Heilsame Impulse, die berühren, befreien und verwandeln
00:00:03: Herzlich willkommen wieder bei Jesus, der liebevolle Therapeut.
00:00:08: Ein Podcast mit Andi Weiß
00:00:10: und Stefan Schwabmeier!
00:00:11: Und wir sind in der dritten Staffel heute Folge zwei.
00:00:14: letztes mal harten wir schon den Schmerz und zwar innerhalb dieser acht Folgen die du genannt hast Die Acht Leiden des Menschen.
00:00:23: Schmerzen haben wir letzte Woche beobachtet.
00:00:26: deswegen einfach nachhören falls ihr das nicht gehört habt.
00:00:29: Wir kommen nämlich heute Ich finde sogar zu einem fast tieferen Schmerz, wenn man das so nennen kann.
00:00:37: Verlust!
00:00:39: Das kann schon tief gehen.
00:00:40: Wenn etwas fehlt, dass einmal da war... Was ist das eigentlich?
00:00:45: Also wenn du jetzt als Logo-Therapeut rangehst, was ist denn
00:00:49: Verlusst?
00:00:51: Eine sehr gute Frage, zwar dahingehend weil es ja schon mal sagt wir reden hier nicht nur einfach ich verliere einen Menschen.
00:01:01: Also, wenn wir an Verlust denken oder da stirbt jemand aus der Familie Elternteil oder Partner.
00:01:08: Und ich glaube das ist ganz wichtig, dass nochmal zu sehen es geht grundsätzlich darum Ich kann so viel verlieren!
00:01:19: Ich kann eine Regelmäßigkeit verlieren, indem ich meinen Job verliere.
00:01:25: Ich kann Existenz verlieren und so weiter und sofort... Geht gar nicht immer nur darum, ich verliere einen Menschen und obendrein.
00:01:33: Ich finde die Frage in der Trauerarbeit so wichtig wenn ich den Menschen verlière.
00:01:38: Nicht nur zu fragen wen habe ich denn da verloren sondern was hab' ich mit dem da verloren?
00:01:43: Und plötzlich geht's gar nicht nur um diesen Menschen.
00:01:45: Um den geht es natürlich ganz existenziell.
00:01:47: aber ich verlier ja etwas.
00:01:51: Ich verliere eine Regelmäßigkeit.
00:01:53: Ich verliehe Rituale, ich verlihere Alltag und Sicherheit, Anbindung, Kommunikation oder die Liste ist lang, was ich damit verlière.
00:02:01: Die Frage ist nicht nur wen habe ich verloren als Person?
00:02:05: Was habe ich mit dem in dem Moment verloren?
00:02:08: Wenn du sagst, das ist die logotherapeutische Frage bei Verlust, dann stellt meine Existenz in Frage.
00:02:15: Warum?
00:02:16: Weil Regelmäßigkeit, Kommunikation und das gibt mir alles Sicherheit.
00:02:20: Er schafft ja meine Identität.
00:02:23: Also wenn ich einen Menschen habe den ich lieben kann dann definiere ich auch meine Persönlichkeit damit.
00:02:29: warum?
00:02:31: Das was ich schaffe wenig Liebe, das definiert ja meine Persönlichkeit.
00:02:36: und wenn ich meine Persöhnlichkeit definieren kann dann landen wir sehr bei dem Philosophen Heidecker.
00:02:41: Dann ist es der Moment dass sich aus dem er nennt den Menschen in die Welt geworfenen der die Chance hat zum Entwurf zu werden.
00:02:50: so wenn ich also entdecke dass ich einen menschen habe den ich lieben kann Da mache ich aus diesem in die Welt geworfenen Dasein, das mir als Mensch Angst macht.
00:02:59: Mache ich einen Entwurf, dass ich entdecke etwas was ich zu geben habe wenig zu lieben habe mit wem ich Leben teile und alltagteil.
00:03:08: Und wenn das wegbricht, ob es jetzt der Beruf ist oder ob das Mensch ist, ob das Haustier ist oder wie auch immer dann bricht etwas von mir weg.
00:03:16: Der Hund dem ich Liebe schenken kann.
