt mir vielleicht mal beim Ruf.

00:02:48: bei Abram warst der Ruf ins Neuland

00:02:51: Und ich glaube, das ist immer spannend.

00:02:54: Also einmal entscheide ich mich selber dahin zu gehen oder – und das ist, glaube ich, manchmal auch die spannende Frage der Wunde, die ein Mensch hat – wenn die Heimatlosigkeit nicht aus einer Freiwilligkeit entsteht, aus einer eigenen Entscheidung?

00:03:06: Beim Abram ist es ein Ruf.

00:03:09: Und dieser Ruf führt ihn trotzdem auf einen Weg, der lange dauert, für ihn bedeutet kein Zuhause zu haben.

00:03:18: Ein Ruf, der vielleicht im ersten Moment was einladend Schönes ist.

00:03:22: oder ja lass uns losgehen.

00:03:23: Aber es ist oft so.

00:03:24: dann entscheidet man sich für etwas und dann kommt die Realität und merkt man Hobbler, der Weg ist ja ganz schön anstrengend durchsteinig.

00:03:30: Ich denke jetzt aber an die Menschen, die gar nicht A freiwillig Und B mit einer positiven Perspektive aufgebrochen sind ich.

00:03:38: Ich denke an mein Opa Der Vater von oder die Eltern meines Vaters Schlesien.

00:03:44: Er war Sattlermeister, er hatte einen Haus im Hof und das war die Altersvorsorge.

00:03:49: Und dann hieß es so, jetzt verlässt er mal alles, nehmt ein Koffer mit und das wars.

00:03:55: Dann mussten sie sich auf die Flucht begeben, auf die Reise begeben.

00:03:58: Kamen auch in ein fremdes Land.

00:04:00: Das A wollten sie da nicht weg, B mussten Sie alles dort lassen.

00:04:04: Die konnten gar nichts mitnehmen was an Besitz und eine Alters-Vorsorge aufgebaut.

00:04:08: Und wenn das passiert, was steckt denn einem Menschen?

00:04:11: Wenn er diese Sicherheit nicht.

00:04:13: Deswegen habe ich am Anfang die kleine Sicherheit also das kleine Universum in uns und nämlich unser Gehirn benannt.

00:04:19: Was das schon bedeutet wie der eine Mann sagt Mensch, ich bin nur auf einer anderen Etage so.

00:04:23: Jetzt muss ich mal schauen wo ist ein Debleistift in welcher Schublade.

00:04:27: Was es schon einmal bedeutet sich neu organisieren zu müssen.

00:04:30: Was dass wiederum für eine existenzielle Neuorientierung aber auch Angst und Bedrohung bedeutet.

00:04:36: komplett andere Regionen, komplett anderen Umstand, komplett andere Ebene zu gehen und auch beruflich komplett was Neues machen zu müssen.

00:04:45: Und jetzt ist das spannend!

00:04:47: Augustinus sagt mal unruhiges mein Herz bis es Ruhe findet bei dir.

00:04:52: Ich glaube die Urwunde der Heimatlosigkeit ist eine ewige Unruhe und ich höre wenn ich so... Als ich die Ur Wunden geschrieben habe hab' ich mir gedacht Ein Schmerz an in uns Menschen.

00:05:08: Jeder hat eine Geschichte, die Urwunden, die entstehen ja manchmal aus einer eigenen Geschichte raus, aus einem eigenen Defizit heraus und am eigenen schlimmen Erlebnisse heraus, aus dem defizitären Erlebnis.

00:05:17: Manchmal aber auch transgenerativ.

00:05:19: Wir bringen was mit im Tragen etwas über Generationen in uns.

00:05:23: Und bei der Urwunde der Heimatlosigkeit haben wir so gedacht vielleicht ist da manchmal noch so ne Parallele zu der Urbunde der Charme wenn Adam und Eva beschämt diesen heilen Ort verlassen müssen, den Garteneden der Beziehung bedeutet hat.

00:05:42: Der eine Bildlichkeit sichtbar gemacht hat.

00:05:46: Martin Buber, wenn er sagt im Du entsteht das Wir, der diese Sehnsucht des Menschen nach einem Du zu einem Wir gestaltet hat plötzlich zerbricht dieses Wir Und ich finde, das klingt in der Heimatlosigkeit wieder an.

00:06:03: Wo ist denn mein Zuhause?

00:06:05: Christian Morgenstern hat mal gesagt, Heimat ist dort wo ich verstanden werde.

00:06:10: Auch schön ja!

00:06:11: Das heißt auch nur die geistige Heimat gibt es für viele auch.

00:06:14: Wo bin ich da?

00:06:16: vielleicht entwurzelt auch... Eine Frage diesbezüglich, wenn ich jetzt einen Ruf höre.

00:06:21: Wie jetzt Abram zum Beispiel?

00:06:23: Also er entscheidet sich ja zu gehen weil er plötzlich etwas Größeres vielleicht sieht, weil Gott zu ihm gesprochen hat.

00:06:31: Jetzt geht in ein neues Land entsteht aber auch da eine Wunde oder entsteht die nur wenn ich gehen muss für einen Menschen.

00:06:42: Es gibt diese Aussteigern, die dann sagen okay ich verlass jetzt Deutschland, ihr habt keinen Bock mehr und geh irgendwo hin.

