Jesus, der liebevolle Therapeut

Transkript

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00:00:04: Herzlich willkommen wieder zu unserer wunderbaren Folge Jesus der liebevolle Therapeut mit

00:00:09: Stefan Schwabmedan und

00:00:11: Andi Weiß, mit seinem großartigen Buch das er herausgegeben hat.

00:00:15: Und da sind wir im ersten Bereich deines Buches eigentlich und heute schon in der dritten Folge die Überschrift möchte man sagen Die acht Leiden des Menschen Die Einsamkeit.

00:00:31: Wir zwei sind jetzt nicht einsam, wobei wir könnten einsam sein, obwohl wir zu zweit sind.

00:00:35: Das ist ja der spannende.

00:00:36: Ja genau!

00:00:38: Ich finde ja die... oder mir war das wichtig, dass dieses erste Kapitel oder in diesem ersten Kapitel mit den acht Leiden so eine Fahne zuschwenken für die Menschen und so für Menschen zu rufen, die manchmal nicht die Chance haben für sich selbst zu rufen.

00:00:53: Und da sind wir natürlich heute bei der Einsamkeiten nochmal nochmal bei einem Punkt, weil einsame Menschen meistens gar nicht so die Möglichkeit haben da mit der Fahne selber zu schwenken.

00:01:03: Weil sie die Lobby nicht haben, weil sie das...die Stimme nicht haben.

00:01:06: wie auch immer trotzdem ist es ja spannend.

00:01:10: wenn wir von Einsamkeit sprechen muss es ja nicht immer nur die die achtzigjährige einsame Frau im einsamen Mietzhaus sein.

00:01:19: ich habe ganz viele Menschen die mir erzählen Ich bin beruflich gut angebunden, ich bin in meiner Gemeinde eigentlich viel unter Menschen und empfinde mein Leben als einsam.

00:01:30: Also ich habe gar niemanden dem mich so intensiv mitteilen kann.

00:01:36: Jemand hat mir im Gespräch gesagt, er weiß nicht, warum wir telefonieren?

00:01:42: Vielleicht sagt sie vielleicht weil Sie am Anfang fragen wie geht es Ihnen?

00:01:47: und ich merke, Sie sind der einzige Mensch der mich das fragt.

00:01:53: Das ist eigentlich erschütternd und es ist aber, glaube ich ein Fakt unseres Lebens das festzustellen.

00:01:57: Wenn wir die aktuellen Einsamkeitsstudien anschauen ja dann ist es ja ein großes Thema in unserem Land und gar nicht eben nur ein altersbedingtes großes Thema.

00:02:05: Ja

00:02:05: überhaupt nicht so.

00:02:06: Sondern da definieren Menschen sich selbst als einsam oder eine benennende Einsamkeit als Schmerz in allen Altersgruppen.

00:02:14: Es kann sogar sein dass durch Social Media die Einsamkeiten zunimmt weil man natürlich man ist zwar vernetzt mit allen möglichen Geht da was in die Tiefe?

00:02:23: Hat denn Einsamkeit auch etwas mit Nicht-Tiefe zu tun, in den Beziehungen.

00:02:29: Also ich glaube... Man kann ja nie verallgemeinern.

00:02:35: Aber Einsamkeiten ist auch das Ergebnis vielleicht eines sehr hohen Selbstschutzes.

00:02:43: Wenn ich jetzt dahingeh' dann werde ich ja angesprochen.

00:02:47: Wenn ich dort bin fragt ja jemand nach und so weiter.

00:02:52: wenn ich mich zurückziehe, aufpasst dass da keiner nachfragt dann habe ich ja die Chance in meiner sicheren Burg zu bleiben und das ist vielleicht eine Zeit lang gestaltbar.

00:03:04: Und irgendwann dreht sich das Rad weiter nicht mehr plötzlich obelad.

00:03:08: jetzt ist der Zug so ein bisschen abgefahren weil ich weil ich es jetzt gar nicht mal vielleicht selber so steuern kann

00:03:13: gibt es Phasen im Leben wo das aber auch legitim ist?

00:03:15: Dass man sich wirklich zurückzieht und sagt Ich möchte mal absichtlich Einsamkeit, nicht allein sein.

00:03:21: Einsamheit gehen oder sowas immer gefährlich aus deiner Sicht, aus der therapeutischen Sicht?