00:03:19: Ich bin kein Hundebesitzer und mag da gar nicht ausführlich werden um mich mit Hunde Besitzern anzulegen aber oft habe ich schon erlebt dass erst vor ein paar Tagen in einem Gespräch selber jemanden ein Partner verloren und die Nachbarin hat ihr Haustier verloren fast zeitgleich.
00:03:39: Und dann sagt sie so voller Wut, dass die Nachbarn zu ihr gesagt haben ich kann nicht verstehen wie es dir mit deinem Mann geht.
00:03:45: bei uns ist der Bello oder wieder hieß ja auch gestorben.
00:03:48: ich kann das nachvollziehen.
00:03:49: und die war so wütend weil sie gesagt haben also hier geht's um
00:03:54: mein Mann
00:03:54: ist kein Hund.
00:03:56: Und trotzdem, da ist ein Verlust da.
00:03:58: Da geht etwas.
00:03:59: und die Nachbarin, die konnte diesem Hund Liebe schenken, hat sie damit auch Persönlichkeit definiert.
00:04:07: Existenz definiert, Dasein definiert!
00:04:09: Also sie hat festgestellt ach ich kann was geben, ich kann diesen Hund streicheln oder diesen Hund lieben.
00:04:13: Ich kann diesen Hund versorgen so... und wenn der jetzt aber stirbt dann bricht meine Möglichkeit mit meinem Leben eine Antwort zu geben weg.
00:04:22: Also nicht nur die Frage,
00:04:23: wen
00:04:23: habe ich verloren?
00:04:24: Sondern was hab' ich mit dem
00:04:25: verloren?".
00:04:26: Das heißt im Endeffekt weil man könnte ja auch sagen Verlust erzeugt Leiden im Leben.
00:04:32: also wenn ich dann am besten nichts habe Dann leide ich auch nicht.
00:04:36: aber das ist ein Quatsch weil ich möchte mich auch ausdrücken
00:04:39: Kann ich nix verlieren.
00:04:40: das ist eigentlich ne gute.
00:04:42: Aber es ist ja nihilismus letztendlich
00:04:45: absolut.
00:04:45: Da kann man ja auch nicht in diese Richtung gehen.
00:04:47: Oder ich gehe ins Kloster, dann habe ich nichts zu verlieren oder so.
00:04:52: Also keine Habseligkeiten.
00:04:55: Aber du warst eben... also wir verlieren etwas im Leben und dann geht es da hinein in eine Trauerarbeit.
00:05:01: letztendlich?
00:05:02: Was ist dann Trauer?
00:05:05: Das Spannende ist ja ... In der letzten Folge von meinen zwei Freunden erzählt, die mich schon über viele Jahrzehnte begleiten.
00:05:13: Der eine heißt Viktor, der andere heißt Dietrich Bonnöver und Viktor Frankl.
00:05:18: Und Dietrich Bondöfer sagt mal was ganz Interessantes.
00:05:21: Er sagt wenn wir jemand oder etwas verlieren dann hinterlässt dieses Etwas oder dieser Jemand eine Lücke in unserem Leben.
00:05:30: Jetzt hätten wir den großen Wunsch das Gott kommt und diese Lücke auffüllt.
00:05:35: Dann sagt Bonnöffer das macht Gott nicht!
00:05:37: sondern Gott lässt diese Lücke offen und hält diesen Schmerz offen.
00:05:41: Warum?
00:05:42: Die Trauer ist ja auch, wie jede Emotion eigentlich eine Helferin.
00:05:47: Was will die Trauer?
00:05:48: Also wenn wir jetzt schon beim Thema Hund sind also ein lieb gewonnenes Haustier oder beim Ehemann um jetzt gleich auf der gleichen Wertigkeit zu bleiben so dann ist da einen Verlust da den ich ja erst mal erlebe Wenn ich über vierzig Jahre meine Arbeit gehe und einen Chef hab, der immer ungarstig zu mir ist.
00:06:08: Mir immer sagt das ich es nicht drauf habe.
00:06:10: Immer sagt dass ich zu wenig arbeite, immer sagt, dass ich blöd bin und nix kann.