00:06:47: Diese typischen Aussteiger unterleben aber dort genau das Gleiche wie sie zu Hause erleben weil sie sich ja mitnehmen.

00:06:53: Also sie nehmen ja die Wunde, die davor ist als Motivation zu gehen.

00:06:59: Ist ja auch eine Wunde.

00:07:01: also es muss ja irgendwas da sein, eine Kraft da sein zu sagen.

00:07:04: Ich hau ab!

00:07:05: Aber im Abhauen nehme ich ja etwas mit was mich vorher schon eigentlich gedriggert hatte irgendwie.

00:07:11: Das ist ein sehr schlauer Gedanke oder sehr guter Gedankel, also schlau und gut!

00:07:14: Danke, vielen Dank!

00:07:15: Da müssen wir mal glaube ich aus zwei Perspektiven anschauen, denn es ist ja immer die Frage Ist das ein Weg von?

00:07:22: Oder ist es ein Hinzu?

00:07:24: Also ist es einen Weg von?

00:07:25: da ist Schmerz zu groß oder eine schlimme Irgendwas nicht gut und ich möchte wegvon oder ist es hinzu?

00:07:32: Und ich glaube dass ist die ganz große spannende Frage an einem Punkt zu kommen.

00:07:36: wenn Wenn ich mich einladen lasse, aufzubrechen.

00:07:41: Dann heißt es ja... Ich schau an was da passiert und ich überlege jetzt gehe ich da los?

00:07:47: Und dann kommen wir wahrscheinlich erst mal bedenken und was weiß ich vielleicht auch Ängste und so.

00:07:51: Und ich glaube wenn die Vision oder der Traum oder den Ruf oder die Aufgabe oder das Bild von dahinten, wenn das größer ist als dieser Mauer der Angst, dann entsteht einen Mut der mich die Schnürsenkel binden lässt und gehen lässt.

00:08:09: Jetzt ist aber trotzdem diese Mauer der Angst da, ich glaube das ist der große Preis des Berufungslebens.

00:08:17: Ich bin ja vom Grundberuf evangelischer Diakonen habe mich da beurlauben lassen von meiner Landeskirche erst zur Hälfte und dann irgendwann mal ganz... Und irgendwann kam ein Mensch auf mich zu aus der Kirchenleitung und hat gesagt Wie ist das denn jetzt?

00:08:32: Sie kriegen ja gar keine Altersvorsorge mehr von uns und wir sind ja völlig auf sich allein gestellt.

00:08:38: Funktioniert es überhaupt, der hat da ganz sorgenvoll mich angeguckt und hat gesagt, ich wollte schon sagen wenn sie fünf Euro haben... Ich bin offen!

00:08:45: Was du für knettest, ne?

00:08:46: Das ist die Sorgenwahl.

00:08:47: Nein, das war total lieb gemeint.

00:08:49: Und dann habe ich irgendwann gesagt, naja das ist schon ein spannendes Unterfangen als regelmäßig klingelingeling im Ende des Monats oder am Anfang des Monates Summe X zu haben.

00:09:01: Ich muss ehrlich sagen, eine emotionale Achterbahn fährt man nicht mal.

00:09:05: und dann hab' ich gesagt trotzdem ist es mir wert weil ich glaube eine Berufung die nichts kostet, die ist nichts wert.

00:09:12: Das ist wichtig das stimmt?

00:09:14: Als ich ihm das gesagt habe... Ich ging es dann ein paar Wochen später, oder ein paar Monate später mit Corona los und ich habe mich sehr oft an diesen Satz erinnert.

00:09:24: Und hab dann teilweise auch weiter gemacht weil ich mir gedacht, hey weißt du hast da die Klappe aufgerissen?

00:09:30: Aber das war trotzdem... weil du sagst, das ist ein Schmerz.

00:09:34: Das war eine Herausforderung!

00:09:36: Ich war heimatlos so ein bisschen als Selbstständiger, bist ja nie... Du hast ja keinen Fixes zu Hause in dem Sinne eines fixen Einkommens oder fixes... So hat er gesagt jetzt machen wir mal Urlaub und jetzt mal... Nein, du bist da ganz auf dich allein gestellt.

00:09:48: Und es war schon für mich in dieser... In Anführungszeichen in diesem Unterweg sein.

00:09:52: ich mag's nicht heimatlose.

00:09:53: Ich kann in diesem unterwegs sein, in diesem Unsicheren unterwegs sein.

00:09:57: War das immer wieder eine Herausforderungen von mir?

00:09:59: Ich glaube, dass dieser Abram nicht nur zwingend ... Aber das lesen wir ja auch.

00:10:04: Nicht nur zwingend immer mit den wehenden Fahren losgezogen ist und sagt, ich bin der Dr.

00:10:09: Berufung, Berufungs-... Schaut mal wie man leben lebt!

00:10:13: Er hat gebangt, er hat gezweifelt, er hatte Tage wo das in Frage gestellt war.

00:10:19: Stimmt das jetzt?

00:10:20: Vielleicht habe ich mich auch verhört oder wie auch immer.

00:10:23: Und dann diesen Schmerz zur Heimatlosigkeit aber auch

00:10:25: auszuhalten.".

00:10:27: Wir sind ja beim Titel vom Buch bei Jesus, der liebevolle Therapeut.

