Heilsame Impulse, die berühren, befreien und verwandeln
00:00:04: Sinnlosigkeit.
00:00:06: Das ist das heutige Thema hier bei unsere wunderbaren Serie Jesus, der liebevolle Therapeut mit Andy Weiß
00:00:14: und Stefan Schwabenmäder.
00:00:16: Also Sinnloskeit!
00:00:17: Ich hoffe nicht dass diese Folge hier sinnlos ist.
00:00:19: im Gegenteil ich glaube wir gehen da wirklich tief rein.
00:00:22: was bedeutet Sinn eigentlich?
00:00:26: Was ist der Sinn aus biblischen Sicht und aus logotherapeutischer Sicht.
00:00:31: Der Spannende ist, wenn du sagst aus logotherapeutischer Sicht Viktor Frankl der Begründer der Logotherapie hat mal so ein ganzes Buch darüber geschrieben das Leiden am sinnlosen Leben.
00:00:39: da passt es eigentlich ganz gut.
00:00:41: wir sind ja gerade in dieser Staffel bei der Frage der leiden an was leiden Menschen offensichtlich?
00:00:47: Und das ist etwas mir in den Beratungsgesprächen ganz ganz oft begegnet dass ein Mensch am scheinbar sinnlosen, ich betone das scheinbare Sinnlosen Leben.
00:00:57: Es gibt kein sinnloses Leben aber der Moment das Gefühl zu haben Ich habe keine Möglichkeit eine Antwort zu geben in dieser Welt ist ein Leiden.
00:01:06: also dass leiden am sinnlose Leben der moment hier zu sein und keinen unmittelbaren Bezug keinen Grund zu finden und sagen deshalb bin ich da wie schön und auch dieses Gefühl nicht zu haben.
00:01:19: Ich darf wer sein, ich kann was geben!
00:01:21: Ich habe einen Ort gefunden an dem ich hingehöre und verbinde damit meine Daseinsberechtigung.
00:01:27: Ab wann hab' ich aber Sinn?
00:01:29: Also ich will damit sagen man spürt das.
00:01:32: du hast es gerade so schön zusammengefasst.
00:01:34: Aber wenn ich das selbst nicht spüre... Was muss ich tun?
00:01:37: oder was rät vielleicht Jesus zu tun?
00:01:40: Was rät die Logotherapie?
00:01:42: Ah, wie schön wär's, wenn wir jetzt blättern würden.
00:01:44: Entweder in der Bibel oder in dem Buch Jesus, den ich mir vorlehrte.
00:01:48: Und dann finden die Seite so und sagen hier steht die Musterlösung.
00:01:52: aber das Spannende ist es gibt ja keine Muster Lösung weil was für mich sinnhaft ist Das muss oder kann völlig bedeutungslos sein.
00:02:01: Was mir halt gibt, was mir eine Bedeutung gibt.
00:02:03: Wo ich aufblüh, wo ich mich entdecke kann für dich völlig belanglos sein und mich stabilisiere.
00:02:09: jetzt aber oder mich ruft es ins Leben und mich freut das... damit zu jonglieren im leben und meine meine ganz persönliche antwort zu geben.
00:02:19: Und ich glaube, das ist der spannende am sinn dass sind immer was individuelles ist.
00:02:24: Frankl hat mal gesagt kann man später auch noch einmal glaube ich tiefer dazu kommen.
00:02:27: er gesagt sinn kann nicht gegeben sinn muss gefunden werden.
00:02:31: es ist nicht eine sache die ich in buch x y coaching weiß halten was aus ich blättere und sage jetzt da steht drin was mein sinn des lebens ist sondern die frage ist der sinn des lebens wird dann entdeckt wenn ich entdecke welcher antworte Ich, ganz persönlich mit meinem Leben.
00:02:48: Aber auch mit meinen Scherben welcher Antwort ich da geben kann?
00:02:50: Das
00:02:50: klingt fast wie eine Reise eigentlich!
