Heilsame Impulse, die berühren, befreien und verwandeln
00:00:04: Jesus, der liebevolle Therapeut.
00:00:06: Wir sind in Staffel drei mittlerweile angelangt mit Andy Weiß
00:00:10: und Stefan Schwabemäder.
00:00:12: Und zwar sind wir bei den acht Leiden des Menschen.
00:00:16: das ist der erste Bereich in deinem Buch dass du da geschrieben hast Jesus Der Liebevolle Terapeute und in Folge vier die wir heute schon haben.
00:00:24: da geht es jetzt ganz tief zumindest vom Titel her.
00:00:28: Ohnmacht.
00:00:29: Ohnmacht ist ja für mich etwas, wo ich sage wow jetzt bin ich komplett ausgeliefert möchte man mal sagen.
00:00:36: Also eine Ohn macht wenn jemand ohnmächtig wird dann liegt er am Boden und weiß eigentlich gar nichts mehr so ne?
00:00:41: Also muss alles loslassen irgendwie.
00:00:45: Und du hast den Untertitel Wenn Du Nichts Mehr Kontrollieren Kannst.
00:00:48: also Kontrollverlust Im Leben und das Ist auch Ein Leiden.
00:00:54: Naja Man Muss Mal in Den Moment Reingehen dass es dass vieles im Leben ja gestaltbar ist.
00:01:03: Und wenn wir aber Leitschuld und Tod nehmen, dann ist es nicht etwas was ich kontrollieren kann.
00:01:12: Also ich komme an den Punkt da stirbt jemand und ich kann nur zuschauen.
00:01:21: Ich glaube das ist die existenziell tiefste Erfahrung, dass es Momente in dem Leben gibt die ich nicht beeinflussen kann.
00:01:33: Wie ein Unfall!
00:01:34: Ja, so... Also ich kann alles Geld der Welt auf dem Konto haben, ja Steve Jobs als Beispiel.
00:01:42: Ewig erfolgreicher Visionär mit viel Geld stirbt an Krebs.
00:01:49: Ich finde das immer wieder wichtig Leidschuldtot, die tragische Trier von Frankel immer wieder.
00:01:57: Ich habe das inzwischen gebetsmühlenartig in meinen Programmen, in meinen Gesprächen und in meinen Themen drin.
00:02:09: Weil es auf der einen Seite erinnert – ich finde die Bibel Laid uns ein, Lehre uns bedenken – dass wir sterben müssen auch, dass wir klug werden?
00:02:17: Also das ist die begrenzte Lebenszeit.
00:02:19: da landen wir aber noch.
00:02:20: was Frankel dann rät.
00:02:21: zu den drei Dingen Leitschuld und Tod kann man noch hinkommen oder komme noch hin Aber der Moment, dass das Leben aus einer nicht beeinflussbaren Momente besteht.
00:02:40: Ich glaube, es ist unglaublich für einen Menschen, der eigentlich meint alles Gestaltung machen zu können, der zum Mond fliegt und so.
00:02:49: Und dann stirbt jemand und kann nichts dagegen
00:02:50: tun.".
00:02:51: Du bist ja Therapeut!
00:02:52: Das heißt du hast viele Charaktere auch vor dir sitzen?
00:02:56: Leiden da Kontrollettis, so nenne ich es jetzt mal.
00:03:00: Mehr darunter als andere die schon gelernt haben im Leben alles los zu lassen oder wenn's daran die Kontrolle geht ist das eigentlich egal?
00:03:08: Wir werden ganz am Anfang.
00:03:09: bei der ersten Folge der dritten Staffel waren wir bei dem Thema dass einer Enttäuschung sagt Frankel immer eine Vergötzung vorausgeht und dementsprechend ist ja dann die Sehnsucht in der Ohnmacht des Gestalten oder noch mehr.
00:03:25: gestalten ist ja eigentlich das falsche Wort an der Stelle, dass kontrollieren das Gegenteil.
00:03:29: Gestalten ist erst der Moment in dem ich ein Trotzdem finde in der Ohnmacht.
00:03:34: Das ist ja dann gestalten.
00:03:36: Dass eine Ohnmaht auch gestaltbar ist kann man auch drauf zu sprechen aber die Erfahrung zu machen Ich kann etwas nicht kontrollieren Und ich würde es aber gerne, so.