00:10:31: Die Urwunden gehen ja alle zurück ins alte Testament.

00:10:34: aber wir wollen auch immer den Draht rüberschieben zu Jesus ins neue Testament und wie er umgeht damit?

00:10:41: Und er selbst nennt sich auf dieser Welt als er hier war vor seinem Tod, vor der Auferstehung.

00:10:48: Heimatlos!

00:10:49: Ja die Füchse haben ihren Bau und so weiter und so fort.

00:10:52: Der Menschen hat nicht mehr Platz war sein Haupt im Leben.

00:10:56: Und das macht ihn so glaubwürdig als Therapeut.

00:11:00: Weil er es selbst durchlebt?

00:11:03: Ich weiß nicht... ich denke zurück.

00:11:06: Es war einer meiner ersten Konzerte.

00:11:10: Da weiß gar nicht mehr um.

00:11:11: was ist da.

00:11:12: Also welches Lied?

00:11:13: Das war.

00:11:13: jedenfalls kam eine Frau Und sagt, dieses Lied hat sie angesprochen und aus folgenden Gründen.

00:11:19: So, dann fängt sie an, erzählt ihre Geschichte, furchtbare Geschichte... ...und aus den und denen und den Gründen kann ich nicht mehr glauben und habe die Hoffnung des Lebens verloren.

00:11:28: und dann sagte er, alles kann ich verstehen!

00:11:32: Und dann wird sie richtig wütend und sagt, Entschuldigung, das können Sie überhaupt nicht verstehen.

00:11:36: Sie haben das nicht durchlebt?

00:11:36: Sie können es nicht verstehen!

00:11:37: Dann habe ich gesagt, oh entschuldigungen stimmt eigentlich, haben Sie vollkommen recht.

00:11:41: Wie schnell sagen wir das denn ist kann ich verstehen.

00:11:43: Ich versuche mich natürlich gerade in ihre Situation zu versetzen und ich versuche empathisch zu sein.

00:11:48: Das gelingt mir streckenweise aber verstehend.

00:11:51: na sorry kann ich sie gar nicht.

00:11:53: wenn da jemand ist der menschen so und er sagt hat gar nicht mal einen Platz, wo er seinen Hauptteam legen kann.

00:12:00: Die Füchse haben hier im Bau und dann leidet da einer mit, nicht nur am Kreuz sondern er reiht sich einer in die Heimatlosigkeit des Menschseins ein.

00:12:11: Und das finde ich glaubelich... Ich liebe das Bild des wandernenden Gottesvolkes!

00:12:15: Und das klingt ja schön.

00:12:17: allein schon ich merke wie es ausspricht aus Wandern den Gott.

00:12:19: Das klingt toll.

00:12:22: Meine Güte, das ist ja ganz schön anstrengend.

00:12:24: Wenn man nur schaut wie das Volk Israel gezogen ist und auf dem Weg ins gelobte Land.

00:12:29: Und da gab es mehr Streit als Schönheit.

00:12:31: Da gab's mehr Entzweihung.

00:12:33: Das ist fast wie heute!

00:12:34: Das liebe ich an der Bibel.

00:12:35: Es ist so viel fast wie Heute.

00:12:37: Man merkt, da haben Menschen miteinander zu tun.

00:12:40: Unterwegs in dieser Heimatlosigkeit, in dieser Ohnmacht versuche ich Antworten zu finden.

00:12:44: Ich glaube, dass ist das Spannende.

00:12:47: wenn wir in die Zeit Jesu schauen, dann haben ganz viele Menschen versucht Antworten Und die wollten es richtig machen, wenn wir zum Beispiel den Barmerzigen Samaritan nehmen.

00:12:57: Das Gleichnis das Jesus erzählt.

00:12:59: Das kriegst du ja eigentlich im Kindergottesdienst immer so erzählt.

00:13:04: Schau mal was da los ist!

00:13:05: Da wird einer verbrügelt und dann geht ein ganz Frommer vorbei... ...und der ist so lieblos und geweiter, geht noch einen Frommervorbein auch ganz liebllos und er kommt zu einem Ausländer und der erbarmt sich.

00:13:16: So kennt man's?

00:13:18: Wenn man mal schaut was da passiert, was Jesus erzählen möchte.

00:13:21: Da kommt jemand vorbei.

00:13:23: die sind auf dem Weg zum Tempeldienst wenn sie den Toten anfassen verwundeten anfassen wenn die in Kontakt mit Blut kommen oder dann sind die raus ausm Geschäft und können ihren Tempeltdienst gar nicht machen.

00:13:32: also das heißt als jemand unterwegs und dass was er machen möchte mit bestem Wissen um Gewissen Die Antwort die er geben möchte so wie er glaubt das Leben richtig ist Das will er nach besten wissung wissen richtig machen.

00:13:48: Und deshalb geht er weiter und sagt, ich will ja im Tempel – das ist ja nicht so.

00:13:54: Er sagt, er will zum Fußballspiel, sondern er möchte seinen heiligen Dienst tun!

00:13:58: Er möchte es richtig machen.

00:14:00: Er möchte mit seinem Leben die richtige Antwort geben.

00:14:02: Und deshalb ist klar die Gesetze sprechen dagegen, dass er jetzt da mit Blut enttoten oder was auch immer in Kontakt

00:14:06: kommt.