00:02:52: Mit sich selbst.
00:02:53: Ja
00:02:53: weil es glaube ich auch... Die Antwort die ich gestern gegeben habe, die gestern stimmig war, die muss heute noch gar nicht stimmigt sein und morgen kann sie schon wieder ganz anders aussehen.
00:03:03: Ich liebe da den Gedanken, den Frankel ins Spiel bringt.
00:03:06: er hat immer von Sinn anrufen gesprochen.
00:03:08: Er gesagt wir brauchen eigentlich gar nicht eine Entdeckung das Sinn des Lebens, weil viele Leute eigentlich genau daran verzweifeln.
00:03:17: Die suchen nach dem Sinn des Leben sondern finden sie nicht und dann ist es auch recht schade.
00:03:21: Sondern er sagt dass das Leben kommt auf einen zu in Freude und Leid und es sind Sinnanrufe die das Leben mir vor die Füße legt und ich muss eigentlich nur auf diesen Sinn anrufen meine Antwort geben Und das finde ich einen schönen Gedanken.
00:03:35: Also plötzlich ist Sinn nicht irgendwas abstraktes, philosophisches.
00:03:40: Wo ich mir überlege auch was könnte ich dann irgendwie in welchen Sphären auch immer für mich entdecken?
00:03:45: Sondern da kommt Leben auf mich zu indem ich eine Antwort gebe.
00:03:48: Das ist manchmal ein ganz kleiner Moment, in dem ich vielleicht eine schöne freundliche Interaktion an der Kasse hab und wir können uns gleich mal Sinnbahnen anschauen die Frankel definiert einen Menschen zu erleben, mit einem Menschen etwas zu erlebten.
00:04:02: Das kann mir Sinn geben!
00:04:02: Es kann eine ganz kleine Geschichte sein.
00:04:05: Ich glaube manchmal sehnen wir uns danach, sinntechnisch so in der Champions League gleich zu spielen und zu sagen oh ich nehme mal das Hausaufgabenhef von Mutter Teresa oder von Dietrich Bonnöver oder so vor und wenn ich das dann genauso mache, dann fühlt sich das für mich auch an nach nem sinnhaften Leben an?
00:04:21: Das ist es gar nicht.
00:04:22: Man macht's vielleicht sogar noch schlimmer Naja,
00:04:23: weil ich habe so schlimme und außerdem ist es ja ein Gesamtkunstwerk das arg ein gesamtes gebündeltes Leben ist.
00:04:31: Und das schwierigerweise kommt dazu ist ein gesammtes Gebündel des Lebens von jemand anderem.
00:04:35: Das ist ja nicht mein
00:04:36: Leben.
00:04:37: Wenn ich trotzdem drin stecke in so eine Sinnlosigkeit sagen wir mal, dass es ja etwas subtil ist.
00:04:43: Ist ja nicht so, heute hab' ich aber keinen Sinn in meinem Leben sondern das drückt ja runter.
00:04:49: Warum zerbrechen eigentlich die Menschen da so dran?
00:04:52: Was ist der Hunger?
00:04:55: Ich habe vorher das Wort Daseinsberechtigung genannt und es ist ein Wort, das ganz oft in meinen Beratungsgesprächen fällt.
00:05:02: Weil ich glaube, dass es oft der Schmerz des Menschen – und ich sage den Satz bewusst so – oft das Gefühl haben keine Daseinberechtigungen zu erlangen oder nichts zu geben haben in dieser Welt bedeutungslos zu sein.
00:05:17: Und ich glaube, das ist das ganz spannende.
00:05:19: Das betrifft uns Menschen aber auch uns Christen ganz besonders.
00:05:23: Warum?
00:05:24: Weil wir manchmal den Wert eines Christens, den Wert des Menschen die Bedeutung... an der Handlung eines Menschen festmachen.
