#16: Die Urwunde der Angst
Shownotes
Es beginnt oft ganz leise. Ein Gefühl von Unsicherheit, das bleibt – selbst dann, wenn im Außen alles stabil wirkt.
In der letzten Ausgabe dieser zweiten Staffel „Jesus, der liebevolle Therapeut“ sprechen Stefan Schwabeneder und Andi Weiss über die Urwunde der Angst – und darüber, wie frühe Erfahrungen von Unberechenbarkeit, Überforderung oder fehlender Sicherheit unser Leben bis heute prägen können.
Diese Folge über Jona im Alten Testament nimmt dich mit in die oft verborgenen Dynamiken hinter Angst, Kontrollbedürfnis und Rückzug. Sie zeigt, warum Vertrauen manchmal so schwerfällt – und wie sich ein neuer innerer Halt entwickeln kann. Eine ehrliche und tiefgehende Episode für alle, die sich nach mehr Sicherheit, Vertrauen und innerer Ruhe sehnen.
Hör rein und entdecke: Vertrauen kann wachsen – auch in dir.
In diesen acht Folgen widmen wir uns den menschlichen „Urwunden“, wie sie auch in der Bibel beschrieben werden. Jesus begegnen – heil werden Mehr über das Projekt, viele Materialen und Impulse findest du auf: https://www.jesus-derliebevolletherapeut.de Folge uns auf: https://www.instagram.com/jesus__derliebevolletherapeut/
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00:00:03: Ich bin schon traurig.
00:00:05: Denn heute ist die letzte Folge unserer zweiten Staffel der Urwunden hier bei Jesus, der liebevolle Therapeut mit Andy Weiß
00:00:13: und Stefan Schwaben.
00:00:15: Und das sind wir also wie gesagt bei der letzten Folge, die Folge Acht!
00:00:19: Die Urwunde der Angst.
00:00:21: Wobei, Andreas, wenn ich Andreas sag zu dir weißt du schon oh jetzt wird's ernst?
00:00:26: Dann
00:00:26: zuck' ich zusammen!
00:00:27: Also Andreas wurde ich vor vielen Jahren... Nein nein meine Eltern nennen mich heute noch so aber jetzt zurück nicht mehr zusammen bei meinen Eltern.
00:00:32: Andreas zu mir sagt Aber früher war es so wenn jemand zu mir Andreas sagt dann hatte ich was angestellt.
00:00:38: deswegen hieß sich in meiner Kindheit eigentlich immer Andreas
00:00:41: lieber an.
00:00:45: Da
00:00:46: ist Andreas ja der männliche.
00:00:48: Du müsste Andreas eigentlich nicht so viel Angst haben.
00:00:50: Das süßte mal, also Andreas.
00:00:52: Pass auf!
00:00:53: Es geht eben um die Urwunde der Angst heute und wir haben ja angefangen.
00:00:59: erste Folgen in der zweiten Staffel Die Urwundung der Scham bei Adam und Eva.
00:01:03: Ist denn aber nicht die Ur Wunde der Angst?
00:01:08: Also Angst überhaupt, ich habe Angst.
00:01:11: Ist das nicht sogar die Basis für alle anderen oder ist es die Folge?
00:01:16: Also, wenn wir mal gucken was der Gedanke hinter meinen Gedanken der Urwunden ist dann gibt es ja ganz unterschiedliche Gründe warum Urwunde entstehen.
00:01:27: Ein Grund warum eine Urwunder entsteht.
00:01:29: da würden wir jetzt Sigmund Freud mit an den Tisch nehmen mit seiner Trieblehre.
00:01:34: ich habe ich erfahre ein Defizit und dieses Defiziet versuche ich zu kompensieren und dann kommt freuts Trieblehre sozusagen.
00:01:40: ich kompensee diesen kompensive etwas um geht damit um.
00:01:45: Ich glaube, bedingt sich eine Urwunde oft durch andere heraus.
00:01:51: Wir hätten eigentlich auch Adam und Eva die Geschichte, die wir ganz zu Beginn mit der Uhrwunde der Schammer, hätten wir eigentlich auch mit der Urwundete Angst verknüpfen können, denn sie verstecken sicher auch aus Angst.
00:02:01: Das ist ja eine Beschämung, das ist eine Angst!
00:02:03: Wenn wir jetzt aber mal schauen was passiert dann eigentlich?
00:02:06: Heute schauen wir uns die Urwunden der Angst an... Und wenn man schaut was passiert, wenn ein Mensch beschämt dass sie versteckt Sie erkannten, dass sie nackt waren.
00:02:15: Der beschämte Mensch.