00:14:07: Und macht einen Bogen?

00:14:08: Ja.

00:14:09: Und dann kommt der Moment, dass Jesus sagt, es gibt das Richtige und man kann das Richtig doch falsch sein.

00:14:18: Und er stellt sich daneben und sagt, Leute ich bin nicht für die gesunden gekommen.

00:14:22: Ich bin für die Kranken gekommen oder... ...oder die hier mühselig und beladen seid vielleicht sogar die, die ihr unterwegs seid.

00:14:29: Die die heimatlos seid!

00:14:30: Die ihr nicht wisst wohin gehen könnt.

00:14:32: Die ist vielleicht nicht auf die Reihe kriegen so wie die die Schrift perfekt auslegen können alles.

00:14:38: Die scheitern im Leben.

00:14:40: Ich stelle mich hier hin und kann nachvollziehen was es heißt Heimatlos zu sein.

00:14:47: Mach mich freiwillig heimatlos, damit ihr euch nicht nur theoretisch verstanden fühlt.

00:14:53: Sondern kommt mir her... moderne Sprache im Pausenruf und der Sohn würde sagen, das fühle ich jetzt gerade nicht so.

00:15:02: Das ist ganz gang-o-gäu.

00:15:04: Und die so sagt, ich fühlte es!

00:15:07: Also nicht nur ich stelle mich hin und sage ja, das kann ich verstehen, dir muss es ganz schnell sein.

00:15:11: Ich fühle das.

00:15:14: Emotional mit dir in die Grube und ich glaube, ein Mensch der sich verstanden weiß.

00:15:19: Ich finde das immer.

00:15:21: in allen Beratungsgesprächen auf dich zurückblickt war es immer so ein Mensch, der sich gesehen gehört fühlt da war es schon mindestens die halbe Miete sich auf dem Weg zu machen und dann weil man in der Klage gesehen wurde, weil man im Leid ernst genommen wurde Dann kommt die Bereitschaft zu sagen, ja jetzt geht es weiter.

00:15:39: Ich habe glaube ich schon in einem anderen Podcast mal erzählt als ich mit dem E-Mail noch kleine war Fußball gespielt hab und wir haben eine Notär gekickt und ich habe ein bisschen fester geschossen so und dann hat sie ihn mit den Ball weggetragen.

00:15:51: Wenn ich hingegangen bin und gesagt oh E-Meal was ist passiert?

00:15:54: Das war Schlimmes passiert!

00:15:55: Dann war er derjenige der aufgestanden ist und gesagt na alles gut komm geh weiter wenn ich gesagt habe jetzt komm stell dich mal nicht an Aufstehen, Wadegan.

00:16:03: Da ist er zum italienischen Fußballspieler mutiert.

00:16:05: Lager am Boden ist so oh, Schierigel begann.

00:16:07: Ja ja

00:16:07: natürlich!

00:16:08: Und ich glaube dass es tief in uns Menschenwände jemand kommt und sagt nicht nur als Methode, das klingt jetzt so, das meine ich nicht als Method.

00:16:15: Jesus macht das glaube ich nicht wie Methode sondern macht es weil das fühlt.

00:16:20: Jemand der das aus Methode macht würde nicht sagen Es gibt nichts größeres als sein Leben für seine Freunde zu geben.

00:16:25: Das würde er nicht

00:16:25: sagen.

00:16:27: Er ist mitten in der Thematik drin.

00:16:29: Und weil er das fühlt, weil er sagt ich fühle und trage dieses Leid mit.

00:16:35: Möchte ich dir als jemand der versteht was gerade passiert jetzt diesen Raum diese Bühne geben dass dieses Leit sein darf gewärtschätzt, gewürdigt gesehen wird?

00:16:45: Und dann entwickeln wir aber weiter gemeinsam auf dieser Grundlage eine Perspektive wie Leben trotzdem möglich ist.

00:16:52: Es ist ja so ein kleiner roter Faden eigentlich durch die Urwunden, durch unsere Serie.

00:16:57: Dass wir eben sagen es geht eigentlich immer auch um die Würde dass sich jemanden eine Würde zuspreche was Jesus ja immer tut egal wer vor ihm steht.

00:17:06: er würde ich den in seiner Situation.

00:17:09: mir fällt das nur gerade so auf weil du das vorher erzählt hast.

00:17:12: man könnte das schon auch ein bisschen insofern üben, nicht dass man eine Methode draus macht aber übt das.

00:17:18: man zum Beispiel sagt wenn jemand in einer Situation ist.

00:17:22: Zum Beispiel eben auf der Straße oder braucht irgendetwas?

00:17:25: Dass man sich mit ihm mal unterhält.

00:17:28: Einfach mal nur frag wo kommst du eigentlich her?

00:17:31: also allein dass man sich Zeit für jemanden nimmt ist ja schon eine Würdigung.

00:17:37: Das wie beim Arztbesuch.

00:17:38: Wenn er dich kurz da anders als wenn er sich Zeit nimmt oder Zeit nehmen kann natürlich Und so denke ich mir das oft auch, dass man vielleicht im alltäglichen Leben, weil du auch das Beispiel des Samaritas genommen hast.

00:17:54: Also man kennt das schon heutzutage auch.