00:05:36: Und da fallen wir Christen leider schnell vom Pferd, weil wir dann sagen so und so handelt er.
00:05:41: Wir haben eine moralische Brille und sagen das ist ein gutes Handeln, schlechtes Handeln wie auch immer.
00:05:46: also ist ja gut oder schlecht.
00:05:48: Und wir legen oft den Fokus auf was ein Mensch
00:05:50: tut.
00:05:52: Ich glaube wir fangen ganz woanders an und Jesus fängt auch ganz wo anders an.
00:05:56: Da geht es erstmal nicht darum was macht einen Mensch?
00:05:58: Wie handelt ein Mensch?
00:05:59: Es geht erst mal um wer isst ein
00:06:00: Mensch?
00:06:02: Frankl sagt, wir Menschen haben die große Freiheit in jedem Moment neu zu entscheiden, wer wir sein wollen.
00:06:10: Da sind wir ganz mitten in den Jesus-Begegnungen drin.
00:06:13: Jesus ruft und fragt was willst du das ich dir tue?
00:06:16: Hat sie ja mit der Frage zu tun, wer willst du sein?
00:06:20: Willst Du gesund werden?
00:06:21: Das ist die Frage!
00:06:22: Wer willst Du sein?
00:06:23: Wolltest Du gesunder sein?
00:06:26: Wie willst du dein Leben gestalten?
00:06:28: Und es hat viel mehr zu tun als nur die Frage, was mache ich wie handelig.
00:06:32: Sondern die ureigene Frage, die ein Mensch in sich trägt und die dann auch sehr schmerzhaft wird und ist wenn diese Antwort nicht gegeben werden kann weil sie vielleicht auch frühkindlich schon nicht so gehalten und begleitet wurde nämlich der Schmerz, wenn ein Mensch keine Antwort darauf geben kann wer er isst.
00:06:50: Das ist interessant, insofern auch weil es gibt ja verschiedene Lebensphasen die wir natürlich kennen.
00:06:56: Bestes Beispiel wäre jetzt mal die Rente.
00:06:59: also du hörst mit tun auf und du kommst dann ein Nicht-Tun hinein.
00:07:05: Jetzt machen wir das ganz platt wo ich dann sage okay das bedeutet wenn solche Lebensfasen kommen oder die Kinder ziehen aus oder so was dass man sagt Dann müsste ich mich zurück besinnen und einen Schritt zurückgehen.
00:07:18: Und sagen nicht, was soll ich jetzt tun?
00:07:21: Sondern wer will ich sein?
00:07:23: Gerade bei Rentnern.
00:07:24: Ich sage das, wer will eigentlich jetzt sein oder?
00:07:27: Ja gerade bei Rentenernen, also nicht nur über Rentnerinnen sondern bei Rentenehren die Betonung liegt auf dem Rahmen.
00:07:33: Also bei den Männern ist es ja sehr schnell die Verbindung ach so!
00:07:37: Ich kann grad nichts mehr tun, nichts mehr geben.
00:07:40: und wenn er nichts tun kann dann bin Und man weiß, wenn man sich die Statistiken anguckt.
00:07:48: Gerade bei Männern, die in den Ruhestand gehen – das schießt die Kurve der Suizide massiv nach oben in den ersten ein zwei drei Jahren mit Eintritt in dem Ruhestaan – geht dann wieder runter aber sie beruhigt sich nicht so wirklich.
00:08:00: Also gerade die Frage dass ich leiste also bin ich ist ein großes Thema und ich glaube der Wunsch ist ein ganz tiefer dahinter.
00:08:11: wie ich erinnere mich an einen Vor schon längere, paar Jahre her kam ein junger Mann in die Beratung.
00:08:18: Das erste Gespräch wir hatten am Telefon, wir haben telefoniert und ich habe ihn nicht vor mir gesehen aber ich hab ihm gehört und das war keine Stimme eines alten Mannes oder so, eines gereiften Mittelalters-Mannes oder wie auch immer.