00:03:26: Also das Gegenteil ist ja sich immer nur unter Leute zu schmeißen um sie selbst nicht zu spüren.

00:03:32: von dem her glaube ich es ganz wichtig mal in die einsamkeit zu gehen und in die Stille zu gehen.

00:03:42: Ich glaube wir Menschen haben immer den hang in irgendeiner Art und Weise auch dazu betäuben.

00:03:49: Und ich glaube, Menschen können mich auch betäuben.

00:03:52: Stimmen können meich auch beteilben.

00:03:53: Meinungen können sich auch betläubern so.

00:03:57: Ich glaub das sind zwei paar Stiefel.

00:03:58: Das eine ist, glaube ich zu sagen wie wann laufe ich Gefahr, indem ich mich unter Leute begebe um den eigenen Schmerz nicht zu hören?

00:04:04: Da sind wir bei der ersten Folge gewesen.

00:04:07: also ich betäube mich oder ich versuche den schmerzklein zu halten.

00:04:12: Das andere ist natürlich aber auch ich weiß gar was mir gefällt und ich weiß gar nicht, was ich schön finde oder vielleicht weil ich es auch verlernt habe.

00:04:21: Und dann suche ich die Anbindung bei Menschen und sag kannst du mir sagen ja?

00:04:28: Ich hab neulich ein Gespräch gehabt da war's ganz spannend und dann hab' ich gesagt ich mach mal ein Bild, weil er gesagt hat ich weiß selber gar nicht was sich gestalten will oder wie gut finde wir immer.

00:04:40: Dann habe ich gesagt, ja schau mal deine Vaterbeziehung an.

00:04:43: Was du mir erzählst?

00:04:44: Eigentlich kann man sagen so ein kleiner Junge der läuft los und er läuft auf eine Blumenwiese und dann findet einer schöne Blume und die findert toll.

00:04:53: Der abläuft nach Hause zeigt sich seinem Vater und sagt, was das für eine schöne Blumel ist.

00:04:57: Und dann sagt der Vater, was sind das für einen Schmarrn?

00:05:00: Die ist doch nicht schön viel zu klein nur weiße Blätter langweilig.

00:05:05: Jetzt läuft der Junge los und er sagt, ich muss anscheinend eine buntere Blume mit größeren Blättern finden.

00:05:11: Und irgendwann kommt der Punkt, dass er gar nicht schaut was gefällt mir denn?

00:05:17: Welche Blume finde ich gut?

00:05:20: Welchen Farben fallen mir?

00:05:21: Ich versuche, dass man gegenüber mir da in irgendeiner Art und Weise die Rückmeldung gibt das ist richtig, das ist so.

00:05:29: Der lebt für den anderen auch.

00:05:32: dass Menschen dann in den Rückzug gehen, weil sie sagen oh ich habe jetzt zehn Jahre, zwanzig, dreißig jahrelang immer nur gefragt was andere wollen und dann kommt zu der Rückzugsmoment und sagt das tue ich mir jetzt nicht mehr an.

00:05:43: Und da landen auch da Menschen eine Einsamkeit?

00:05:46: Weil sie sagen ich erziehe mich der Meinung anderer so.

00:05:52: Woran erkenne ich denn ob ich einsam bin oder nur allein?

00:05:57: Wenn wir zum Beispiel die achtzigjährige Frau nehmen, die alleine im Mietshaus ist.

00:06:01: Woran erkennt sie?

00:06:02: Oder jeneinander auch... Woran erkenne ich das sich einsam bin?

00:06:06: Also dieses Leiden in dem wir ja drin sind.

00:06:09: In dem es ein Leiden ist oder...?

00:06:11: Kann man es so einfach sagen, ja?

00:06:13: Nee

00:06:13: wenn finde ich's als unangenehm.

00:06:16: Oder nicht?

00:06:17: Also ich glaube da hatte jeder auch ein anderes Bedürfnis.

00:06:21: Ich weiß noch während der Emil und ich.. Wir sind Menschen, also wir sind Menschen zugewandt aber Das ist auch temporär und dann freuen wir uns, Menschen unzugewandt zu sein.

00:06:32: Wir brauchen beide, da kommt er sehr nach mir.

00:06:35: Also ich liebe es mich unter Leute zurück.