00:02:17: Dann ist es ja oft so... Ich weiß nicht ob die Hörer das nachvollziehen können.
00:02:22: Ob du das nach vollziehen könntest?
00:02:23: Ich kann das sehr nachvollzielen.
00:02:26: Momente oder Dinge, die man nicht mit anderen bespricht werden größer.
00:02:30: Ja also schön unter den Teppich kehren und dann hebt sich der Teppi.
00:02:36: an meine Schulzeit der Alexander, das war mein Banknachbar und der Alexander und ich.
00:02:41: Wir haben uns sehr aktiv am Unterricht beteiligt nicht immer nach Vorgehabung.
00:02:47: Und wir haben da interessante Sachen manchmal gemacht die Lehrer nicht sogar freut haben manchmal.
00:02:53: Hieß
00:02:53: du auch Andreas?
00:02:54: Natürlich!
00:02:57: Einmal haben wir in so einem Magazin gesehen... Da konnte man Schmuck bestellen Und da war die Unterrichtsstunde so bedingt existenziell ansprechend, dass wir gesagt haben, wir müssen unsere Zeit kostbar nutzen.
00:03:07: Und dann haben wir angefangen und haben für unseren Kumpel aus der Nachbarklasse Schmuck bestellt.
00:03:13: Das waren richtig große Bestellungen gemacht.
00:03:16: Also völlig ... Du machst ja manchmal Sachen im Leben?
00:03:19: Da denkst du nicht so an... in fünf Minuten.
00:03:23: Also wir waren nicht nur überrascht, dass man diese Postkarte, wenn man die unfrankiert einschmeißt das sie trotzdem bei dieser Firma ankommt.
00:03:31: und wir waren doppelt überraszt, dass dann nicht nur der Weg hin sehr gut funktioniert hat, sondern den Weg zurück auf.
00:03:36: Irgendwann hatte unser Kumpelkistenweise Schmuck zu Hause und bei mir kam der Anruf an dich zeige ich an Ich geh zur Polizei Und spätestens dann war mir die Fragwürdigkeit unserer Tage hart und dann doch in seiner Folge bewusst.
00:03:52: Ich habe mich nicht getraut, das irgendjemand zu erzählen.
00:03:56: Wenn man Dinge nicht bespricht ... Dann werden sie die Fantasien größer!
00:04:02: Ja, also man könnte ja wie leicht wäre das gewesen.
00:04:07: Gehst du zu den Eltern und sagst hey schau mal dass es passiert.
00:04:09: da haben die Eltern gesagt ja gut vierzehn Tage umtauschrecht kann ich schick mir wieder zurück war jetzt nicht der Schlauße und halt so.
00:04:16: was lehr mal draus so wer Andreas lernt raus vielleicht und rum.
00:04:22: wärs gewesen.
00:04:23: in mir kamen die großen fantasien was jetzt alles passiert.
00:04:26: ja so das ist ja der moment der beschämung.
00:04:29: Also wenn wir uns, sie versteckten sich.
00:04:32: Wenn wir etwas verstecken und unter den Tisch halten dann kann es nicht ans Licht
00:04:38: verstehen.
00:04:39: Jesus spricht mal vom Anbieten im Licht und in der Wahrheit.
00:04:42: da darf etwas ans Licht kommen Und es macht ja, wenn etwas ans Licht kommt.
00:04:47: Wir haben gerade wieder Zeiten wo ganz viel ans Licht kommen weltweit schlimme Sachen die passiert wurden... Die passiert sind, wo Menschen Dinge nicht... Also die jetzt ins Licht kommen weil sie in der Dunkelheit gehalten wurden.
00:04:58: So was passiert?
00:04:59: Was kann an schlimmen Sachen auch in Systemen passieren?
00:05:02: Weil sich Menschen nicht trauen darüber zu sprechen und deshalb bedingt sich glaube ich die Urwunde der Scham wiederum mit der Angst.
00:05:10: Warum?
00:05:11: Angst ist immer das Ergebnis einer Bewertung.
00:05:13: Also das heißt, wenn ich... Ich habe so einen Vortrag über Angst.
00:05:16: Wenn ich mit dem unterwegs bin, sage ich immer, jetzt können wir ein paar Freiwillige rausholen, stellen mir vorne ein paar Stühle auf und dann sitzen da fünf Leute und dann kram ich mal in meiner Hosentasche, schau was da drin ist.
00:05:27: Da haben wir Schlüsselbund, Handy und eine Vogelspinne.
00:05:31: So, ah stimmt ja nichts nur gespielt!