00:08:30: Sondern es klang schon eher nach Jung oder Jünger.
00:08:35: Und dann sage ich bei unserem ersten Gespräch was ist denn so ihr Thema?
00:08:39: über was wollen man sprechen?
00:08:41: Ich bin so in der Midlife Crisis.
00:08:44: Und dann sage ich, warte mal, lassen Sie mich mal gucken, weil ich eben diese junge Stimme gehört habe und auf seinen Fragebogen geguckt.
00:08:53: Ich sage, oh, schwierig.
00:08:57: Statistisch gesehen sind sie ein bisschen zu jung für die Midlife Crisis.
00:09:00: Aber lassen Sie uns mal angucken?
00:09:02: Was ist denn das eigentlich was sich vielleicht da gerade so anfühlt?
00:09:05: Wenn man mal schauen, statistisch geht eine Midlife crisis mit forty-sixen, vierzig, siebenvierzig sowas los zieht es sich dann bis in die Mitte der fünftiger rein wenn wir gucken ja Statistik hin oder her.
00:09:18: Was passiert da grade bei Männern?
00:09:20: also Ich bin nicht mehr der Jüngste.
00:09:24: Also ich habe Lebenserfahrungen, ich weiß was ich kann... ...ich weiß was sich nicht kann!
00:09:28: Ich hab meine Erfahrungen gemacht, meine erfolgreichen Erfahrungen... ...ab da Selbstbewusstsein aufgebaut und vielleicht auch Niederlagen gescheitert... ...weiß inzwischen auch.
00:09:38: nächstes probiere ich vielleicht lieber nicht mehr aus oder lasse ich die Finger davon um... Ich habe ein gewisses Selbstbild entwickelt wer ich bin.
00:09:46: Das ist das eine.
00:09:48: Ich tue Dinge, die ich gerne tue vielleicht.
00:09:50: Ich lasse Dinge weil ich sage auch habe ich schon öfter ausprobiert funktioniert nicht.
00:09:54: das ist eine.
00:09:55: auf der anderen Seite hab ich noch Kraft.
00:09:58: gestaltungskraft bin immer der jüngste bin abgeklärt aber ich habe noch Gestaltungskraft Plus Minus Fünfzig, da könnte ich noch eine Firma machen.
00:10:07: Das macht mir auch viele!
00:10:08: Machen viele?
00:10:09: Da ist
00:10:10: was ganz Neues.
00:10:11: Könnte doch ein Studium beginnen, wer dann zwar Seniorenstudium aber muss mehr nicht so betonen.
00:10:17: Also ich könnte noch etwas machen.
00:10:18: Ich bin abgeklärt, aber ich habe noch ne Gestaltungskraft, die bin ich mir so ganz umtriebig wie mit Anfang zwanzig, sagen wir mal so weil ich vielleicht Dinge erst anpacke, die ich mit Fragezeichen überprüfe und so gestalte.
00:10:31: Auf der anderen Seite Ich habe vielleicht im Freundeskreis, in Familienkontext.
00:10:36: Im Arbeitskontex.
00:10:37: Menschen die sind jetzt nicht wie ich, um die fünftig fünfzig so was sondern sie sind schon Patakte älter.
00:10:42: Die fangen langsam an sich auf den Ruhestand vorzubereiten oder ich hab vielleicht Leute die auch schon sterben diesen zehn Jahre ältern.
00:10:50: das ist auch noch kein Alter und Sie kommen an die Grenzen.
00:10:53: also ich merke auf der einen Seite habe ich noch eine große Gestaltungskraft Betrifft es mich noch nicht, aber ich sehe die Einschläge kommen näher.
00:11:04: Also ich sehe meine Zeit ist begrenzt und das ist der Moment wo gerade Männer Panik bekommen.
00:11:10: Warum?