00:06:43: Ich liebe es mit Menschen zu tun oder nicht meine Ruhe zu haben.

00:06:50: Deswegen tust du so gerne weil du lange im Auto sitzt?

00:06:54: Ja,

00:06:55: genau.

00:06:55: Das ist so.

00:06:56: meine Psyche gehen ja auch dann auf Abstand und das war so lustig während den großen Maßnahmen die uns in den letzten Jahren begegnet sind wo es dann ... Martina ist ganz anders, sie ist sehr viel sozialer und sagt immer oh komm wir müssen noch hier, wir müssen doch

00:07:11: hier.

00:07:12: Und das war dann super als die großen Maßnahmen in unserem Land immer größer wurden hat die Martine gesagt ah wir müssen uns mit Leuten treffen.

00:07:18: so und der E-Mail hat gesagt na na na das dürfen wir nicht illegal.

00:07:23: Wir müssen da und schon an die Vorschriften erhalten, weil wir wollten einfach uns

00:07:27: ruhen.".

00:07:28: Also ich glaube das ist... Ich würde nicht sagen also wenn man so in so vielen Stunden mit Menschen zu tun hat dann ist es gesund und ab daran so viel wird schwierig.

00:07:37: Ich glaube jeder Mensch hat unterschiedliches Bedürfnis und unterschiedliche Phasen ja?

00:07:43: Und ich glaube tatsächlich ganz plump gesagt wenn's zum Leiden Wenn ein Umstand da ist, aber ich den Umstand gerne anders hätte.

00:07:53: Dann sind wir jetzt genau in diesem Bereich.

00:07:55: Aber warum tut das weh?

00:07:57: Beziehungsweise was passiert im Körper und warum brauchen wir andere Menschen?

00:08:04: Also so lange ich es gut finde uns es kein Leiden ist sehr gut weil dann komme ich ja gut mit mir selber klar.

00:08:11: Jetzt machen wir vorher an zwei Sachen.

00:08:12: also entweder brauche ich andere wenn ich allein bin, mein Schmerz zu laut wird.

00:08:20: Dann ist es spannend zu sagen auch geh mal unter Leute ja so und ich versuche dass der schmerz leise wird.

00:08:26: das ist die eine Frage Das andere ist.

00:08:31: Ich glaube manchmal oder so tief in uns Menschen Ist auch ne große Unsicherheit Und wir brauchen unser gegenüber um uns zu spüren.

00:08:40: Also ich finde mal raus ist.

00:08:43: ich lese an der Reaktion eines anderen menschen war das adäquat was sich was ich gemacht habe.

00:08:51: Es ist ganz spannend, meine ersten Konzertprogramme inzwischen mache ich da schon so lange, dass man dann ein eigenes Gefühl dafür kriegt.

00:09:01: aber die ersten Programme waren so das ich mir am Schreibtisch überlegte, oh!

00:09:05: Die Geschichte erzähle ich oder dessen und es ist am Schreibtisch oder am Klavier.

00:09:09: wenn man sich das so überlegt hat wie man das macht haben sich manchmal die Sachen die ich erzählt hab ganz anders angefühlt als es dann tatsächlich in der Realität war.

00:09:19: Also es gab manche Sachen, die habe ich erzählt und da war die Reaktion so wie ich es vermutet hab sozusagen.

00:09:26: Und manchmal hat man, das ist ein Joke!

00:09:29: Da werden die Leute drauf ansprechen... ...und dann war so ganz leises im Hintergrund ein Hüster zu hören, weißt du so?

00:09:38: Und deshalb glaube ich brauche mein Gegenüber um auch mal rauszufinden empfindet was nur ich als Beispiel lustig oder berührend adäquat so oder nicht.

00:09:52: Und jetzt ist es aber spannend, es gibt ja Menschen die haben Erfahrungen gemacht das ihre eigenen Grenzen nicht ernst genommen wurden und das sind Menschen die manchmal sich in der Art und Weise wie sie anderen Menschen begegnen neu spüren müssen.

00:10:13: Manchmal habe ich Leute in den Gesprächen gehabt in den letzten Jahren, die haben solche Erfahrungen Und die versuchen dann tatsächlich ganz, ganz intensiv.

00:10:23: Oder sie haben auch das große Bedürfnis und ich halte es aber mit aus so langs und soweit's geht dass Sie an Grenzen anstupseln oder dem man... Die erzählen mir eine Geschichte wie sehr dunkel ist, sehr schwieriges, sehr schlimm ist und dann versuchen die zu erspüren.