00:05:33: Und dann würde ich jetzt mit der Vogelspinde zu den fünf Leuten gehen und die denen zeigen Eine Vogelspinde, eine Bedrohung.
00:05:41: Fünf Menschen, fünf Reaktionen von Ui, wie süß darf ich mal streicheln?
00:05:46: Furchtbar oder schreiend aus dem Saal rauslaufen?
00:05:49: Streich!
00:05:50: Ich weiß es nicht so.
00:05:51: Aber ich weiss was du meinst.
00:05:54: ja... Es ist die Ein- und dieselbe Vogelspinne Die ein und dieselben Bedrohrungen bleibt.
00:05:59: aber fünf Leute reagieren unterschiedlich.
00:06:01: Also Angst ist das Ergebnis einer Bewertung.
00:06:04: also ich bewehr ich schau mir etwas an Und dann muss mein Gehirn ganz schnell sagen, A ist das eine Bedrohung.
00:06:12: B wie gehe ich da am besten damit um?
00:06:14: Greif' ich an, hau' ich ab oder was mache ich so.
00:06:17: Das sind wir auch bei der Erfahrung.
00:06:21: Wenn die Erfahrung sagt mir nicht stark genug oder kann ich mich mit dem Anliegen...
00:06:24: So, bin
00:06:25: ich dem gewachsen.
00:06:26: Ja
00:06:26: oder was ich mal erlebt habe?
00:06:28: Genau, genau!
00:06:29: Das ist ja...in mir steckt da drin zu sein, vielleicht hab' ich mal die Erfahrung gemacht, hab schon meine Vogelspinde gesteigelt, sag ich den Bruder kenne ich das bestimmt auch ganz nett.
00:06:39: und dann machen wir hier geschwistert zusammen Führung aller Vogelspinnen und es ist Ergebnis eine Bewertung und von dem hängt die Scham glaube ich ganz viel mit der Angst zusammen weil wenn etwas ans Licht kommt dann verliert es ja manchmal auch die Kraft der undefinierbarkeit.
00:07:01: Und das sind wir eigentlich auch bei dem, was im neuen Testament auf drin steht, dass man sich gegenseitig die Sünden bekennen soll.
00:07:09: Das ist eigentlich kein Niederwerfen sondern eine Behöhung fast.
00:07:13: Lutter war ein großer Fan der Ohrenbeichte, wir haben bei uns zu Hause, du hast ja katholische Wurzeln und ich habe evangelische Wursteln und komme aus Mühldorf am Inn da waren wir ganz in der Unterzahl.
00:07:25: und dann wurden wir mal gefragt was unterscheidet eigentlich die Evangelischen von den Katholischen?
00:07:29: Und dann haben wir immer gesagt, wir müssen nicht zum Beichten!
00:07:38: Luther war ein großer Fan der Ornbeuchte, weil er glaube ich schon in dem Moment erkannt hat oder in dem Wissen um die Beichte erkannt hatte was sie für einen hohen therapeutischen Grater.
00:07:47: Also wenn etwas ans Licht darf, wenn was ausgesprochen ist, wenn das nicht in mir rumwabern muss und oft sind wir ja mit dem wo wir... Wenn wir schon bei den Worten der Sünde sind, herrde!
00:08:01: Die Bibel nennt Sünde die Zielverfehlung.
00:08:03: also wir sind nicht dort wo wir sein sollten Wir erreichen nicht den Ort, wo wir hinkören.
00:08:09: Und die Urwunde der Angst habe ich ja in dem Buch Jesus Der Liebevolle Therapeut mit dem Jonah verknüpft.
00:08:16: Der Joner kriegt einen klaren Auftrag, macht das, geht das?
00:08:21: Du kriegst eine Aufgabe und er möchte diese Aufgabe aus verschiedenen Gründen nicht wahrnehmen.
00:08:26: Deswegen haut er ab!
00:08:27: Geht aufs Schiff und versucht, fliege ich bis ans äußerste Meer.
00:08:31: Das passt eigentlich ganz gut zu Jona-Geschichte.
00:08:33: Der versucht bis ans Äußereste mehr zu fliehen.
00:08:35: wahrscheinlich in seinem Weltbild noch dass er es schafft.
00:08:38: vielleicht bist du berannt.
00:08:40: Lieber falle ich hinten runter!
00:08:44: Und der versucht so weit wie's geht weg zu Hause.
00:08:49: Und dann wird er ja von Bord geschmissen auf einen Wunsch hin, weil er sagt, ich glaube, ich habe diesen großen Sturm ausgelöst.
00:08:55: Sondern jetzt kommt die große Angst aus was passiert da?