00:11:11: Weil diese begrenzte Zeit, die lädt sie einmal anzuschauen was habe ich bisher gemacht wie bin ich bisher mit meinen Ressourcen Fähigkeiten meiner Zeit meinem Leben umgegangen?
00:11:20: und dann entdecken Sie vielleicht oh da hab' ich eine Chance nicht ausprobiert, des habe ich nicht probiert Das habe ich nie gelebt.
00:11:26: Und jetzt bleibt nur noch so wenig Zeit übrig.
00:11:29: Jetzt muss ich aktiv werden.
00:11:31: Und dann gibt es auf die Kurzschlussreaktion, dass man die Frau verlässt und dafür eine vierzig Jahre jüngere Frau wählt, die Kinder gegen den SUV eintauscht und wie auch immer, weil er jetzt sagt, jetzt muss sie noch leben.
00:11:45: Nur ins Gestalten so.
00:11:47: Dabei wäre glaube ich... Die Midlife Crisis, das Schönste was eine Menschen begegnen kann.
00:11:53: Also das ist ein steiler Satz aber ich bin gespannt wie du da reingehst?
00:11:58: Ich glaube es ist ein ganz spannender Moment wenn wir noch mal zurück in den Garten gehen.
00:12:07: die zärtliche Geschichte Gott, der auf der Suche nach dem Menschen, nach dem Gegenüber ist.
00:12:13: Da sind wir wieder bei.
00:12:14: Identität entsteht.
00:12:15: Identität entsteht in dem ich ein Gegenüber habe, der mich beim Namen nennt.
00:12:21: Der mir einen Begriff gibt wer ich bin.
00:12:24: Mensch!
00:12:25: Mensch wo bist du?
00:12:26: Ist der Ruf im Paradies?
00:12:29: und dieses Mensch wo Bist Du?
00:12:31: Das ist glaube ich Midlife Crisis auch.
00:12:33: Warum?
00:12:34: Weil die Midlife crisis sagt hey was machst du?
00:12:36: Schau mal du hast hinter dir Erfahrungen Lebenserfahrung Du kannst, was du bist.
00:12:41: Du lässt von Dingen die Finger vielleicht schon ausprobiert hast.
00:12:44: Du hast einen Wissen dir angesammelt und du hast noch Zeit, die vor dir ist.
00:12:47: Und diese Zeit?
00:12:48: Die ist begrenzt.
00:12:50: Warum machst du jetzt damit?
00:12:52: Von dem her ist es glaube ich ein ganz schöner Ruf, den man auch ganz konstruktiv beantworten könnte.
00:12:57: Nicht alle lassen sich dazu einladen diesen Ruf konstruktif zu beantwort'n.
00:13:01: Jesus erzählt mal so ein schönes Gleichnis Das Gleichnis der verlorenen Drachme.
00:13:09: Da ist eine Frau, die verliert die Drachme und dann kommt sie.
00:13:13: Und dann stellt sie alle Möbel um und rückt alles rum, um diese Drachma zu finden.
00:13:19: Und Johannes Tauler, Müstiger, ganz früher Müstige hat mal dieses Beispiel so gedeutet oder so erklärt, dass er sagt, na diese Frau oder diese verlorene Drachm ist wie die Krise in der Lebensmittel.
00:13:37: Da passiert etwas und jetzt kommt Gott und er stellt alles um, wie man sich vielleicht schön eingerichtet hat.
00:13:43: Rückt die Möbel und rüttelt an den festgefahrenen Konzepten.
00:13:50: Und dann kommt der Moment dass das Menschen ihre Mitte verloren haben.
00:13:56: Den Moment verloren haben sie da gehör ich hin und dann darf ich vielleicht neu durch dieses Rütteln in der Krise neu dran erinnert werden wo ist denn deine Mitte?
00:14:04: Wo gehörst du denn hin?
00:14:06: Wer bist du?
00:14:07: Welche Antwort gibst du denn?