00:10:43: an meiner Reaktion war das jetzt wirklich schlimmer als ich da erlebt habe zum Beispiel.

00:10:52: Das ist ganz interessant, ich brauche manchmal einen Gegenüber wenn ich etwas selbst nicht weiß dass mir jemand anders eine Reaktion gibt oder ein anderes Beispiel in der Schule.

00:11:03: Es gibt klassische Momente wenn der Schüler nicht positiv auffallen kann dann fällt er negativ auf Weil die Sehnsucht nach einer Rückmeldung im Menschen da ist.

00:11:17: Wie so ein Echolot, wie eine Fledermaus, die fliegt, sie sendet was aus und dann kommt es zurück und sagt oh da ist die Wanderfall, flieg ich mal lieber nicht dagegen.

00:11:25: Also diese sich spüren können Wenn ein Mensch an einem Punkt kommt, ich glaube es gibt Menschen die können wochenlang allein sein haben keinen Stress damit.

00:11:34: Aber es kommt der Punkt dass ich sage euch ich brauche dieses Echolot zurück oder dieses Signal das zurückkommt um mich zu spüren und mich zu entdecken auch definieren wie ich etwas empfinde.

00:11:44: ist jetzt wirklich so schön wie ich es empfande oder empfindet ihr das andere auch mit?

00:11:48: Oder ist es so schlimm wie ich's empfinne, empfindete das Andere auch so schlimm?

00:11:52: Und dann brauche ich manchmal mein Gegenüber.

00:11:57: Und ich glaube schon, dass sich die große logotherapeutische Weisheit ist.

00:12:02: Dass der Mensch am Amdut zur Identität reift nicht nur in sich selbst sondern in der Art und Weise wie den anderen entdeckt.

00:12:10: Ich glaube das ist tatsächlich auch manchmal der Schmerz des Lebens, wenn es du fehlt welches du das auch immer ist.

00:12:16: Es muss ja nicht immer eine Partnerschaft sein.

00:12:19: also dieses Gegenüber als Mensch wäre auch immer das sein kann in meiner Arbeit einem Menschen die nicht pflege einen menschen den ich ehrenamtlich am sterben bet begleite und besuche oder keine ahnung was er wie auch immer muss nicht immer die Partnerschaft sein.

00:12:32: oder wir haben dass sich dass ich mich in diesem du auch spüren und entdecken lassen.

00:12:39: Mir kommt gerade der Gedanke, wenn man jetzt in der Arbeit da gibt es ja dieses Wort Sparringspartner.

00:12:46: Es sind ja wir beide auch zum Beispiel.

00:12:48: Wir sind Sparringpartner das heißt in einem bestimmten Bereich tauscht man sich aus und spürt dann auch okay.

00:12:55: was ist jetzt cool?

00:12:56: Was ist nicht so cool?

00:12:58: Das bräuchte man eigentlich in jedem Bereich seines Lebens.

00:13:01: Irgendeinen Sparrigspartner kann ja die E-Frau E-Mann sein Freundesign eben, dass man das vielleicht sogar ein bisschen professioneller in Anführungszeichen sieht und sagt ich benutze... also ich gehe zum anderen hin und sage sei jetzt mal für diesen Lebensabschnitt oder für den Lebensbereich mein Sparringspartner.

00:13:19: Vielleicht tätet er es auch mal gut zu sein weil dann hat man keine Verpflichtung.

00:13:24: Ich muss gleich in die Freundschaft gehen.

00:13:26: aber ich kann sagen ich nehme mal dem Ball vom Anderen und spiele ihn zurück.

00:13:30: Dazu muss sich natürlich das Bedürfnis erstmal erkennen und benennen.

00:13:36: Dass ich sage, ich brauche so ein Gegenüber.

00:13:39: Und dann auch die, die den Mut haben das zu benennen, zu sagen wo ich kann ist jetzt ja gerade nicht allein.

00:13:46: Braucht es grad einen Über oder ich sehe mich nach einem Gegenüber?

00:13:51: Das ist spannend weil wir arbeiten ja.