00:08:58: und ich glaube dieses Moment auszuhalten... Ich habe Angst als Ergebnis einer Bedrohung, dass ich nicht dem gerecht werde wo ich eigentlich hingehöre.
00:09:14: Wenn das Ergebnis eine Bewertung ist Sagt es ja wiederum was über meine Identität aus.
00:09:23: Und dann steckt er ganz tief in der Urwunde der Angst, gleichzeitig auch das Wissen.
00:09:28: ich bin's net wert!
00:09:29: Ich bin zu klein... kann nicht dagegen anstinken.. Bin ich stark genug?
00:09:36: und vielleicht wurde in vielen von uns die die urwundete angst auch durch solche setze angetriggert?
00:09:42: Von Menschen die gesagt haben ne es kannst du hätte es eine andere Schulbildung gebraucht, bist du noch zu klein.
00:09:49: Du als Frau darfst das nicht oder was er hier immer so, was jeder so an Sätze mit sich rumträgt, dass man sagt alle aber du
00:09:55: nicht.".
00:09:57: Also ist Angst glaube ich die Urwunde der Angst auch ein ... oder das Ergebnis der Urwune der Angst und der Auswirkung.
00:10:04: der Urbundete Angst ist immer auch ein Minderwertigkeitsgefühl.
00:10:09: Ich bin es nicht wert, ich kann das nicht.
00:10:10: Ich schaffe's nicht solche
00:10:11: Dinge.".
00:10:13: Und wie viele Sätze?
00:10:14: wir landen wieder bei den beiden Stühlen auf dem wir sitzen?
00:10:17: Wie viele Sätzen sind hier zwischen den Stüheln schon gefallen, wo mehr Menschen genau von diesem Wissen erzählen und glaubhaft erzählen?
00:10:25: Es ist ja nicht so dass Leute in der Distanzierung kommen und sagen jetzt stellen sie sich mal vor da war ich so und so alt, da hat jemand das über mich gesagt.
00:10:35: Habe ich mir als Kind gedacht, das stimmt doch gar nicht!
00:10:37: dann die Leute kommen und erzählen ganz glaubhaft diese Sätze.
00:10:44: Wenn wir schon bei der Schulzeit sind, ich hatte eine interessante Lehrerin, die halt so war wie sie war... Und jetzt auszuführen.
00:10:57: Also was Schulnoten betrifft, da habe ich mathematisch immer ganz hochgepokert.
00:11:00: Aber das war nicht immer das Beste hier.
00:11:01: Ich dachte mir, je höher die Zahlen sind, desto besser... Rechnung ist nie aufgegangen.
00:11:05: Erst
00:11:07: im Nein.
00:11:08: Und dann kam wir ... Das Lustige ist ja, wenn ich mal schaue, welche Noten ich in Deutsch hatte, in Religion und so, dann hätte ich all das, was ich hier mache, nicht Musik.
00:11:19: Hätte ich alles beruflich völlig verfüllen.
00:11:22: einen falschen Weg eingeschlagen.
00:11:24: Und dann gab es eine Note zurück, ich glaube irgendeine Deutschgeschichte keine Ahnung und ich hatte da irgendwie eher das geschrieben was ich für gut fand und sie nicht so.
00:11:38: und dann teilt sich das aus.
00:11:40: und dann hat sie vor der ganzen Klasse gesagt, ich habe glaube ich irgendwie um vier fünf irgendwas bekommen, teilt sie es von der ganzen klasse aus und sagt Andi mit dir würde ich gern mal ein Intelligenz-Test machen.
00:11:50: Na ja, aber wie du reagierst.
00:11:52: Für mich war das die Aussage, Andy wäre doch schön, wenn wir es mal schriftlich hätten, wie doof du bist?
00:11:57: Ja eben!
00:11:57: Also deswegen...
00:11:59: Man kann's aber ganz anders hören.
00:12:02: Stimmt.
00:12:04: Aber eigentlich ist noch... Wenn sie meint, wir brauchen uns schriftliche, dass du doof bist, hätte er die fünf gereicht.
00:12:15: und ich hatte da tatsächlich Meines Erachtens intelligente Sachen geschrieben, aber die waren halt nicht gefragt.
00:12:23: Also eigentlich... also zumindest könnte man sich die Frage stellen.
00:12:27: Ich habe sie nie fragen können.
00:12:28: Ich weiß gar nicht ob die noch lebt oder so.
00:12:31: Aber eigentlich hätte man sie fragen können, kann es auch sein dass Sie's anders gemeint haben als ich das verstanden hab?