00:14:08: und tatsächlich nicht nur in dem was du tust sondern mit welcher Haltung, wie sehr gibst Du Dich als Mensch in diese Welt.
00:14:17: Es ist auch interessant weil du sagst im Mitlife Crisis also so Anfang Fünfzig Ende Vierzig so da beginnt das ja dass man ja vorher oft eigentlich wenn es jetzt normale Zeitabläufe sind dann sind ja die Phasen Man hat eine Familie Plötzlich ist der Fokus ja woanders.
00:14:34: Man ist ja schon vorher ein bisschen eher im Tun als im Sein, also ich bin Papa
00:14:40: aber ich
00:14:41: tue das damit meine Familie sich was leisten kann, damit ich unterwegs bin, dann habe ich Druck in der Arbeit oder wie auch immer.
00:14:48: Das heißt ich muss ja in gewisser Weise funktionieren.
00:14:52: Das kann man vielleicht als Sinn sehen die Familie und sagen okay da sind darin es die Familien.
00:14:57: vielleicht gibt es ja auch Kraft Da ich sage, ah da steckt mir mein Sinn jetzt momentan drin und der fällt dann plötzlich weg.
00:15:03: Und das ist ja ungefähr diese Phase.
00:15:06: Mit achtundvierzig Kinder sind aus dem Haus etc.
00:15:10: oder brauchen mich nicht mehr.
00:15:11: so im Verhältnis.
00:15:12: Das kann ja auch da... also dass es Phasen sind die wir durchgehen.
00:15:18: Wie erkenne ich aber, dass ich in einer bestimmten Phase bin?
00:15:21: Weil wenn man drinsteckt, ist immer so.
00:15:23: Wenn du steckst drinnen und siehst das Ufer nicht mehr, du siehst in dem Fall.
00:15:30: Manchmal hilft vielleicht ein Gebet, aber was sollte jetzt jemand von außen sagen?
00:15:36: Sucht ihr halt einen Sinn.
00:15:37: im Leben ist wahrscheinlich nicht so der Ratschlag, den man dann brauchen kann.
00:15:42: Ich
00:15:42: glaube je mehr wir versuchen sind zu finden, desto mehr fliegt er wie so'n Schmetterling weg.
00:15:45: Das ist wie mit dem Glück.
00:15:47: Der Wunsch, je mehr du versuchst das Glück zu fangen einzufangen dass du mehr verpuffts.
00:15:56: Wenn wir als Kinder laut im Gottesdienst in der Kirche waren, mussten wir Gesangbuchferse auswendig lernen.
00:16:04: Und dementsprechend kann ich sehr viele Gesangbuchferse... Auswendig!
00:16:08: Ganz
00:16:09: alles eigentlich auswendigt ist.
00:16:10: Ich war lauter als das Liederge... noch lauter.
00:16:14: also es hat überhaupt einen Anzahl an Liedern gehabt.
00:16:16: Deswegen
00:16:16: schreibst du jetzt welche damit.
00:16:18: Wie kann ich aber nicht auswendigen?
00:16:23: Ich liebe es von Georg Neumark, wer nur den lieben Gott lässt walten und hoffe auf ihn alle Zeit.
00:16:29: Den wird er wunderbar erhalten.
00:16:30: so was für ein schönes vielleicht schon vorsichtig zu genießen das kitschiges Bild.
00:16:35: ja weil wir alle wissen dass gut erhalten lassen.
00:16:38: wir mal dahin gestellt da könnte man jetzt tiefer einstellen einsteigen weil ich glaube das gut erhalten bleibt trotzdem.
00:16:44: aber mit dem gut erhalten ist nicht nur die psyche und die füße ist gemeint also unser körper und unsere psyche.
00:16:51: Das wäre jetzt eine neue Folge oder noch ne weitere Folge, die wir da anschauen können.
00:16:54: So das heißt ich darf voll Vertrauen mein Leben leben wenn nur den lieben Gott lässt.