00:17:56: zwar ist es natürlich bei weitem tiefer, da sind wir eher beim Fußballspiel als beim Tempeldienst aber trotzdem, man isst zum Beispiel unterwegs und muss in die Arbeit ja?

00:18:04: Weil da wartet ein Chef der sagt Du musst um acht Uhr da sein und jetzt braucht jemand Hilfe und ich habe gesagt, da kann ich mich jetzt nicht umkümmern.

00:18:13: Ich muss in die Arbeit, das soll jemand anders nicht um

00:18:15: kümmern.".

00:18:17: Und genau in diesen Situationen glaube ich, dass was Jesus auch anspricht.

00:18:21: Dass man sagt Moment!

00:18:22: Was ist jetzt wichtiger?

00:18:25: Das ist aber gut, dass du das sagst weil ich glaube... Also das Faszinierende es Jesus sagt ja Es gibt das Richtige und es gibt das Nötige.

00:18:34: Und manchmal ist die Entscheidung für das nötige nichts wegen des Richtige.

00:18:39: Auch gut

00:18:40: Und das, was du gerade sagst heißt ja ich muss das richtige grade oder ich unterlasse das Richtige.

00:18:48: Nämlich als Beispiel pünktlich in die Arbeit zu kommen.

00:18:51: und ich tue weil da jemand jetzt grad einmal ran steht Warndreig aufgestellt hat Auto blinkt und ich tu das nötige.

00:18:58: wann kann Ich das

00:18:58: tun?

00:18:59: wenn ich In meiner in dem Schmerz meiner Heimatlosigkeit gehalten werde?

00:19:06: Warum?

00:19:08: Wenn ich allein

00:19:09: nur

00:19:10: meiner Wunde der Heimatlosigkeit begegnen, bin ich eigentlich ein Spielball aller Menschen die mich irgendwie in irgendeiner Art und Weise manipulieren können.

00:19:17: Warum?

00:19:18: Weil ich ja immer mit der Sehnsucht nach einem Zuhause durchs Leben lauf.

00:19:22: Ich habe... E-mail hat so ein süßes Buch mal geschenkt bekommen als kleines Kind.

00:19:29: Da ist so einen Maulwurf, der krabbelt aus dem... Aus der Erde raus und dann abblickt er das Licht der Welt.

00:19:34: Also, sich freibelt und dann fällt da von oben so ein Kack bratzen.

00:19:37: Kennst

00:19:38: du das?

00:19:38: Ja!

00:19:39: Und dann geht der Maulwurf rum überall zu allen Tieren und sagt, hast Du mehr auf den Kopf gemacht?

00:19:45: Das Pferd sagt, ne, nee, schau mal wenn ich mache, dann schaut es so aus.

00:19:48: Super lustiges Buch.

00:19:49: Super Buch ja, das fand ich.

00:19:52: Ich glaube wir gehen in unsere Wunde der Heimatlosigkeit.

00:19:56: Gehen wir auch von Ort zu Ort in unserem Freundeskreis, in unseren Gemeinden, bei allen Parteien, alles was da auf uns irgendwie wartet und was von uns will.

00:20:10: gehen wir und sagen kannst du mir eigentlich sagen wer ich

00:20:12: bin?

00:20:15: Und dann kommen die Antworten.

00:20:17: Ich hab mal ein schönes Erlebnis gehabt.

00:20:19: Ich war in Indien, in Varanasi, engagiere mich für Opportunity International ist so eine Hilfsorganisation die mit Kleinkrediten Frauen weltweit aus der Armut holt.

00:20:28: und wir sind da in dieser wunderschönen uralten Stadt, indischen Stadt im Hotel und die anderen Chat-Lag schlafen und ich kann nicht schlaven und tschau bissel so rum.

00:20:37: Und dann geh ich vor das Hotel und der Schöne ist... In Indien hast du ja wenn du dich unter die Leute mischt in drei Sekunden viertausend neue Freunde.

00:20:44: alle wollen dir was verkaufen.

00:20:46: Ich mag den Witz, die haben immer so einen Schalke im Natten.

00:20:49: Und dann gehe ich da los und hab ganz viele neue Freunde, ja?

00:20:53: Klar ist das so!

00:20:55: Und ich schaff's aber mich relativ schnell immer wieder weiter auf dem Weg zu machen.

00:20:59: Nur einer kann nicht abschütteln.

00:21:01: Das ist Radsch hüpft hinter mir her und sagt immer zu mir, wo willst du hin?

00:21:05: Wo willst du hingehen?

00:21:05: Weil ich sage, ich weiß nicht, wo ich hin will.

00:21:07: Ja, ich will einfach nur gucken.

00:21:09: So weiter... Nein, nein, es geht nicht.

00:21:11: Ich sag, wieso geht das nicht?

00:21:13: Du musst doch wissen wohin du willst.

00:21:15: Dann habe ich gesagt, ich will einfach nur schauen.

00:21:18: Ich hab keinen Ziel.

00:21:19: Und dann sagt er das ist ganz gefährlich.

00:21:22: Wenn du nicht weißt wo du hin willst, dann werden es die andere sagen.

00:21:28: Dann habe ich gesagt, danke für die Philosophie Stunde.

00:21:30: Jetzt gehe ich aber trotzdem weiter.

00:21:32: Sagt er, nee, komm mal mit.

00:21:34: und dann ging es los weil er hatte natürlich auch eine Idee dahinter.