00:06:14: und wie auch immer... Ich vermute da wird die Trauerphase ein bisschen kürzer sein als bei einem geliebten Menschen.
00:06:20: also was will uns die Trauers sagen?
00:06:22: Die Trauer sagt schau mal, da is jemand und du hast wunderschöne Zeit mit ihm verbracht Du durftest dich verschenken, du wurdest beschenkt Da war Bindung eine Verbindung zwischen euch beiden.
00:06:36: Das sind Erlebnisse, in der Trauerarbeit arbeitet man viel damit, dass man sagt auch mal zu einem Schatzkästchen und in dem Schatzkästchen habe ich vielleicht Erlehnisse drin.
00:06:45: da denke ich an gemeinsame Urlaube oder an gemeinsamen Jubeltage oder wie auch immer vielleicht auch an gemeinsames Schmerztage die wir hatten.
00:06:51: so und ich schaue die an und entdecke ja wir landen wieder was mir da fehlt weil der Mensch fehlt was da gegangen ist.
00:07:01: Also die Trauer ist eine Freundin, die er mich eigentlich nur daran erinnert.
00:07:06: Ich muss ja was Schönes erlebt haben, sonst könnte ich nicht trauern.
00:07:09: Das muss...ich muss ihr geliebt haben, sonst würde mir der Mensch nicht fehlen.
00:07:13: Der muss eine schöne Bedeutung gehabt haben, Sonst wäre ich nicht Traurig dass der nicht mehr da ist.
00:07:18: und von dem her ist die die Trauhr die Einladung und ich glaube das ist ganz ganz wichtig an den Punkt zu kommen dass Jesus ein Mensch war, der die Fähigkeit hat.
00:07:30: Also der wahrer Mensch, wahrer Gott reden wir also er hatte den.
00:07:35: deswegen ist auch da auch die Fährigkeit zum liebevollen Therapeuten weil die Empathie glaube ich da ist ja der kürzeste Satz in der Bibel heißt jesus weint Schauen wir schauen mal die Geschichte von von Lazarus an Und das ist ein ganz besonderer Moment.
00:07:52: Ganz wichtig in solche Geschichten reinzugehen, weil da erst eine Trauer stattfindet – die Psalmen!
00:08:00: Wie
00:08:00: viele Trauerpsalmen gibt es?
00:08:05: Irgendwann kommt später der Moment im Psalm, dass der Psalme dich da sagt….
00:08:10: In all dem Schmerz schaue ich mal... Da hinten hast du mich allein gelassen, weil du da hinten bei mir warst.
00:08:15: Glaub ich auch, dass du heute bei mir wirst?
00:08:17: Glaube ich auch das zum Morgen bei mir.
00:08:18: Aber bevor dieser Weg entsteht ist der Punkt da, dass Salm dich da trauert.
00:08:23: Der Wein drüber.
00:08:23: Der Weintweiler schuldig geworden ist.
00:08:25: Der weintweiller krank ist und verfolgt wird.
00:08:28: Irgendwie beklagt es.
00:08:30: Und das Schöne ist.
00:08:31: er darf das.
00:08:34: Er darf trauern.
00:08:36: Trauer... Also weil du vorhin gesagt hast, man entdeckt ja im Trauen eigentlich wie ... was man verloren hat, aber wie schön das auch gewesen ist.
00:08:45: Aber ich muss es loslassen.
00:08:47: Also in der Trauer lasse ich es dann langsam los?
00:08:51: Ich liebe die Trauer bei dem Begriff des Abtrauerns.
00:08:57: Die Trauer ist ja ein großer Schmerz und das ist ja so dass Menschen, die trauern das nicht erzählen, die sagen ach, das fühlt sich jetzt so in der Emotions-Ebene nicht zu schön an dieser Schmerze sondern die sprechen ja... von einem Schmerz, der so groß ist, dass er körperlich auch wird.
00:09:14: Also das tut körperliche Weh, dass mir da etwas genommen wurde.
00:09:20: Ein Stück meines Herzens wurde mir genommen.