00:17:00: Waltern hofft auf ihn alle Zeit.
00:17:02: den würde wunderbar erhalten.
00:17:03: so Ich glaube der steckt ganz viel Vertrauen und Einladung in einen losgehen ohne zu wissen was passiert.
00:17:10: drin also nicht ein ich gehe nur los weil das Sinn macht.
00:17:13: oder wie soll ich geh im vertrauen los dass es Sinn machen wird, unterwegs sich ergeben.
00:17:20: Und dann kommt dazwischen drin und deshalb liebe ich dieses Lied.
00:17:23: Kommt nur ganz unaufgeregt.
00:17:26: ein Nebensetzer kommt verricht das Deinen nur getreu!
00:17:31: Und ich glaube manchmal leiden wir, jetzt landen wir wieder am Anfang.
00:17:35: Leiden wir an einem scheinbar sinnlosen Leben weil wenn nicht sehen was da passiert und dabei werden wir eingeladen voller Vertrauen loszugehen und einfach manchmal nur das deine Getreut zu verrichten dass meine zu sehen was ist denn heute?
00:17:48: Das meine die kleine Antwort die ich heute zu geben habe und das macht oft dann im Gesamtkunstwerk erst das schöne Bild aus.
00:17:55: Das sehe ich vielleicht in dem Moment noch nicht.
00:17:59: Es gibt so eine ganz bewegende Reportage im ORF von über Viktor Frankl und dann wird er interviewt und erzählt verschiedene Geschichten.
00:18:07: Und dann erzählt der, wie er aus der Gefangenschaft kommt und er steht da und Frankl war nachdem er befreit wurde für Konzentrationslage überlebt.
00:18:18: Frankl hat sehr schwere dunkle depressive Phasen.
00:18:22: Wie viele die bereit wurden, die das überlebten haben ging um die Frage warum durfte ich überleben andere nicht?
00:18:28: Warum durfte ich überleben?
00:18:29: Meine Familie nicht.
00:18:31: Und dann ist ein ganz bewegender Moment, der da still schaut in die Kamera und sagt ... Als ich da kam stand ich vor der großen Frage, nehme ich mir jetzt den Strick!
00:18:41: Weil das alles hier verloren ist, weil da nichts mehr da ist?
00:18:46: oder glaube ich dass das Leben einen bedingungslosen Sinn hat, einen Sinn, den ich vielleicht gerade noch nicht sehen kann aber einen bedingtlosen Sinn, für den sich es zu leben lohnt.
00:18:56: Und dann entscheidet er sich und sagt, ich gehe da weiter.
00:18:59: Man muss sich mal vorstellen der Mensch, das sagt er nicht später in die Kamera weil es sich gut anhört, sondern er kämpft mit der Frage lohnt es sich hier weiterzuleben?
00:19:10: Er entscheidet sich weiter zu leben wird für Millionen Menschen eine Ermutigung Krisen trotzdem zu gestalten.
00:19:20: Das heißt er überwindet die Sinnlosigkeit in seinem Fall natürlich eine ganz tiefe Sinnloskeit durch aktives Gehen, wenn man so will.
00:19:29: Also durch den aktiven Move nach vorne.
00:19:32: Mich erinnert das ein bisschen biblisch gesehen jetzt zum Beispiel in Abraham der auch den Ruf hat seine Heimat zu verlassen und der weiß ja auch nicht was passiert.
00:19:40: also wir wissen sie oft nicht.
00:19:42: aber durchs Gehen bekommen wir den Sinn weil dann das Leben Sinnhaftigkeit reinschüttet.
00:19:47: So kann man das vielleicht auch sagen?
00:19:49: Na ja weil da noch erst Leben entsteht absolut wie du sagst das Leben rein schüttelt.
00:19:53: das finde ich ganz schön weil es oft schwappt ihr dann erst etwas rein was man gar nicht einkalkuliert hat.