00:12:37: Und das ist aber ganz lang an mir dran geklebt.
00:12:40: Du bist
00:12:41: doch ein bisschen doof.
00:12:43: Ich habe da immer ein bisschen daran gezweifelt, dass ich doof bin aber so einen Satz bleibt ja kleben.
00:12:49: Vor allem in so einer Situation?
00:12:51: Ja natürlich von der ganzen Klasse noch dazu.
00:12:54: Und von der Lehrerin.
00:12:55: also ist es eigentlich logisch das man in diese Richtung tendiert und konrotiert.
00:13:00: Wenn Angst des Ergebnis eine Bewertung ist ja das Spannende zu sagen was ist dann eigentlich die Angst?
00:13:05: Die Angst ist ja eine gute Freundin eigentlich.
00:13:07: Und zu dieser guten Freundin, wie jede Emotion, zu der Jesus einlädt.
00:13:12: Kontakt aufzunehmen eigentlich zu sagen heißt es ja nicht oder wäre sehr einfach jetzt oder billig wenn's heißen würde muss doch keine Angst haben.
00:13:23: So wird das ja manchmal auch interpretiert.
00:13:24: Es gibt dann die Geschichte Jesu schläft im Boot und auch da ist immer die Frage Wie kriegt man Geschichten erzählt?
00:13:34: Von Jesus im Boot, der ist bei mir zumindest immer so angekommen.
00:13:37: Vielleicht habe ich auch nicht gut zugehört?
00:13:39: Aber wer mir ist immer so angekommen wie... ...Jesus schläft im Boot!
00:13:43: Das Boot geht fast unter weil es ein großer Sturm ist.
00:13:46: Jesus ist ein bisschen unbeteiligt und gelangweilt so.
00:13:48: Und irgendwann wacht er auf.
00:13:49: alle schreien und sagen um Gottes Willen rette uns das Boot geht unter.
00:13:53: Und Jesus sagt ihr seid ja ganz schön blöd dass ihr so viel Angst habt.
00:13:57: also so kam das vom Gefühl bei
00:13:59: dir.
00:13:59: Zumindest kann man so konotieren.
00:14:02: Jesus stellt das Thema Angst aber in einen ganz anderen Kontext.
00:14:07: Also, gehen wir mal an eine andere Stelle wo Jesus sagt In der Welt habt ihr Angst?
00:14:12: Aber seid getrost ich habe diese Welt überwunden.
00:14:16: In der Bootsgeschichte sagte was habt ihr denn solche Angst?
00:14:21: Ich liebe im therapeutischen Kontext im Gespräch da gibt es verschiedene schöne Methoden mit Angst umzugehen.
00:14:25: Eine Methode ist die Methode des Katastrophisierens.
00:14:29: also jemand erzählt dir deine Angst Und dann sagst du immer, ja und dann passiert das.
00:14:37: Ja und nicht um den anderen zu brüskieren und zu sagen wie dumm der Angst ist sondern festzustellen die Angst ist groß.
00:14:45: und manchmal landen wir da eigentlich bei einer existenziellen Angst.
00:14:49: auf der einen Seite Landen wir beim Katastrophisieren an dem Punkt zu sagen aber du lebst noch
00:14:56: So schlimm war es dann doch nicht, in dem Sinne.
00:14:58: Das
00:14:59: ist jetzt der Moment wenn Jesus sagt was habt ihr denn so große Angst?
00:15:02: Was vor was fürchtet?
00:15:04: Für was lohnt sich's den Angst zu haben?
00:15:07: und vielleicht schwingt da schon der leidensfähige, leidenzwillige, Leidensbereite, leidentschaftliche liebevolle Therapeute Jesus mit Der weiß das was hier passiert, der Umgang den er mit Menschen geht.
00:15:22: Der wird ein Gipfelerlebnis haben, das sehr viel kosten wird.
00:15:29: Und vielleicht ist es für ihn auch ein ... weiß ich nicht, könnte nur Interpretation von mir sein aber vielleicht auch einen Vorbereitungsprozess den er selber in der Eigentherapie durchmacht.
00:15:41: Manchmal ist es ja so man ist mit jemand anders im Gespräch und mitten im thematischen Auseinandersetzen, mitten dem Gespräch muss man selber neu überlegen welche Antwort möchte ich denn geben auf das Thema?
00:15:53: Und vielleicht ist das der eigene Moment, in dem Jesus sagt.
00:15:56: Stimmt vor was lohnt sich es denn eigentlich Angst zu haben?
00:16:00: Viktor Frankl wurde mal gefragt Haben Sie Angst vor dem Sterben?