00:09:23: Gibt es so den Gedanken, dass jetzt jemand zu sagt?
00:09:25: Also als hätte man mir körperliches Gebrochenes Herz.
00:09:33: Und ich glaube, das Spannende ist die Dimension der Trauer ernst zu nehmen und zu sehen, wie nah die auch mit einer körperlichen Schmerz verbunden ist.
00:09:54: Wir wissen, dass es eine gewisse Zeit gibt in der man nicht trauern kann gerade wenn Trauerfall groß ist.
00:10:01: Dann kommt der Moment.
00:10:02: da ist es aber wichtig sich mit einer Trauer auseinanderzusetzen weil wenn dann eben diese Form des Abtrauers nicht stattfindet dann wird die Trauer irgendwann sagen du wenn ich nicht kommen darf und meinen Job machen darf nämlich dich dran zu erinnern das du was schönes wertiges verloren hast und dich ein Lade abzutrauern Und du mir nicht zuhörst, dann bleibe ich jetzt so lang bei dir bis du an den Punkt kommst dass du das feststellst.
00:10:25: So und dann wird eine Trauer zu einer Depression.
00:10:29: Dann krallt die sich fest.
00:10:30: Dann bleibt es eine schwere Decke und das Leben bleibt ungestell.
00:10:34: Jetzt müssen wir mal feststellen, dass wir Menschen ... Wir reden ja in dieser Staffel noch gar nicht von großen Lösungsansätzen sondern wir halten ja erst einmal aus was ein Mensch zur Dulden hat, was einen Mensch zu erleiden hat.
00:10:52: Ich habe irgendwann zu den Menschen gesagt, jetzt haben sie mir fünf Sachen erzählt und gerade noch angekündigt.
00:10:58: Sie wollen eine sechste Sache erzählen aber allein die ersten fünf hätten schon für mehrere Menschenleben gereicht was sie zu ertragen und zu erdulden haben.
00:11:06: also in der In der Staffel wollen wir gar noch nicht so nur von Lösungen sprechen, sondern erst mal benennen was einen Menschen ausmachen kann und was Menschen erdulden oder leiden müssen.
00:11:21: Und was ist dann gleichzeitig?
00:11:22: Ich schwenke hier die Fahne für alle Menschen also für uns alle Menschen was wir erdulden und erleiden müssen was manchmal das noch größere Leid ist Wenn dann mitten in der Trauer, mit einem Schmerz, mit nem Zerbruch, mit dem Leitschuldtod Menschen kommen und gute Ratschläge geben.
00:11:41: Das ist manchmal noch das viel größere Leid gerade in der traur.
00:11:46: Also was ich in meiner Gemeindezeit bei Beerdigungen an Ansetzen gehört habe aufm offenen Grab Da stellst du mir mal heute noch die zehn Nägel auf Und das macht ja kein Mensch, weil er es bös meint.
00:12:05: Oder weil er dem jetzt noch eine reinwirken möchte oder wie auch immer.
00:12:08: Sondern das ist ja meistens eigentlich nur die Sehnsucht mit der eigenen Sprachlosigkeit umzugehen.
00:12:17: Dann ist Schweigen oft besser und so ähnlich wie bei Hierb.
00:12:22: Das geht halt genau da durch!
00:12:24: Die Leiden stellen ja immer Lebenskonzepte infrage.
00:12:27: Also Leitschuld und Tod stellt ja immer mein Leben infrage, aber auch meinen Glaubenskonzept infrage.
00:12:32: Und wenn mein Glaubenkonzept in Frage gestellt wird, wird ja immer auch mein Bild von Gott infrage gestellt.
00:12:37: Welches Bild habe ich denn?
00:12:38: Wir waren beim letzten Mal bei dem Satz des Ergebnisses – also das hat den Satz von Frankl – einer Enttäuschung geht immer eine Vergötzung voraus und es gilt ja auch für mein Gottesbild!
00:12:49: Für wen habe ich den Gott immer gehalten?
00:12:50: Ja, genau.
00:12:51: Habe ich ein Götzenbild hingestellt oder erfahre ich ihn wirklich.