00:21:36: Zeig dir in so einen dunklen Gang dahinter, kommst du mal mit?

00:21:40: Ich schaue mal da hinten ist mein Geschäft und dann geht's los.

00:21:41: Und dann hab' ich gesagt Ratsch jetzt weiß ich wo ich hin will.

00:21:44: Er sagt ja wo willst du hin?

00:21:45: Habe ich gesagt ganz schnell zurück im Hotel.

00:21:48: Also die Heimatlosigkeit wenn wir heimatlos sind sehnen wir uns ja wie der Maulwurf darum geht.

00:21:54: sag mal kannst du mir sagen wer ich bin?

00:21:55: Kannst du mir sagen wo ich zu Hause bin?

00:21:57: Kannst Du mir sagen, wo ich hingehör.

00:21:59: Wer bin ich denn?

00:22:00: Das ist ja immer wieder auch eine Frage der Identität.

00:22:02: Deswegen klingt in der Wunde, der Urwunde und der Heimatlosigkeit Der Garteneden an die Ebenbildlichkeit Die Sehnsucht des Menschen nach einer Verbindung Nach einem Gemeinschaft mit Gott Und gleichzeitig auch der Schmerz dass diese Gemeinsschaft auf Distanz geraten ist.

00:22:18: Eine Distanz die Jesus sehr liebevolle Therapeut wieder verbindet zusammenbringt Kittet, ein Handschlag gibt Zwischen in diesen Bruch hinein.

00:22:28: Und dann ist es spannend zu sagen, ein Mensch der auf dem Weg in die Arbeit ist und dessen... Wir waren vorbei bei dem Bild der Vision.

00:22:38: also was treibt mich an?

00:22:39: Mich aufzubringen?

00:22:42: Der die Not als größer achtet als die Pflicht Also nicht nur dass was richtig ist, sondern das was nötig ist.

00:22:50: Der hat ja eigentlich ein Zuhause gefunden und ich glaube die Menschen, die Jesus begegnet, die sich einladen lassen, die in den Nachfolge gehen, die bereit sind mit ihrem Leben eine Antwort zu geben.

00:23:02: Das ist ja spannend!

00:23:03: Die Antwort gibt ja Jesus nicht den Leuten, der sagt er nicht.

00:23:06: Und hier ist der Vertrag unterschreibt dann wird alles gut.

00:23:08: oder kommt sie zu mir in die Gemeinde?

00:23:10: Oder macht er Jesus nicht?

00:23:11: Er ruft ihn nachfolge Und dann passiert was in den Menschen, und dann geben die Menschen selber eine Antwort.

00:23:19: Das ist nicht anders.

00:23:20: Ganz wichtig!

00:23:22: Wir denken das manchmal anders, ja?

00:23:24: Da hat jemand gehört, dass Jesus gesagt hat du eins zwei drei vier fünf und dann hat er das gemacht, dann wäre alles gut.

00:23:28: Nein, Jesus ruft in die Nachfolge.

00:23:30: was willst Du, dass ich dir tu?

00:23:32: Willst du gesund werden?

00:23:33: Geh unsündige Händforten nicht mehr Und die haben dich nicht verurteilt.

00:23:37: Ich verurteil dich auch nicht.

00:23:38: und jetzt lebe mal an dem Ort wo du hingehörst Die Eigenverantwortung, die Jesus den Menschen schenkt In der Befreiung.

00:23:47: Er sieht den Menschen in seiner Heimatlosigkeit und dann lädt er ihn ein, jetzt geht los und gestaltet.

00:23:53: Und vielleicht kann dieser Weg, der immer wieder einen Abschätzen ist ob die Vision, die Freude für etwas auf etwas hinzuleben größer ist als die Angst, die da ist, die dich mutig macht?

00:24:08: Schau mal, was du da unterwegs entdeckst.

00:24:10: Und das finde ich spannend!

00:24:12: Viktor Frankl hat mir gesagt, jeder Mensch kann in jedem Moment und dass es seine Freiheit neu entscheiden wer er sein möchte nicht was er tut sondern wer er seinen möchte.

00:24:23: und jetzt sehen wir jede jesusbegegnung ist nicht nur eine entschämende Begegnungen Sondern es ist auch eine identitätsstiftende Begignung In der Jesus eigentlich immer wieder fragt tue das und alles wird gut, sondern wenn du jetzt weiter gehst, überleg mal als wer, als welcher Mensch, wer möchtest du sein der da weitergeht?

00:24:47: Und dann ist es spannend.

00:24:48: Dann ist die Antwort so wie Frankl sagt nicht eine Antwort, die wir mit unserem Mund geben, sondern dann geben wir diese Antwort mit unseren Leben, mit allem was dazu gehört!

00:24:57: Mit den Brüchen, mit den Scherben, mit dem Gaben, mit Den Schätzen... Ein Zuhause sein, Christian Morgenstein dort wo ich verstanden werde.

00:25:06: Ich kann andere nicht verstehen wenn ich mich verstehe.

00:25:08: der liebevolle Therapeut.

00:25:09: Der arbeitet ganz psycho-educativ ohne lange Worte wie wir hier oder ich zu wählen sondern der braucht dann mal nur einen Satz!

00:25:19: Da wäre man mal so eine Beratungsstunde recht kurz.