00:03:49: Wir springen mal ganz weit vorne weg was wir schon immer wieder gestreift haben, geht's eh nicht.
00:03:58: Jesus würde diese Ohnmacht gerne umschiffen selbst Jesus und das macht ihn so sympathisch.
00:04:08: Das macht Viktor Frankl sympathisch, weil er die Logotherapie nicht am Schreibtisch sondern im Konzentrationslage entwickelt hat.
00:04:14: Und das macht Jesus den liebevollen Therapeuten so sympathisch und vor allem aber auch so glaubwürdig, weil ich glaube, dass das Moment um das Mitfühlens, die Grundlage ist, dass er sich ja Mensch verstanden fühlt.
00:04:30: Erst wenn sich ein Mensch verstanden fühlt kommt er ins Gestalten.
00:04:34: Wenn ich immer nur... Komm, steh wieder auf.
00:04:39: Du schaffst das wie auch
00:04:40: immer.".
00:04:41: Dann kommt ein Mensch in den Reaktanz.
00:04:43: In der Ohnmacht-Situation ist ja was ganz Schlimmes.
00:04:46: Ich erlebe ich kann etwas nicht kontrollieren und meistens sind die Leute dann in Firmen oder Chefs oder wie auch ever, sind ja meistens die Leute, die die Ganzkontrollieren sind, sie sind ja die ängstlichsten Menschen.
00:04:58: Die Mikromanagement!
00:05:00: Warum?
00:05:01: Weil Sie natürlich alles kontrollieren wollen im Wissen.
00:05:03: Wenn ich alles kontrolliere, da passiert nichts Schlimmses.
00:05:06: Also eigentlich sind ja manchmal die Leute, die alles durchdesignt haben und dort sind meistens die ängstlichsten Leute.
00:05:13: In der Hoffnung dass dann wenn ich alles steuere... Wenn ich alles kontrolliere ...wenn ich alles einsortiere Dann passiert nichts was unerwartet ist Und das passiert dann passiert nichts, was mir aus der Bahn wirft.
00:05:27: Wie kann man das?
00:05:28: Theologisch jetzt mal betrachten.
00:05:30: Also biblisch, du hast Gezemeine schon gesagt?
00:05:33: Die Bibel ist aber nicht nur jetzt in Gezemenis sondern durchstreift ja wahrscheinlich also das alte und das neue Testament.
00:05:41: Mein Lieblingsgedanke ist ja Bibeles unter anderem so wunderbar weil sie von A bis Z Entwicklungspsychologie ist.
00:05:51: Wenn wir alle großen Namen der Bibel nehmen leben die und entdecken die Leben in Unmachtserfahrungen.
00:06:01: Also im Zerbruch, und wir wollen nur noch gar nicht so schnell davon reden dass dann im Zertruch Neues entsteht, sondern die erleben eine Unmachtserfahrung.
00:06:09: ich kann scheinbar gerade nichts tun.
00:06:11: das was ich geplant habe funktioniert nicht.
00:06:13: Das was ich mir vorbereitet habe Die Rechnung geht nicht auf Ich weiß nicht wie es weitergeht Und da spielen ja verschiedene Sachen mit rein In der Unmachzerfahrung ist ja ein ganz großes Thema.
00:06:25: nicht derjenige bin, der am Schalthebel ist auf der einen Seite und gleichzeitig ist er dann eine Riesenbeschämung da weil alle Leute gerade sehen wie mir die Fälle davon schwimmen.
00:06:35: Also das ist ja ne doppelte Schwierigkeit in dieser Thematik zu leben.
00:06:40: Und dass es glaube ich dieses Nicht gestalten können ist der Moment wenn ein Mensch an dem Punkt oder ich weiß nicht wie's weitergeht Und ich habe oft Momente, dass sich mit Menschen durchbuchstabilisieren und sagen wir müssen grad mal unterscheiden zwischen dem wie es weitergeht und dem das es weiter geht.
00:06:58: Weil ich glaube, dass viele Menschen an dieser Ohnmacht zerbrechen weil sie nicht wissen wie's weitergeht.
00:07:07: Und wenn wir von Glauben sprechen dann reden wir nicht darum davon dass wir wissen wie es Weitergeht sondern wir glauben daran dass es weitergeht
00:07:16: Wenn wir beim Glaubens sind.