00:12:55: Das sind wir jetzt schon auch mal in der Theologie drin heute in dieser Folge denn Gott hat ja eigentlich auch einen Schmerz aushalten müssen.
00:13:03: da gehen wir jetzt mal ganz weit zurück.
00:13:05: Da gibt es ja auch diesen Verlust ganz am Anfang der Bibel mit Adam und Eva.
00:13:10: Ich glaube, wir waren ja in der zweiten Staffel schon bei den Urwunden.
00:13:13: Und ich glaube das ist... wenn wir bei der Urwunde oder bei den Uhrwunden sind die Menschen stecken dann steckt in dem Menschen ganz tief auch der Schmerz des Verlustes drin weil ich glaube der Mensch ist und bleibt ein Beziehungsmensch.
00:13:31: Und wenn wir die Geschichte anschauen, die uns erzählt wird.
00:13:34: Das ist ja so ein zärtliches Bild das da gemalt wird.
00:13:38: Also Gott geht durch den Garten, Eden spazieren und dann sagt er ich möchte mal etwas mit dem Menschen unternehmen.
00:13:45: Epo-Seiten hier hallo!
00:13:48: Kann einer kommen?
00:13:49: Ich möchte gerne Gemeinschaften... So, ja.
00:13:51: Dann kommt dieser Bruch rein und ich glaube diese Urschmerz der zerbrochenen Verbindung steckt in uns Menschen drin.
00:14:00: Also ich glaube ja, zum Beispiel wenn wir kommen und Teil einer Beerdigung sind dann gibt es ja ganz viele Tränen auf der Beerdigung.
00:14:14: Und ich würde jetzt ohne Menschen abzusprechen dass sie natürlich um den Trauern der da gerade gestorben ist im Gottes Willen natürlich wird er getraut aber ich würde schon sagen das dieser Trauerkuchen verschiedenste Anteile hat.
00:14:30: Also ich glaube auf Beerdigungen wird geweint, weil man da einen Menschen verlornet.
00:14:34: Das ist eine.
00:14:35: Das zweite ist es wird nicht nur ... also wir weinen über den konkreten Verlust Aber ich glaube, wir weinen über den Schmerz des Urverlustes in uns drin.
00:14:47: Weil wir immer wenn man den Menschen verlieren, uns auch neu einsam fühlen und allein fühlen.
00:14:53: Ich glaube, dass wir weinend an Gräbern, weil wir unsere eigene Endlichkeit vor Augen gestellt bekommen.
00:14:59: Und der Trauerkuchen hat ganz verschiedene Anteile.
00:15:06: Und es ist der Urschmerz dass da gerade schon wieder neu die Sehnsucht, die vielleicht ein paar Jahre oder ein paar Jahrzehnte gestillt wurde mit dem Partner den ich da gerade verliere.
00:15:19: Dass das die Ursehnsuch schon wieder verletzt oder schon wieder enttäuscht oder schon wider zerbrochen wird, dass dann wieder die Seahnsucht nach Verbindung nicht standhält.
00:15:30: Und das ist der Spannende, glaube ich.
00:15:32: Da liebe ich wie gesagt bei der Logotherapie.
00:15:35: oder wenn wir wieder Dietrich und Victor an einen Kaffee-Tisch holen würden... ...und Dietrich Brunnhöfer sagt, nein ja Gott lässt den Schmerz offen!
00:15:43: Also die Trauer erinnert mich überhaupt daran dass da einer war der wert wahr geliebt zu werden mit dem ich schöne Zeiten erlebe sonst wäre der schmerz gar nicht da.
00:15:53: Und wenn wir dann jetzt, die Kaffee-Tasse noch weiterreichen und sagen auch der Victor sitzt auch mit am Tisch.
00:15:59: Dann würde Viktor Frankl sagen ja jetzt müssen wir mal schauen was da los ist.
00:16:02: ich habe da einen Menschen verloren und der Schmerz ist groß.
00:16:06: aber das was ich mit diesen Menschen erlebt hab also wo ich diesem Menschen lieben durfte und wo ich von diesen Menschen geliebt werden wollte?
00:16:17: Das ist ja vorhanden!