00:13:54: also die Reihe die wir hier machen in Leiden ist ja einerseits mal so ein Fahne schwenken für das für die Lasten unter dem wir Menschen leiden Und auf der anderen Seite ist es ja jedes Leiden auch, ich mag immer das Bild so.

00:14:10: Wir sind ein Schulkamerad von mir und wir werden in der Nähe so einen Spielzeug laden.

00:14:15: Dann sind wir in der Pause rübergegangen und haben da Super Mario gespielt im Spielzeugladen.

00:14:22: Da gab's immer so extra Level.

00:14:23: Da ist man so in die Röhren reingesprungen und dann konnte man da extra Münzen sammeln und noch Pilze, die einem extra Leben gegeben.

00:14:32: Und ich glaube, und das ist mein Wunsch so für diese Runde der Leiden die wir anschauen.

00:14:39: Dass wir einerseits mal sagen hey das gehört zum Leben dazu was Menschen erleiden.

00:14:44: also das ist jetzt nicht eine Besonderheit weil es nur dir gerade passiert sondern Einsamkeit Verlust Schmerz Sinnlosigkeit Schmerzen und und und Das ist Teil des Lebens und das is Teil des Menschseins.

00:14:58: So!

00:14:58: Das ist das Eine.

00:15:01: Ich möchte immer einladen zu sagen, wenn ich eine Haltung, eine andere Haltung zu diesen Schmerzen und zu diesen Leiden des Lebens einnehme.

00:15:11: Dann kann ich vielleicht auch so diese Leiden wie so extra Level entdecken.

00:15:17: Also wir haben beim letzten Mal den Verlust gehabt als Schmerz.

00:15:21: dass sich jemand verliere empfinde diesen Verlust nur als etwas schmerzhaft Schlimmes und diese Trauer, wenn dieser Mensch jemand war mit dem ich schöne Zeit verbracht habe.

00:15:33: Der mir wichtig war der existenzielle Bedeutung hatte untertun.

00:15:37: Wenn es nicht gewesen wäre dann würde ich diesem Schmerz ja gar nicht spülen.

00:15:42: Und so ist das glaube ich mit der Einsamkeit auch die Frage des extra Levels.

00:15:45: Wenn wir Jesus anschauen also bevor er ganz aktiv wird geht er in die Wüste.

00:15:52: Interessant!

00:15:53: Und der stellt sich ja den großen Herausforderungen, den größten Versuchungen.

00:15:58: Den existenziellsten Versuchung.

00:16:00: Also wenn du Gottes Sohn bist dann kannst du mal sagen hier macht doch die Steine zu Brot, da machst du das und das.

00:16:09: Der Gang in die Einsamkeit ist auch eine Einladung etwas nicht zu übertünchen sondern sich auch so den eigenen inneren Herausforderungen und den eigenen Inneren Stimmen, dem eigenen innerer Schmerz.

00:16:21: Den eigenen innereren Glaubenssätzen die wir uns sagen und zu stellen und sie nicht zu übertünchen wenn man diesen Schmerzen auch auszuhalten.

00:16:30: Das finde ich auch das wertvolle an den Leiden dass Sie uns einladen etwas was wir vielleicht umschifft haben oft wo wir Fragen des Lebens ausgewichen sind, wo wir dem Schmerz des Lebens ausgewichen sind oder wo wir uns vielleicht ganz einfache Antworten zusammengebastelt haben die aber dann nicht Gott sei Dank auch nicht tragen wenn Leidschuld und Tod auf uns zukommt.

00:16:54: Das ist so die Einsamkeit die auch einlädt mal etwas aus zu halten ohne es zu übertünchen.

00:17:02: Da sind wir schon jetzt natürlich bei Jesus.

00:17:04: Wir sind in der Bibel theologisch, auf der einen Seite lädt uns die Bibel ein eben da auch in die Einsamkeit zu gehen mit Gott in die Wüste, in die Lebenswüste.

00:17:16: Auf der anderen Seite sagt aber Gott ja auch Nein!

00:17:19: Der Mensch darf nicht alleine sein.

00:17:21: oder wie heißt es genau?

00:17:22: Es ist den Menschen gesetzt dass ich nicht alleine bleibe.

00:17:25: Trotz alledem zu schnell wollen wir nicht gehen.

00:17:27: Jesus der am Kreuz riecht Mein Gott mein Gott warum hast du mich verlassen?