00:07:17: also welche Personen aus der Bibel können wir denn da mit dem Begriff Ohnmacht mal in Verbindung setzen?
00:07:26: Wenn man da Leitschuld und Tod nehmen, dann werden wir Momente.
00:07:29: Wir haben einen Mose... Wir haben den Abraham in der Heimatlosigkeit, wer losgeht, der nicht planbar weiß.
00:07:38: Ach jetzt steigen wir an die U-Fünfleimer Platz und dann kommen wir da an sondern gehen ein Land das werde ich dir zeigen.
00:07:45: also der steigt ein in den Zug und weiß nicht wo die Reise hinführt.
00:07:49: Das ist bei der S-Bahn manchmal auch so in
00:07:51: München, aber das ist ja eine Ohnmachtserfahrung.
00:07:56: Und ich glaube man muss mal verstehen was passiert.
00:08:00: Wir Menschen haben ja Muster entwickelt, Taktiken entwickelt, Ideen entwickelt wie wir mit Ohnmarktserfahrungen umgehen.
00:08:09: Das beginnt in unserem Elternhaus, das beginnt bei unserer Kindheit.
00:08:11: Es zieht sich in der Jugend weiter bis wir retten es in unseren beruflichen Alltag und Beziehungsalltag rein.
00:08:20: Wir haben eine Idee entwickelt wie wir mit Bedrohungen... Also wollen wir nicht wissen was passiert?
00:08:26: Mit Unwegbarkeit oder Variablen wie wir damit umgehen können.
00:08:29: Jetzt richten wir uns da ein Und dann bricht aber das, wie wir uns eingerichtet haben.
00:08:34: Wie wir planen was uns Sicherheit gibt, bricht es weg!
00:08:37: Wir haben also eine Methode gefunden die wir unser Nervensystem beruhigen.
00:08:46: Also das muss gar nicht irgendwas Pathologisches sein, sondern ich habe einfach geplant dass ich meinen beruflichen Alltag immer so und so strukturiere.
00:08:53: Wenn ich den immer so strukturiere dann ist es schon meine Sicherheit, dass sich weiß was mich erwartet.
00:08:58: oder wenn ich weiß was ich erwartet, dann fährt mein Nervensystem runter weil ich weiß, das ist jetzt nicht so schlimm.
00:09:03: Jetzt kommt ein neuer Chef und sagt übrigens das was ihr euch an Struktur erarbeitet habt Das stellen wir uns alles über dem Kopf.
00:09:11: Wir machen's jetzt ganz anders.
00:09:13: Er fährt natürlich das Nervensystem hoch, hohe Bedrohungsstufe.
00:09:20: Es ist eine Ohnmachtserfahrung, dass ich plötzlich nicht meine Schutzmuster, die ich entwickelt habe so durchsetzen kann und leben kann.
00:09:30: Das ist ja ne Ohn-Machtserfahrung.
00:09:33: Manchmal kommt dazu oder sehr oft sogar, dass sich dann – jetzt hab' ich zum Beispiel mit dem Chef erlebt Ich kann keine Grenzen setzen oder ich kann etwas nicht strukturieren.
00:09:44: Oder ich erlebe etwas als Bedrohung, also Unmachtssituation.
00:09:48: Jetzt kommt meistens oder nicht selten dazu dass da eigentlich schon eine Unmachtserfahrung vorausgegangen ist.
00:09:55: Da hat ein Mensch in der Kindheit und in der Jugend waren auch immer viele Unmarserfahrungen erlebt.
00:10:03: Und jetzt ist neuronal gebahnt das sich die und die um die Bedrohnung nicht gestalten können.
00:10:10: Also das Hirn weiß, dass ich dem nicht gewachsen bin.
00:10:14: Und jetzt kommt eine ganz kleine Bedrohungssituation.
00:10:17: Es kommt ne ganz kleine Ohnmachtserfahrungen.
00:10:19: Da fällt ne kleine Planungssicherheit weg!
00:10:24: Und die fühlt sich aber nicht so klein an, wie es wäre.