00:25:22: Der hat das sehr gut gebüttelt auf den Punkt gebracht und Menschen haben es geschafft dass er in einem Bruchteil einer Sekunde vielleicht nur in einem ganz liebevollen Blick einen Menschen angeschaudert und komprimiert auf den Punkt gebracht hat, was dieser Mensch braucht.

00:25:39: Nämlich den Ruf in das Leben.

00:25:43: Das sind wir auch bei der Be-Rufung.

00:25:45: Ruf nicht von Ort zu Ort sondern eigentlich ruf in einem Zustand, in einem Sein letztendlich

00:25:53: In einem

00:25:54: Sein.

00:25:54: Und dann ist es übrigens spannend, ein Ruf in einen Sein.

00:25:58: und dann ist das Spannende wenn wir von Abraham sprechen.

00:26:02: ich habe ganz viele Menschen gerade an den Jahren in denen ich eine Gemeinde gearbeitet hab.

00:26:06: Ich habe ganz vielen Menschen gesagt haben ich weiß nicht was Gott mit mir vor hat ja da kam der Abraham oder der Mosem Dornbush oder wo Menschen eine sichtbare oder höhrbare Berufung hatten.

00:26:19: Alle haben gesagt, naja ich warte drauf das jetzt auch mal hier... Das ist

00:26:23: in meinem Garten

00:26:24: ein Busch brennt!

00:26:26: Oder dass der Postboot immer was einschmeißt.

00:26:29: und Frankel sagt er hat immer von Sinn an den Rufen gesprochen.

00:26:33: Er hat gesagt wir müssen uns gar nicht so verkrampfen und fragen was ist jetzt das Sinn des Lebens?

00:26:36: Und wie können man denn dann sagen das Leben kommt auf einen zu in Freude und Leid Und das Einzige, was der Mensch zu tun hat ist einfach nur in dem, was da auf mich zukommt eine Antwort zu geben.

00:26:47: Und es gelingt glaube ich wenn das was da kommt... Wenn ich das nicht als Strafe sehe sondern als Herausforderung, als Aufgabe, als etwas, was mir gerade zugetraut wird.

00:26:59: und ich glaube das ist spannend!

00:27:00: Ich glaube dass der Abram läuft mit dieser Wunde durchs Leben aber im Wissen, dass ihm diese Wunde zuget laut wird Weil dieser Weg, den er geht über Jahrzehnte hinweg eine Bedeutung für ein ganzes Volk bekommt.

00:27:16: Und ich glaube das ist das Spannende... Also da krieg ich gerne sehr bei der Geschichte.

00:27:20: Der hat selber nie The Finish Line passiert.

00:27:25: Sein Lebenswerk war es unterwegs zu sein.

00:27:29: Übrigens viele in der Bibel haben den Finish nicht mitbekommen.

00:27:33: Mose auch nicht.

00:27:35: Sehr spannend eigentlich!

00:27:37: Also wie oft sehen wir, glaube ich auch nicht was wir gerade.

00:27:40: Weil du sagst ja die... Wir reden hier von den großen Gestalten der Bibel.

00:27:43: Manchmal ist es so der ganz kleine Moment an der Kasse oder im direkten Gespräch oder ... war neulich in Franken unterwegs und stand ich an einer Kasse und sagte die Verkäuferin zu der Frau hinter mir, oh Traudl grüß dich!

00:27:54: So?

00:27:55: Wie geht's noch

00:27:56: so?!

00:27:56: Und dann sagt sie zurück, ach ganz ehrlich, ich glaub das mags gar nicht wissen.

00:28:00: Ja also und dann haben wir gedacht, oh da steckt eine Botschaft dahinter Da steckt er drin, ich glaube du könntest oder wolltest gar nicht mit dem was ich jetzt eigentlich wenn ich ehrlich wäre und dir erzählen würde.

00:28:13: Könntest du da wolltest du vielleicht gar nicht umgehen?

00:28:16: Und das ist der liebevolle Therapeut zu sagen, was passiert hier?

00:28:19: und er gibt den Raum in den Raum der Entschämung und er hält diesen Raum aus.

00:28:24: und das ist das Spannende.

00:28:25: wie gesagt da kriege ich Gänsehaut Wenn ich schaue Menschen sehen sich eine Größe verpflichtet.

00:28:32: Wir reden ja immer wieder nur um Selbstverwirklichung, aber wie kann man selbst verwirklichen?

00:28:36: Es ist glaube ich ein Quatsch!

00:28:39: Wirkliche Selbstverwirkungen funktioniert glaube ich nur dann wenn ich mich freiwillig als Passelstück sehe in ein großes Ganzes und glaube dass sich das was ich heute schaffe vielleicht als mini kleiner Flügelschlag in die Welt schicken darf ein mini kleines Lächeln ist oder einen Danke, ich war gerade auf Tour, komme jetzt gerade zurück von der Tour und das war so spannend.

00:29:05: Da kamen im Bielefeld ein Mann auf mich zu und sagt zu mir wissen Sie was er weiß?

00:29:09: Waren wir uns das erste Mal gesehen haben.

00:29:11: Das war im Jahr glaube zweitausend Elvader gesagt.

00:29:13: So!

00:29:14: Und wissen sie es einzige was ich mir von diesem Konzert gemerkt habe also nicht das einzige er hat sich gleich netterweise relativiert.