00:17:32: Und ich glaube, erst wenn ich den Schmerz spüre, entdecke ich ja was mit diesem Satz gemeint ist.

00:17:39: Es ist dem Menschengesetz das er nicht alleine bleibt.

00:17:42: Also es braucht das Gegenüber und ich glaube das lädt auch zu einem gesunden Anti-Igoismus ein.

00:17:54: Ach, ich habe in den letzten zwanzig Jahren viele Menschen auch begleitet.

00:18:02: Da können wir zwei unsere Konten zusammenschmeißen und kommen da um Lichtjahre nicht hin.

00:18:06: Das war nicht Ellen Musk aber... Ob so ähnlich!

00:18:10: Aber naja gut, nicht ganz so schlimm.

00:18:12: Also ganz reiche Menschen die – und das will ich jetzt gar nicht hier, ich will jetzt gar keine Menschen, die Wohle haben sind Bäschen oder so, aber das geht es nicht.

00:18:21: Die eigentlich ganz viel hatten und die aber eine große Sehnsucht hätten in sich und den Schmerz gespürt haben.

00:18:28: Ich hab mal für eine große Bank gespielt und dann war das so ein Dinner.

00:18:36: Und dann waren da die Vorstandsvorstand, Obervorstands-Fuzzi usw.

00:18:43: und dann habe ich dort erzählt von einem Besuch im behinderten Heim und hab da erzählt wie ich diesen Tag erlebt habe.

00:18:51: Und dann kommt der Vorstandsvorstand, Obervorstandsmensch danach her und hat gesagt vielen Dank für das Konzert.

00:18:57: Danke dass Sie da waren und hatte sich erst offiziell bedankt.

00:19:00: nachher kommen wir nochmal zu mir her und er weiß als sie das erzählt haben ganz ehrlich da bin ich neidisch geworden und der war in einer Position dass er wahrscheinlich im Jahr so viel verdient wie ein ganzes Leben so und er sagte da bin nicht neidig geworden das hätte ich auch gerne.

00:19:18: also ich glaube der Mensch trägt die Sehnsucht in sich, an einen anderen Menschen auch zu verschenken.

00:19:28: Da ist Leiden möglich, warum?

00:19:30: Weil Jesus sagt es gibt nichts Größeres als sein Leben für seine Freunde zu geben.

00:19:35: Und sein Leben zu geben das muss ja nicht immer nur bonnövermäßig sein also tatsächlich zu sterben dran sondern sich in diese Welt hineinzuverschenken an einen anderen Menschen.

00:19:45: und ich erlebe dass immer wieder ein Schmerz sehr groß da ist wenn Menschen das nicht geschenkt wird wenn zum Beispiel Menschen nicht Eltern werden können was das für ein großer Schmerz ist.

00:19:58: Weil der Wunsch im Menschen da ist, glaube ich sich einen anderen Menschen zu verschenken hinzugeben und es muss nicht immer das eigene Kind sein.

00:20:08: Es gibt so viele andere Möglichkeiten aber trotzdem der der Schmerzen wenn die Normen die man sich wünscht auch die biologische Norm so dass man sagt euch ich entdecke oder Ich gebe von mir als Mensch etwas dazu, dass ein neuer Mensch entsteht und so.

00:20:26: Das zeigt ja auch ist es dem Menschengesetz, das er nicht allein will.

00:20:28: Es ist gut, wenn der Mensch alleine ist.

00:20:32: Der Mensch möchte Gemeinschaft!

00:20:35: Und die Sehnsucht, die wir hatten im Garten Edensehnsuch... Da ist ein Bruch da, dass sich der Mensch tief in sich sehnt seitdem man auf dieser Welt ist, Gemeinsschaft zu haben, eine Anbindung zu haben weil das auch die Menschen die Möglichkeit gibt, eine Antwort zu geben für jemand da zu sein.

00:20:54: Das ist ja auch ... Weil Jesus sich ja auch hinein begibt in uns und seine Liebe hinein.

00:21:00: Das merkt man ja auch... Die Begegnungen, das ist ja die erste Staffel gewesen, die wir gemacht haben, die Jesus-Begegnungen mit den Frauen, dass die Frauen einsam waren!

00:21:10: Die waren ja alle einsam, die wurden ja ausgestoßen sozusagen oder manche zumindest.