00:16:21: Und weil es mal erlebt ist, in diese... Frankl spricht mal davon.
00:16:25: manchmal schauen wir auf das Leben wie so ein abgemähtes Stoppelfeld.
00:16:30: Wenn wer jemand verliert dann schaut unser Leben nicht aus wie das schönste Sonnenblumenfeld und wie der saftigste Acker wie auch immer Dann ist es trüb, dann ist es abgemäht, dann is es traurig.
00:16:42: Und Frankl sagt Das gehört zum Leben dazu.
00:16:45: Das begegnet uns in Leitschuld und Tod, wir schauen da
00:16:47: drauf.".
00:16:48: Und dann ist es so wichtig aber den Blick von dem abgemähten Stoppelfeld hin in die volle Scheune zu richten.
00:16:55: Die Trauer lädt ja eigentlich ein sowie Bonhever sagt Gott macht diesen Riss nicht voll, er füllt diesen Rissen nicht out!
00:17:02: Er lässt ihn offen... Und ich glaube, so darf dieser Schmerz zu einem Schatz werden.
00:17:07: Da landen wir bei dem Bild von Frankl's Scheune und er sagt ja alles was wir geschaffen haben in dieser Welt aber jetzt geht es auch um den Verlust der Schmerze.
00:17:16: Alles wo wir mal geliebt haben, was wir erlebt oder erliebt hat dann gesagt oder wo wir auch gelieb wurden.
00:17:22: das ist dort in dieser Scheune geborgen und das kann uns niemand nehmen.
00:17:27: Und die Scheune kann nicht
00:17:29: immer reingehen?
00:17:30: Und ich glaube, das ist für mich in meiner Arbeit begraben mit Menschen die jemand verloren haben.
00:17:35: Ganz ganz wichtiger Teil oder auch Menschen, die auf einen beruflichen Weg zurückblicken der irgendeinen Cut hatte.
00:17:41: Aber was sie da geschafft haben und gelungen sind, was sie erlebt haben kann niemand mehr nehmen.
00:17:48: Und ich glaube, das ist der Moment, wenn Jesus sagt, sammelt euch doch bitte keine Schätze auf dieser Erde.
00:17:54: Sammelt Euch Schätze im Himmel!
00:17:55: Ich glaube, dass die volle Scheune von der Frankl spricht, das sind Schätze in dem Himmel, die wir sammeln.
00:18:02: Die sind nicht greifbar und monitär messbar.
00:18:06: Das ist unbezahlbar.
00:18:08: Da kann man sogar sagen eigentlich, weil man hat ja geliebt wie du sagst – Der Mensch ist weg aber die Liebe bleibt ja eigentlich.
00:18:16: Die bleibt ja über den Tod hinweg, die Liebe.
00:18:19: Und das ist der unglaubliche Schatz!
00:18:21: Aber bevor wir zu diesem unglaublichen Schatz kommen, halten wir in der Reihe erstmal die Schmerzen aus oder die Leiden aus nochmal an den Punkt kommen und bevor ich an dem Punkt komme und sage, dass es ein Schatz ist, dann komme ich nochmal an einen Punkt zurück und sage was das bedeutet wenn da jemand geht?
00:18:37: Wenn ich da jemanden verliere?
00:18:39: Der hat mir die Möglichkeit gegeben mich zu definieren weil ich ihn lieben durfte
00:18:46: Die Liebe, die sich ausgeht in den anderen logischerweise.
00:18:52: Ich konnte plötzlich jemand geben und sei es der Moment, der wegbricht.
00:18:56: auch wenn Menschen erzählen dass sie Eltern pflegen zum Beispiel Dann ist es ja ganz spannend auf der einen Seite, ich habe das... Menschen haben dann oft wenn die Oma gestorben ist oder so.
00:19:10: Die haben sich das fast nicht getraut zu sagen dass da auch eine Erleichterung da ist.
00:19:13: weil die letzten zwei drei vier Jahre die Pflege so anspruchsvoll und so schwierig war muss man aber
00:19:18: auch ehrlich sein.