00:29:20: aber ich sag wissen sie was hängen geblieben ist bei mir?

00:29:22: da war ein junger Mann.

00:29:25: Wir kamen dort an der hat uns die Tür aufgemacht Und er hat gesagt, gucken Sie mal das sind noch Plätze frei da können sie sich reinsetzen.

00:29:30: Und der junge Mann, das waren Sie ja da gesagt.

00:29:33: So was bleibt

00:29:33: hängen?

00:29:34: Wir dachten, ich mache mir monatelang Gedanken über Lieder, über Geschichten und dass ich denen die Tür aufgemacht habe und einen Platz angebracht.

00:29:42: Das ist Hängeblieben anscheinend von dem Konzert nicht sehr.

00:29:45: Da sehen wir mal wie wir unsere Ansprüche manchmal hochschrauben, was wir zugeben haben in dieser Welt Und dabei wären es manchmal nur die kleinen Momente und das meine ich nicht oberflächlich, nicht billig.

00:29:55: Wir brauchen auch die Tiefe wir brauchen auch den Inhalt keine Frage aber manchmal sind sie kleine Momente die scheinbar Nichtigkeiten Die Flügelschläge eines Schmetterlings die vielleicht lange lange lange Auswirkungen in unsere Welt in unserer Gesellschaft haben.

00:30:08: Ich glaube, wir könnten uns da verlieren in diesem Thema auch.

00:30:10: Was Kleinigkeiten ausmachen natürlich... Das wäre ein eigenes Buch, glaub ich!

00:30:16: Ich sehe dein Buch schon!

00:30:17: So, neues Buch?

00:30:19: Ja richtig!

00:30:20: Wir sind bei der Urwunde der Entwurzelung Abram.

00:30:23: Ich bin heimatlos und da hast du natürlich auch einen Gedanken formuliert.

00:30:28: Der Ruf kam

00:30:29: leise

00:30:30: und doch so klar dass Abram alles zurückließt das Haus des Vaters die Sprache seiner Kindheit Die Vertraute der Wege.

00:30:38: Nur ein Wort im Ohr gehe.

00:30:41: Kein Ziel, kein Plan!

00:30:42: Nur ein Versprechen und die Sehnsucht endlich anzukommen irgendwo wo sein Leben Sinn ergibt.

00:30:48: Vielleicht kann man nur aufbrechen wenn man spürt dass man innerlich längst entwurzelt ist Wenn der alte Ort nicht mehr trägt wenn man sich nicht mehr gemeint fühlt.

00:30:58: Abram zieht los nicht aus Abenteuerlust sondern weil der Stillstand ihn innerlich zu zerreißen droht.

00:31:05: Verlass dein Land sagt Gott Und er meint, verlass die Sicherheit in denen du dich selbst verloren hast.

00:31:11: Abram geht mit seinem Schmerz, mit seinen Fragen, mit seiner Hoffnung und einer Familie, die diese Unruhe mitträgt.

00:31:20: In Zelten auf staubigen Straßen zwischen Heimatlosigkeit und Hoffnung baut er Altäre Zeichen des Glaubens und Zeichen der

00:31:29: Fragen

00:31:31: wo werde ich wohnen?

00:31:33: Wo werde ich bleiben dürfen?

00:31:35: Wo darf ich sein?

00:31:36: Vielleicht kennst du das Gefühl, keinen festen Platz zu haben.

00:31:41: Zwischen zwei Orten, zwei Sprachen und zwei Prägungen zu stehen – nicht ganz hier oder dort?

00:31:48: Vielleicht hast du gelernt dich anzupassen, an Rollen, an Erwartungen, an was man von dir braucht!

00:31:55: Du bist immer da aber nie ganz angekommen.

00:31:57: Du gibst viel und bleibst doch immer

00:32:00: fremd.".

00:32:02: In dir klingt eine leise Sehnsucht, endlich irgendwo anzukommen ohne dich zu verbiegen.

00:32:08: Ohne fliehen zu müssen, endlich sein zu dürfen so wie du bist und dann zu merken hier darf ich bleiben.

00:32:17: Ich gehöre dazu.

00:32:20: Vielleicht ist Heimat nicht zuerst ein Ort vielleicht ist ihr im Blick Ein Zuspruch Eine Erfahrung des Gehaltenseins.

00:32:29: Abram wird nicht sesshaft Aber er lernt zu vertrauen und vielleicht beginnt genau dort Verwurzelung.

00:32:39: Im Vertrauen, dass einer dich sieht und ruft und mit dir geht.

00:32:49: Heute war es ein bisschen länger aber es war so tief und ich hoffe ihr seid noch dabei auf jeden Fall.

00:32:57: Ich hab Gänsehaut!

00:32:58: Und das bei der Urwunde der Entwurzelung.

00:33:02: Wir haben gehört, über Abraham I.Mose

00:33:04: XII.,

00:33:05: da könnt ihr das nachlesen.

00:33:06: Vielen Dank an Device!

00:33:07: Vielen dank bei Stefan Schwabmeter.

00:33:09: und ja eine Folge haben wir noch in dieser wunderbaren zweiten Staffel von Jesus der liebevolle Therapeut.

00:33:16: dieses Buch ist auch unfassbar schön.

00:33:19: guckt mal nach auf der Homepage von an device.

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