00:21:15: So die blutflüssige Frau

00:21:17: zum Beispiel

00:21:17: und die dann endlich ihn ergreifen kann wird geheilt und er sagt sogar Tochter zu ihr ist plötzlich eine Beziehung da.

00:21:26: nicht nur da ist jemand aber jetzt geht wieder weg sondern es entsteht plötzlich eine beziehung

00:21:31: und ich darf plötzlich wieder dazu gehören.

00:21:33: Ja so oder wenn du sagst Beziehungen ja die frauen brunnen.

00:21:36: das ist ja Auch so ein therapeutischer Beziehungsmoment, er konfrontiert sie mit ihrer Lebensgeschichte und ihr Nervensystem fährt hoch und sagt um Gottes Willen.

00:21:54: Ich war zwar da, obwohl ich ein Mann bin und eine Frau.

00:21:56: Das ist schon für unsere Zeit hier ganz schwierig.

00:21:59: Jetzt bin ich Jude und du bist ne Samariterin so.

00:22:03: So raus aus der Geschäfte.

00:22:05: also das geht noch aber dein Lebensentwurf.

00:22:08: Entschuldigung!

00:22:08: Das geht ja gar nicht.

00:22:09: jetzt kommt der Beziehungsabbruch.

00:22:11: Jetzt distanziere ich mich von Jesus.

00:22:13: Hier ist es schon mal dass es deine Geschichte und ich bleibe trotzdem.

00:22:18: Also er hält eine Beziehung in dem Moment über einen moralischen Bruch hinaus.

00:22:26: Und das ist eine Entschämung, die heilsam ist.

00:22:29: Da darf jemand sein und ein Mensch sein.

00:22:33: Die Beziehungen werden aufrecht gehalten.

00:22:35: Wenn das nicht gelingt, dann leidet ein Mensch zurecht.

00:22:39: Weil du gesagt hast ja, wann ist es denn Einsamkeit und nicht mehr allein seid?

00:22:44: Ich glaube, es gibt Menschen, die können ganz alleine sein.

00:22:46: Stört es gar nicht!

00:22:47: Menschen, die können fünf Minuten nicht alleine sein.

00:22:51: Sehr sehr spannendes Thema gerade in der heutigen Zeit wo man sich auch zurückziehen kann auf der einen Seite und merkt gar nicht wie einsam man wird oder auch je weiter eine Gesellschaft polarisiert dass man plötzlich die Brücke zu einem nicht mehr schlagen kann oder will und dann beginnt auch eine Einsamkeit.

00:23:07: das ist auf jeden Fall Auch wieder ein tiefes thema.

00:23:12: Die Einsamkeit ein wunderbaren Gedanken formuliert.

00:23:20: Du sitzt im Raum und niemand merkt es, du sprichst und keiner hört.

00:23:28: Keiner hört was du wirklich sagst.

00:23:31: Dein Lächeln ist höflich da der Stimme kontrolliert aber innen zieht sich etwas zusammen.

00:23:37: Einsamkeit ist nicht nur allein sein sondern das Gefühl mit dem was dich bewegt niemanden zu erreichen.

00:23:45: Manchmal sitzt du am vollen Tisch fühlst dich leer.

00:23:49: Manchmal hörst du viele Worte und spürst doch keines trifft ich, und doch gibt es Momente in denen jemand bleibt.

00:23:57: Jemand der nicht fragt, nicht urteilt sondern einfach nur da ist.

00:24:04: Vielleicht ist Einsamkeit kein Magel, sondern eine Einladung sich selbst zu finden und dann Schritt für Schritt dem echten Gegenüber zu begegnen?

00:24:14: Was wäre wenn du heute nicht nach dem suchst, der dich versteht sondern nach dem, der Dich wirklich sieht.

00:24:26: Das war die dritte Folge unserer dritten Staffel von Jesus Der liebevolle Therapeut mit Andi Weiß

00:24:33: und Stefan Schwabmeder.

00:24:34: Die heutige Folge also Einsamkeit Wenn Dich niemand wirklich sieht.

00:24:38: Und beim nächsten Mal da gehen wir in die Ohnmacht.

00:24:42: sogar Wir haben eine gewisse Ohnmacht, wenn du nichts mehr kontrollieren kannst.

00:24:47: Wenn wir alles loslassen müssen.

00:24:49: wie auch immer da werden wir nächste Woche eintauchen.