00:19:20: Und gleichzeitig kam dann irgendwann in den Moment ein paar Wochen später, dass sie gesagt, Mensch ich muss mich gerade neu erfinden.
00:19:26: Es ist fast so wie wenn die Kinder das Haus verlassen.
00:19:28: Ja also dieses Emptiness... Ich weiß gar nicht was mache ich denn jetzt ja?
00:19:33: Also es zeigt mir auch so anstrengend das wahr, denen jetzt zu pflegen als Beispiel und so großes Land.
00:19:39: So zeigt mir jetzt aber dieser Riss, dieses Leiden, dieser Schmerz, der da entsteht auch, dass sich ja etwas geben konnte.
00:19:46: Das Schöne ist ja, wenn wir auch theologisch mal reingehen.
00:19:49: Auch zum Beispiel was Jesus dazu sagt
00:19:52: bzw.,
00:19:52: wenn wir zu Adam und Eva gehen dieser Verlust den ja auch Gott miterlebt hat Er selbst ja gelitten hat mit diesem Verlust seiner Schöpfung sozusagen in dem Moment.
00:20:07: Und was sagt Jesus dazu?
00:20:08: Also wie geht Jesus da rein, wenn ich jetzt sage... Ich bin jetzt in einer Trauer, ich habe einen großen Verluste, muss ja nicht gleich immer gleich ein Mensch sein!
00:20:16: Es gibt so viele kleine Verluster im alltäglichen Leben und Jesus ist da.
00:20:20: Jesus hat er selbst sich hingegeben.
00:20:23: Aber was sagt Jesu dazu?
00:20:25: Also wir waren davor schon, dass Jesus ja da sehr empathisch an den Start geht.
00:20:34: Bevor er... das erleben wir alle nicht, dass jetzt irgendwie Leute die in unserem Umfeld sterben dann halt nur weil man dafür beten wieder alle am Leben sind.
00:20:44: Die bleiben ja meistens alle tot auch so.
00:20:47: In der Bibel erzählt uns die Geschichte, da drüber weint.
00:20:56: Also er geht da rein mit seinem eigenen Schmerz, ne?
00:21:00: Und wir waren beim letzten Mal schon das es gar nicht darum geht ein Schmerzt zu betäuben wegzukriegen sondern auch erst mal zu entdecken dass ein Schmärts etwas.
00:21:12: also nur wenn ich etwas verlieren und das als Schmerzen empfinde entdecke ich ja erst den Wert oder der Mensch oder das was sich da verloren habe überhaupt für mich hatte.
00:21:26: Ich merke immer, ich bin ein sehr homie Mensch und wenn ich auf Reisen gehe, freu'n mich schon ganz schnell wieder nach Hause.
00:21:37: Und ich sag dann immer zu Emi und sage irgendwie eigentlich mag ich das nicht dich und die Mama zu vermissen?
00:21:45: Aber gleichzeitig ist es auch ein Geschenk dass ich merke ich hab jemand den ich vermissen kann.
00:21:50: Das ist auch ein Geschenk.
00:21:52: Ist aber was Schönes!
00:21:53: Ich mag das nicht lang, das Geschenke?
00:21:55: Ich freu mich wenn es geschenkt... Wenn
00:21:57: ich auspacken werde,
00:21:58: wenn die wieder zahlen.
00:22:00: Aber es tut weh, also es ist ein Schmerz.
00:22:04: Es ist schön zu entdecken.
00:22:05: Ich hab jemand den ich vermisse oder auch wenn jemand stimmt.
00:22:09: Ich durfte jemand lieben.
00:22:10: Da sind wir immer wieder bei der Scheune.
00:22:12: Ich hab jemand im Leben gehabt, den ich lieben dürfte.
00:22:16: Ohne jetzt vor schnell in dieser Reihe hier, auf Antworten zu kommen.
00:22:21: Sondern es geht ja darum zu sagen, ich halte mal aus was Menschen verlieren können und was das neu bedeutet sich neu definieren, neu existenziell definieren zu müssen wenn ein Mensch jemanden verliert.