00:10:26: Wie ich sie jetzt mit meinem wachsenden Anteil beurteilen und analysieren könnte und könnte sagen naja gut der Chef will jetzt das wir der Sohn machen dann mach ich mal gut komm dann übe ich das halt um und alles Mögliche mache ist anders wird kriege man auch noch hin sondern plötzlich nehm' ich das was da anders stattfindet nämlich dass er kindlich war und sehr sehr ängstlich war.
00:10:47: Plötzlich ist dieses kleine Umstrukturierende in der Arbeit als Beispiel eine ganz große Thematik und sie fühlt sich so an wie ich das als Kind, als Bedrohung erlebt
00:10:56: habe.
00:10:58: Wir gehen gleich theologisch weiter.
00:11:00: aber eine Frage weil therapeutisch du bist ja immer wieder mit Menschen in der Therapie sozusagen könnte da eine Hilfe sein dass ich sage es gibt ja die berühmten Gefahrensucher die also sich bewusst in solche Situationen vielleicht sogar begeben dass Sie an ihre Grenzen stoßen.
00:11:19: kann man damit eine Resilienz aufbauen eigentlich?
00:11:22: Also weil du sagst der eine, die immer in seinem Alltag drin ist das hat er sich so aufgebaut und dann kommt plötzlich eine Umstrukturierung.
00:11:30: Das ist ja eigentlich da könnte man jetzt würde andere sagen na das ist ja eine Lappalie eigentlich.
00:11:35: Ja man auf hohem Niveau etc.
00:11:37: aber für den einen ist es schwierig weil er für sich an eine Ohnmacht-Situation kommt.
00:11:42: sozusagen kann man da seine Resilienz aufbauen wenn man quasi übt.
00:11:50: Also es gibt ja so Leute, die sind zum Beispiel ganz Ferienpark-Affin.
00:11:54: Ja, du
00:11:54: kenne ich das?
00:11:55: Ja!
00:11:56: Das ist hier eine
00:11:57: Achterbahn nach
00:11:57: Daumen.
00:11:58: Das ist jetzt ein Seelsorgefall Stefan Schwabeneder der nicht ohne Achterbahnen in seinem Leben kann.
00:12:04: Es gibt Menschen, die gehen ja absichtlich in die Bedrohung rein.
00:12:08: also da gibt's ja Achterbahnen die sind jetzt nicht nur die schöne Schiffschaukel hin und her und dahinten läuft irgendeine schöne Musik sondern da geht's um Adrenalin, da gehts um bedrohungen.
00:12:18: Und das Interessante ist ja, ich gehe bewusst selber in eine Situation rein.
00:12:23: Die mich auch in der Ohnmachts-Situation bringt weil die Fliehkraft und alles Mögliche und Schwerkraft was für Kräfte mir jetzt alle meine Gestaltungsmöglichkeit geben.
00:12:34: Ich glaube, dass kann ich üben.
00:12:35: Das kann ich auch bedingt üben.
00:12:38: Es ist und bleibt aber der Moment, dass ich beschlossen habe so bescheuert zu sein um in diese Achterbahn zu steigen.
00:12:46: Und selbst wenn ich da wirklich gerade einen großen Nervenkitzler lebe, weiß ich immer noch.
00:12:52: Ich habe mich dafür entschieden und selbst wenn das gerade in dem Moment vielleicht eine große Reue bedeutet weil ich feststelle würde ich nie wieder tun.
00:13:01: Selbst dann ist es immer noch eine selbster beigeführte Aktion die ich selber gestartet habe.
00:13:13: Paulus, der wirklich auf dem Weg nach Damaskus vom Pferd
00:13:20: Das war nicht geplant.
00:13:21: Der ist nicht losgeritten und sagt, ich weiß nicht wann der Blitz kommt!
00:13:26: Aber er wird kommen so... Es ist eine ganz andere Geschichte.
00:13:28: Ich reihe mal los weil dann wäre ich vielleicht vom Glitz oder vom großen Licht.
00:13:32: Sondern ich glaube das ist ja mit... Wir waren bei der Trauerarbeit zum Beispiel.
00:13:37: Das Schwierige ist bei allen Emotionen dass sie hier nicht geplanet kommen.
00:13:44: Also die Traurigkeit kommt ja nicht und sagt Da
00:13:47: haben
00:13:48: wir einen Termin.
00:13:50: Die kommen ja meistens dann, wenn ich es nicht brauche.