00:16:02: Dann sagte er ich habe viel mehr Angst nicht gelebt.
00:16:05: Wenn ich nicht gelebte sozusagen mein Leben nicht gelebn hätte.
00:16:08: Das macht mir mehr Angst als die Angst von dem sterben.
00:16:12: und Vielleicht ist dass den moment wenn jesus sagt Was macht euch denn so große angst?
00:16:19: Vielleicht die frage vor was lohn sich sind wirklich angst zu haben?
00:16:22: und ich glaube Ich habe viele Menschen in den Gesprächen erlebt, die mir ihre Schuld erzählt haben und gleichzeitig mit ihrer Schuld, die in der Verbindung von der Angst gesprochen haben, die sie vor anderen Menschen haben.
00:16:38: Vor allem aber auch vor Gott haben mit dieser Schuld.
00:16:45: Nicht um das Weich zu spülen.
00:16:47: Das meine ich nicht, der Mensch muss lernen Verantwortung zu übernehmen.
00:16:50: Der Mensch muss lernen dass er Dinge tut und er muss lernen dass Dinge auch nicht gut sind, die er tut.
00:16:54: und der muss lernen dann auch an einer Reue-und Wiedergutmachung zu arbeiten.
00:17:00: Das glaube ich, das mein ich nicht billig.
00:17:02: Aber ich glaube wenn wir die Botschaft unseres christlichen Glaubens auf eine Moral reduzieren schießen wir um Lichtjahre an dem vorbei, was Jesus den Menschen damals mitgeben möchte und heute noch schenken möchte.
00:17:17: Das ist der Ruf ins Leben!
00:17:19: Das ist das Ruf mit dem Leben eine Antwort zu geben.
00:17:21: Das is nicht der Rauf dazu alles richtigzumachen.
00:17:24: Wenn du jetzt nicht so viel Alkohol trinkst und rauchen aufhörst dann bist ein guter Christ.
00:17:28: Nein am Ende unseres Lebens wirds nicht darum gehen, was wir an schlechten Nichtgemacht haben, sondern es wird auch darum gehen.
00:17:37: Und ich glaube ganz ehrlich, wenn wir unsere zeitliche Begrenzzeit des Lebens am Ende unseres Lebens spüren werden erleben werden existenziell begreifen werden dann wird es mindestens ein ähnliches Heulen und Zähneklappern geben über die Dinge, die wir nicht getan haben.
00:17:53: Ja und vielleicht ist das der Moment, wenn Jesus da aufwacht im Boot und sagt mein Gott vor was habt ihr Angst?
00:18:00: Es gibt Dinge von denen man existenzieller Angst haben kann nämlich dann Jemand hat mal gesagt, mit Sorgen ist es wie mit Nudeln.
00:18:09: Man macht sich meistens zu viel und ich denke mir Jesus liegt so drin im Boot und denkt sie wisst ihr eigentlich was Leben ist?
00:18:18: Leben ist doch mehr als nur jetzt eine gerade existenzielle Bedrohung bei einem schaukelnden Schiff Nicht gelebtes Leben, das ist eine viel größere Bedrohung.
00:18:27: Sich nicht mit seinem Leben hinzugeben, es ist eine sehr größere Bedeutung sich nicht bereit zu sein die Händeschmutzig zu machen Zu meinen maglosen Hochpoliert ins Grab zu fallen davor hätte ich Angst.
00:18:41: Sehr sehr sehr tief und gut und wichtig natürlich.
00:18:46: Es gibt dieses Bild wenn man tatsächlich übergeht sozusagen also wenn man stirbt Und das ganze Leben ist vor einem.
00:18:55: Man weiß es ja nicht im Sinn, aber das ganze Leben und zwar das ganze leben ist plötzlich da mit allem was man auch nicht getan hat.
00:19:03: Was du vorhin gesagt hast, was man unterlassen hat und der Schmerz, der dadurch entstanden ist war man nichts getan hat.
00:19:08: wenn man das alles plötzlich brachial bekommt.
00:19:11: Was heißt das dann letztendlich?
00:19:13: Und wenn man da wieder rausgeht und sagt okay mit der Angst zum Beispiel geht mir genauso ok.
00:19:19: ich bin jetzt zum beispiel angenommen chef sagt zu mir komm jetzt mal kommen wir rein zu mir.
00:19:24: Dann kann ich sagen, okay.
00:19:25: Ja hier bin ich und was soll passieren?
00:19:27: Was soll schon passieren!
00:19:29: Was soll
00:19:30: passieren?!