00:22:33: Da kommt man vielleicht nochmal zur Frage zurück nicht nur die Frage wen habe ich verloren sondern was habe ich damit verloren?
00:22:39: Und ich glaube dass ist oft auch... die Angst, sich weiterzuentwickeln im Leben.
00:22:45: Also im Leben aber auch im Glaubensleben.
00:22:48: und ich glaube deshalb sagt Jesus hey wir sein Leben an seinem Leben festhält der wird es verlieren weil ich glaube tatsächlich dass das ist, dass es die Einladung ist ihm Verlust sich neu entdecken zu dürfen.
00:23:03: Ich habe so das Bild von einem Resetknopf in einer gewissen Facette des Lebens, dass da ein Reset-Knochen für sich ist.
00:23:10: Okay jetzt geht es neu los.
00:23:11: Das ist eigentlich fast wie eine Auferstehung.
00:23:13: Also nach dem Tod eine Neuformung!
00:23:16: Und ich glaube tatsächlich das macht ja das Leben auch zu täglichen Auferstein.
00:23:21: Wir reden immer von der Hoffnung und nicht so unrecht, dass wir glauben, dass es über dieses begrenzte menschliche Leben hinaus eine Hoffnung gibt.
00:23:31: Ich glaube... Wir sind aber eingeladen, dann nicht nur so eine Jenseits Hoffnung zu entwickeln.
00:23:39: Ich hab mal jemanden in der Beratung gehabt, die gesagt hat meine Mutter immer gesagt das Leben ist ein Jammertal und das stimmt.
00:23:47: Seit über zwanzig Jahren habe ich Menschen, die mir sehr intensiv zeigen was Menschen an tun können?
00:23:54: Was Menschen erdulden?
00:23:56: Das will ich nicht wegreden.
00:23:59: Aber ich glaube im Wissen dass auch das Leben, also Yamathal, Leitschuld und Tod ist.
00:24:05: Und im Wissen, dass es eine Perspektive einmal über dieses Begrenzteleben hinaus gibt darf so ein tägliches Auferstehen stattfinden.
00:24:15: Und zu sagen ich las mich... ohne das, was mir begegnet an Leid und Schuld und Tod niedermachend und niederschmetternd entgegenzulassen.
00:24:25: Ich darf mich immer wieder neu aufrichten lassen und sagen ja wie gebe ich denn jetzt meine Antwort?
00:24:30: Und wenn diese Antwort trauern heißt...
00:24:33: Der Verlust!
00:24:35: Wenn du loslassen musst, was dir lieb und wichtig war.
00:24:38: Folge zwei in unserer dritten Staffel von Jesus der liebevolle Therapeut.
00:24:44: und da hast du natürlich auch wieder noch einen abschließenden Gedanken.
00:24:49: Da ist ein Mensch gegangen oder da ist ein Traum geplatzt.
00:24:53: Etwas, das dein Zuhause war, ist plötzlich leer.
00:24:57: eine Identität aus mehreren Teilen ist zerbrochen.
00:25:01: und du?
00:25:02: Du stehst da mit auf nem Händen und einem Herzen dass ich noch nicht trennen will.
00:25:10: Manche Verluste sind sichtbar andere trägt man tief im Inneren still unsichtbar schwer.
00:25:19: Du funktionierst vielleicht doch innerlich, da fehlt etwas.
00:25:25: Wenn du weinst dann ist das kein Zeichen von Schwäche Es ist ein Zeichen vom Liebe Denn nur wer verbunden war Der kann auch trauen.
00:25:35: Was wäre wenn dein Schmerz dir nicht im Weg steht Sondern dich mit dem verbindet was dir wichtig war?
00:25:46: Die zweite Folge in unserer dritten Staffel von Jesus der liebevolle Therapeut mit an die Weiß
00:25:52: und Stefan Schwabener.
00:25:53: Heute eben der Verlust, wenn du loslassen musst was dir lieb und wichtig war.
00:25:57: Und nächstes Mal gehen wir in die Einsamkeit und wir laden euch ein in die einsamkeit denn dies ist wichtig!
00:26:05: Wenn dich niemand wirklich sieht.
00:26:07: habt eine gute Woche.