00:13:54: und warum kommen sie dann?
00:13:56: Weil es meistens eine Situation ist wo ich eh gerade in einer Festigkeit bin dass ich überhaupt empfänglich auch dafür bin für Angst, für Trauer, keine Ahnung für Wut.
00:14:08: also ich bin selbst grad nicht so geplant nicht so stabil und deshalb hat die Emotion auch die Kraft zu über mich reinzubrechen.
00:14:16: Und ich glaube deshalb ist es bedingt übbar auf der einen Seite, auf der anderen Seite einer meiner Lieblingssätze von Frankel ist.
00:14:26: er sagt zwischen Reiz und Reaktion ist ein Ort und dieser Ort zwischen Reize und Reakktion also zwischen dem Auslöse und die Art und Weise wie ich darauf reagiere und handle und diese Orte zwischen der ist gestaltbar.
00:14:37: das ist die letzte menschliche Freiheit wie ich eine Haltung dazu einnehmen Das ist schon übbar.
00:14:45: Also dieser Raum, der ist ein ganz kleiner Spalt glaube ich gerade wenn ich schlimme Ohnmachtserfahrungen in meinem Leben habe dann hab' ich nicht die Vorstellung einer Gestaltbarkeit und ich glaube aber dass diese Ort übbar und durch das Üben auch erweiterbar ist.
00:15:03: Also weil ich neuronal neu was bahnen kann, mein Gehirn weiß ja nicht in der Ohnmachtserfahrung also da kann ich ja noch so nüchtern erwachsen sachlich sagen naja jetzt schauen wir mal dass da wärme schon eine Lösung finden und wie auch immer neuronal ist diese lösung nicht gebahnt von dem?
00:15:18: er weiß meinen gehirn nicht dass es möglich ist so schön erwachsen zu reden, mein Hirn weiß es nicht.
00:15:24: Wenn wir jetzt aber den Gedanken nehmen zwischen Reiz und Reaktion ist ein Ort dieser Gestaltbar, der ist ... Dieser Ort ist gestaltbar.
00:15:31: dann gehe ich mit Menschen in eine Labor-Situation im Beratungsgespräch gehen wenn diese Situation rein und wir weiten die indem wir uns ein Beispiel nehmen Und dann schauen wir, was für Reaktionsmöglichkeiten gibt es denn?
00:15:45: Was für Gestaltungsmöglichkeit gibt's denn?
00:15:48: Wir schauen uns den Reiz an.
00:15:50: Ja, was löst denn diesen Reiz aus?
00:15:52: Wie fühlt sich dieser Reiz ein?
00:15:54: Wie konnotiert in meinen Hirn diesen Reitz?
00:15:58: Wie gelingt es auf Abstand zu gehen und festzustellen dass die Bedrohung, die ich gerade ganz groß empfinde kindliche und biografische Wurzeln hat so... die aber in der Größenordnung gar nichts mit der Realität zu tun hat, weil das eigentlich gar nicht so ein großes Thema ist.
00:16:16: Und plötzlich fange ich an... indem ich auf Abstand komme, indem ich analysiere.
00:16:20: Indem ich Alternativen suche, in dem ich Gestaltbarkeit entdecke.
00:16:24: In dem ich eine Haltung einnehme, mit einer Einstellungsmodulation arbeite und auch in denen ich mit einem Gewöhnungseffekt arbeite fange an diesen Spalt zwischen Reiz und Reaktion zu vergrößern.
00:16:41: Und plötzlich gehe ich in die Tiefe ohne Macht Und merke, dass diese Ohnmacht ja gestaltbar
00:16:48: ist.
00:16:51: Aber nochmal!
00:16:52: Wir reden in der Runde gar nicht nur um die Gestaltbarkeit sondern wir halten mal aus wie viele ohnmächtige Situationen Menschen tagtäglich erleben.
00:17:04: und das gilt für Menschen im Kleinen.
00:17:07: und da schwing ich auch die Fahne für viele, viele Menschen die Geschichten mit sich tragen, die ich dann zu hören bekomme aber die in keiner Zeitung stehen, die in der Familie nicht besprochen werden und nicht mal Freunden erzählen werden.
00:17:22: Wo Menschen große, große Ohnmachtserfahrungen haben.