00:19:31: Wenn man sich diese Frage stellt... Ich glaube dann wird es immer leichter weil man sagt ja und wie du sagst das Katastrophisieren wie's heißt glaub' ich ne dass ich sage ok und dann und dann ja und dann
00:19:45: Und irgendwann kommt beim und dann auch die große Angst vor Gott.
00:19:48: natürlich also nicht nur die existenzielle Bedrohung dass ich nichts zu essen habe ist die spannende Frage.
00:19:56: und dann, jemand hat mal gesagt am Ende der Frage nach Gott steht keine Antwort sondern eine Umarmung.
00:20:03: Ich hatte neulich im Gespräch eine Frau die ganz seit vielen Jahren damit kämpft weil sie sagt also die hat ganz viel Schlimmes erlebt.
00:20:11: so und sie sagt Sie hat sich immer nur um sich gedreht.
00:20:14: Sie hat immer nur zu überleben gekämpft.
00:20:16: Sie hätte gerne anderen was geschenkt aber es hat soviel Kraft gekostet zu über leben hierzu bleiben nicht freiwillig vorzeitig aus diesem Leben zu scheiden.
00:20:24: und, dann sagt sie sich jetzt so Angst wenn Sie mal Gott gegenüber tritt am Ende Ihres Lebens dass er sagt ja was hast du schon getan in diesem Leben?
00:20:37: Und dann habe ich diesen Satz gesagt.
00:20:39: Dann hab' ich gesagt wie ist es denn wenn Sie sich mal vorstellen das ist jetzt der Moment die gehen aus dieser Welt raus Und wenn sie mal alle Worte weglassen, was hast du getan?
00:20:50: Was hast du gemacht?
00:20:51: Wir hatten zu Hause eine Schallplatte.
00:20:55: Ganz komische Schallplatte.
00:20:56: Ich weiß nicht, ob die nachher nie mehr gehört oder nie mehr gefunden sind.
00:20:58: Sonst hätte ich sie wahrscheinlich auf den Restmüll gebracht.
00:21:01: Da wurden auf zwei Schallblattenseiten im Sinne eines hohen Gerichtes ein Mensch am jüngsten Tag nur fertiggemacht.
00:21:10: Ah und siebzen Uhr hast Du das gemacht und dann so und so viel.
00:21:12: da hast Du dem belogende... Das ist unsere Vorstellung der Gottesbegegnung.
00:21:16: Ich glaube, wenn du sagst, da zieht unser Leben an uns vorbei!
00:21:28: und feststellen, was wir nicht getan haben in dieser Welt.
00:21:31: Wie viel Zeit wir vergeudet haben?
00:21:32: Wie viele Liebe wir nicht gegeben haben?
00:21:34: wieviele Licht dir nicht angezündet haben!
00:21:35: wieviel Dunkelheit wir akzeptiert haben und nicht dagegen aufgestanden
00:21:39: sind?!
00:21:39: wieviele... Wir nicht mit unserem Leben Antwort gegeben haben.
00:21:42: Und die Liste ist lang und ich glaube sehr an einen Hohlen- und Zähneklapper noch nicht.
00:21:46: Ich glaube an einen ganz scharfen Richter und dieser ganz schafe Richter werden wir selber sein.
00:21:50: Du
00:21:50: wolltest gerade sagen ja dass wir selbst in uns ins Gericht gehen.
00:21:53: können wir uns dann vergeben.
00:21:54: Ja
00:21:54: und dann glaub' ich an den Richtern der von sich selbst gesagt hat, ich bin in diese Welt gekommen nicht umhin zu richten sondern um aufzurichten.
00:22:03: Und dann habe ich das hab' ich der Frau erzählen und ich sag' verstanden Sie sich mal vor sie machen mal die Augen zu und haben mir so ein Bild gemalt wenn beide die Augen zugab'.
00:22:11: ich sag', stellen Sie sich einmal vor!
00:22:12: Sie kommen jetzt hier am Ende ihres Lebens und da steht Jesus und er macht keine langen Sätze gar nicht sondern nimmt sie einfach nur in die Arme Und dann hat sie angefangen zu weinen.
00:22:25: Dann habe ich gesagt, wie fühlt sich das an?
00:22:27: Da sagt sie, ich finde nur ein Wort und das heißt Zuhause.
00:22:29: Ich glaube, das ist der Moment!
00:22:35: Wir machen glaube ich viel zu viele Worte um unsere Ohnmacht herum weil wir nach Antworten suchen, wie man es richtig macht in dieser Welt.
00:22:45: Das macht uns Angst.
00:22:46: Weil wir natürlich wieder tun wollen.