00:17:26: Und ob die Dunkelziffer der Menschen so groß ist in diesem Land, die so große Ohrmachtserfahrungen mit sich tragen?
00:17:33: Die Beschälmung aufgrund dieser Erfahrung so großes, dass das nie Raum haben darf.
00:17:41: Und Menschen auch auf Grund dieser Beschälmingen sich gar nicht erklären können... Und immer wieder ganz einfache und ganz lieblose Rückmeldungen bekommen, oder ganz... Lieblos will ich mir nicht mehr sagen.
00:17:54: Aber ganz ungeduldige Rückmeltungen bekommen und wenig Verständnis bekommen weil sie sich auch gar nicht erklären können also weil sie ja nicht auf der Stirn Aufkleber haben und sagen das ist meine Geschichte.
00:18:08: und aus den Gründen so Weil die Beschämung so groß ist teilweise weil sie dass weil sie die Größe der Ohnmachtserfahrung, die vielleicht vor vielen Jahren stattgefunden hat, gar nicht in der Ausführlichkeit selber beschreiben können.
00:18:23: Weil es gar nicht mehr so greifbar ist.
00:18:29: Und dafür möchte ich mal die Fahne schwingen dass wir manchmal auch im menschlichen Kontext zwischenmenschlichen Kontext.
00:18:38: Dinge von uns gegenseitig verlangen, wo wir sagen mir fällt es doch leichter muss es doch die auch leicht fallen.
00:18:44: nur weil es uns nicht leicht fällt muss man gegenüber nicht leicht
00:18:47: fallen.
00:18:49: Wobei die Bibel auf der anderen Seite geht ja auch in diese Ecke rein.
00:18:54: Kontrollverlust ohne Macht im Sinne von ich komme jetzt vollkommen an meine Grenzen und die Bibeln sagt dann eigentlich Und jetzt geht es erst richtig los.
00:19:05: So verstehe ich das manchmal,
00:19:06: ne?
00:19:06: Einer der schönsten Sätze ist meine Kraft, die sind in Schwachen
00:19:09: mächtig.
00:19:11: Warum?
00:19:13: Weil ich in den letzten Jahren immer mehr mich frage was heißt eigentlich Glauben?
00:19:22: und ich glaube wir haben verlernt zu schauen in welchen Moment uns Jesus der liebevolle Therapeut im neuen Testament begegnet von Glauben erzählt.
00:19:37: Da geht's um Leitschuldtod, da geht es um einen großen Sturm... ...da gehts um verschiedenste Geschichten wo es immer um Unsicherheit und Ohnmacht geht!
00:19:50: Und wir haben uns aber zu Menschen entwickelt die aus verschiedenen Positionen der Sicherheit heraus... Aus eigener Sicherheit oder beruflicher Sicherheit oder Struktursicherheit oder Institutionssicherheit was weiß ich für Sie... Aus diesem sicheren Hafen heraus sagen wir anderen, ich weiß gar nicht was du hast segelt doch los und das ist ein Quatsch.
00:20:13: Jesus sagt zu seinen Jüngern in der Sturmstellung.
00:20:17: einen Wort lädt sie ein und sagt es gibt noch eine viel größere Bedrohung als eine physische Bedrohnung des Körpers.
00:20:23: Das sagt er aber nicht vom Land aus, nicht vom Ufer aus sondern er ist selber im Boot mit.
00:20:28: Und ich glaube das ist der Moment... das ist mir jetzt an der Staffel so wichtig die wir haben.
00:20:34: wenn wir über die Leiden sprechen die Menschen begegnen können Geht es mir ganz wichtig darum noch nicht zu sagen, das wäre die Lösung oder das könnte man auch.
00:20:44: Aber ich glaube wir landen immer wieder bei der Frage mit welcher Haltung trete ich den Leiden die mir begegnen leidschuld und tot gegenüber?
00:20:50: Es geht sehr viel um Haltung.
00:20:53: Erste Folge wo wir gesagt haben ist es keine Strafe die kommt und wenn es keine strafe ist die kommt die mir persönlich gerade entgegen geschmettert wird, sondern ist das Leben des mir begegnet und ich darf eine Haltung zu diesem Leben einnehmen, das mir entgegen kommt.
00:21:07: Es geht aber noch nicht so sehr um die Lösung, sondern es geht erst mal um die Frage wir lassen uns mal schmerzhaft auf der Zunge zu gehen unter was wir Menschen tagtäglich zu leiden haben.
00:21:18: Und ich glaube es ist so wichtig dann eine Lanze zu brechen für uns Menschen um dann eine Haltung einnehmen zu können, dass das was uns da begegnet zum Leben dazugehört.
00:21:31: Und dass es etwas Großes ist und bedrohlich ist, dass es Angst macht, erst mal aus einer Gestaltungsoption rauszunehmen, dass völlig eine Bedrohung darstellt.
00:21:45: In einer der Staffeln haben wir gerade gesprochen, weil zu der Frage kommen wie gehen wir Menschen eigentlich mit Trauma um?
00:21:53: Mit Trauma folgen.
00:21:53: Der Trauma das in einem Menschen liegt.
00:21:55: Wir waren bei der letzten Staffel im Garten Eden.
00:21:59: also das Trauma des Beziehungsverlustes ist ein Trauma.
00:22:02: Ich glaube da steckt ganz tief in den Menschen drin und wir schauen uns mal an wie reagiert einen Mensch denn eigentlich auf eine Bedrohung?
00:22:10: gibt es verschiedene Formen.
00:22:12: wie wir Menschen lehrt uns die Trauma wie wir Menschen auf etwas reagieren und das ist immer eine Bedrohung, immer eine Ohnmacht.
00:22:23: Und da gilt es erst mal noch nicht in einer Lösung zu suchen sondern sagen Gottes Willen!
00:22:29: Da begegnet mir ein Mensch der scheinbar nur mein Nachbar ist und im noblichen Artikel gelesen, da wurden mal die verrücktesten Nachbarschaftsstreitigkeiten und die kriminellsten Folgen sozusagen aufgezählt was da allein dieses Thema bringt.
00:22:46: Also da wächst zwölf Zentimeter der Orleander über den selbstbemalten Gartenzaun und das führt zu einem Rechtsstreit und zu Unsummen, die man so... Aber was heißt denn es alles?
00:22:59: Da wird in der Ohnmacht eines Menschen getrickert!
00:23:02: Und wenn wir das mal nehmen und gleichzeitig fragen wie kann uns den Glauben mitten in dieser Ohn-Macht gelingen?
00:23:09: dann ist der Satz meine Kraft ist in den Sprachen mächtig ganz besonders weil das heißt ja Ich darf in diese Ohnmacht gehen.
00:23:17: Muss diese Ohhnmacht nicht wegmachen, muss keine Lösung haben.
00:23:20: Sondern ich darf diese Ohnnmacht aushalten, weil mitten in der Ohhnmarkt kommt vielleicht das kleine Samenkornglauben und wir sprechen vom Glauben ja nicht von Verwahrhalten, sondern von Beweise anführen können, dass es so ist.
00:23:36: Wir reden vom Glauben als ein Akt des Vertrauens und Vertrauen beginnt nicht im sicheren Ufer Vertrauen beginnt im Sturm.
00:23:48: Auch wieder eine sehr, sehr tiefe und schöne Folge!
00:23:53: Und du hast natürlich auch zu diesem Thema Ohnmacht wenn du nichts mehr kontrollieren kannst Gedanken formuliert.
00:24:02: Manchmal geschieht etwas dass dir den Boden unter den Füßen wegzieht Ein Wort ein Anruf einen Blick und plötzlich keine Kontrolle mehr.
00:24:13: Du kannst nicht eingreifen Kannst nichts verändern, kannst nichts rückgängig machen.
00:24:18: Du stehst daneben als wärst du nur Zuschauer in deinem eigenen Leben.
00:24:23: Ohnmacht tut weh weil sie Grenzen aufzeigt und doch gibt es in dir einen Ort der bleibt ein inneres trotzdem vielleicht nicht laut vielleicht nicht mutig aber ein Ort der da ist.
00:24:41: was wäre wenn deine Kraft nicht darin liegt alles kontrollieren zu können sondern darin einen Raum in dir zu finden, der frei bleibt selbst mit einem Kontrollverlust.
00:25:12: die man auch nicht kontrollieren
00:25:18: kann
00:25:18: so unbedingt und da werden wir nächste Woche drauf schauen.