00:22:48: Wir wollen wieder Leistung bringen und nicht sein, in ihm sein und mit ihm gehen.
00:22:54: Und dann ist die Frage.
00:22:56: Dann brauchen wir jetzt, weil wir kommen zum Ende dieser Folge natürlich auch noch und da gehen wir zurück zur Urwunde der Angst zu Jona zu lesen im Alten Testament Jona eins und zwei.
00:23:08: und jetzt die Gedanken von Andy Weiß zu diesem Bereich
00:23:14: Das Schiff schwankt Der Wind schreit Die Wellen schlagen über ihn hinweg.
00:23:18: Jona läuft davon nicht vor einem Ort sondern vor einer Aufgabe, die ihm das Leben stellt.
00:23:26: Er weiß es ist zu groß, zu unsicher, zu viel.
00:23:29: er kauert sich in den Bauch des Schiffes, schläft sich klein als könne er das rufen überhören.
00:23:36: doch der Sturm wird stärker Die Situation eskaliert und irgendwann zeigt alles auf ihn.
00:23:43: Jonah bekennt meinetwegen ist dieser Sturm?
00:23:47: Vielleicht kennst du das wenn dich etwas ruft?
00:23:50: Wenn dich jemand ruft aber Wenn du dich nicht traust, wenn du spürst dass eine Entscheidung ansteht ein neuer Weg einen ehrlicher Schritt und plötzlich wird alles unklar.
00:24:00: Der Boden schwankt die Gedanken rasen Du willst nur das es aufhört Und du suchst nach Sicherheit.
00:24:08: Doch Sicherheit lässt sie sich nicht festhalten Sie lässt sich nur empfinden.
00:24:13: Das ist das Gemeine an der Angst.
00:24:15: Sie gaugelt dir vor Du sagst nicht sicher Obwohl du es doch vielleicht schon längst bist.
00:24:22: Jona wird von Bord geworfen.
00:24:24: Er singt immer tiefer und tiefer, dunkler weiter weg vom Alm.
00:24:28: doch im Innersten der Tiefe ist nicht das Ende sondern ein neuer Anfang dort im Bauch des Fisches.
00:24:35: da betet er Nicht fromm!
00:24:37: Nicht laut aber ehrlich Und er wird gehört nicht erlöst Aber getragen.
00:24:45: Vielleicht liegt genau darin eine heilsame Spur, dass du nicht warten musst bis alle Ängste verschwunden sind.
00:24:53: Sondern dass du mittendrin damit leben darfst!
00:24:55: Dass du atmen darfst – auch wenn es eng ist.
00:24:59: Dass du glauben darfst, auch wenn du zweifelst und dass du gehoben bist — auch in dunklen Gewässern.
00:25:06: Vielleicht ist das der erste Schritt aus der Angst zu wissen, dass Du nicht allein bist … Und dass Du nichts untergehst… Nicht heute.
00:25:19: Auch das war eine tiefe Folge heute von Jesus der Liebetvolle Therapeut, dass die zweite Staffel und es war Folge acht.
00:25:27: Ich bin nicht sicher die Urwunde der Angst.
00:25:30: Jona Die Geschichte aus Jona eins und zwei mit an Device
00:25:34: und Stefan Schwabenwedder.
00:25:35: Oh, das war wirklich eine tiefe Reise.
00:25:37: jetzt wieder.
00:25:37: Und Staffel zwei heißt es müsste eigentlich ne Staffel drei irgendwann geben oder?
00:25:41: Es ist so schön mit dir Stefan!
00:25:42: Es wäre schade wenn die Reise schon zu Ende lern.
00:25:45: Ja aber falls ihr's nicht erwarten könnt dann geht doch mal drauf auf die Homepage.
00:25:49: der liebevolle Therapeut Jesus der Liebeteller.
00:25:52: also so viel Zeit muss sein wie heißt sie?
00:25:54: Jesus bindet sich der liebe volle Therapeut Guck mal vorbei.
00:25:56: wir haben ganz verschiedene Materialien Wir haben ganz viele besondere Aktionen die wir gerade starten und in nächsten Wochen Monaten noch kommen werden.
00:26:04: da können einen breiten großen Kofferanbieten von verschiedenen Möglichkeiten diesem Jesus auf ganz neue Art und Weise mit allen Sinnen zu begegnen.
00:26:12: Und wenn ihr die Reise fortführen wollt, dann holt euch auch das Buch!
00:26:16: Jesus der liebevolle Therapeut, dann seid ihr weiter als wir.
00:26:20: Bis zur nächsten Staffel.
00:26:21: macht es gut.
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