00:19:59: Und manchmal ist es sogar viel mehr als man sich vielleicht vorgestellt hat, weil man plötzlich Überraschungen erlebt, Begegnungen hat die Neu sind für einen Entdeckungen macht, die man gar nie einkalculiert hätte oder so.
00:20:14: Ich finde das total interessant auch wenn wir jetzt nochmal biblisch bleiben und zu Jesus mal gehen dass er ja Er bietet ja keine Vorlagen in dem Sinne oder keine Fertigen, so wie Lego.
00:20:27: Das musst du bauen und das musst du machen hast ein pluses Ding.
00:20:30: Sondern wirft er manchmal sogar eher Fragen auf für einen selbst?
00:20:35: Und die einen dann buchstäblich
00:20:37: bewegen.
00:20:38: und plötzlich in dieser Bewegung habe ich dann auch die, die plötzlich einen Sinn den ich entdecke vielleicht, auch in dem was Jesus sagt.
00:20:47: Ja ist ganz spannend dass Du sagst, was ich nehme, Nehmazachius als Beispiel.
00:20:52: Da wird ein Bedürfnis befriedigt, die Sehnsucht gesehen zu werden und plötzlich entdeckt einer was er eigentlich zu geben hat in dieser Welt und diese sagt nicht nur jetzt geh los und gibts den Armen zurück und wie auch immer sondern das ist für Zacchaeus eine Logik.
00:21:13: also Wiedergutmachung weil ein Mensch will nicht weil er muss und da beginnt wirkliche Wiederguttmachungen alles andere Oberflächliche Reue und wie auch immer, nein.
00:21:24: Sondern das Wiedergutmachung weil ein Mensch wieder wiedergutmachen will nicht, weil er muss.
00:21:28: Das ist ein ganz ganz großer Unterschied und ich glaube ein Mensch da landen wir bei der Identität und nicht bei der Frage was macht ein Mensch?
00:21:35: Ein Mensch der weiß wer es der Will wieder gut machen weil er sehnt sich danach dass es weitergeht warum?
00:21:43: Weil er auch weiss dass er weitergehen darf.
00:21:47: Da landen mir wieder eine Worte daseins Berechtigung, dass er sein darf.
00:21:51: Und wer weiß, dass er sein darf?
00:21:53: Weiß das es weitergehen kann.
00:21:55: Weil er nichts auch sich selbst nicht verstecken muss.
00:22:00: Sehr interessant!
00:22:01: Bei mir ist es ja auch so
00:22:02: z.B.,
00:22:03: ich denke mir dann oft... Das was mir Gott vor die Füße legt sozusagen oder an den Weges ran stellt habe ich auf den Eindruck Ja macht das Also ich bin da weniger so, was gibt's Großes?
00:22:15: Sondern eher so ach, da ist was.
00:22:17: Okay dann mach' ich das.
00:22:18: Ah, da is was!
00:22:18: Und so ist es ja biblisch oft auch, dass die nur hören Philippus geht herunter die Straße.
00:22:24: Geh erstmal die gerade Straße runter
00:22:26: und dann biegst
00:22:26: du mal links ab.
00:22:27: er sagt nicht schon gleich Du willst da sehen den und denen also Den Sinn sagt ihr gar nicht weil vielleicht wenn wir den Sinn
00:22:34: wirklich
00:22:35: schon wüssten komplett wüsste Dann hätten wir vielleicht Angst.
00:22:39: Dann haben wir gesagt Das schaff ich ja gar nicht.
00:22:41: Wie soll ich denn das machen?
00:22:42: Wenn Viktor Frankl das vielleicht gleich gewusst hätte, was auf ihn zukäme, dann würde man sagen, ne da bin ich nicht würdig oder was weiß ich noch.
00:22:52: Das werde ich nicht
00:22:53: schaffen und dann kommt Selbstweifel und so.
00:22:55: Und ich glaube diese Portionierung und deswegen Schritt für Schritt weitergehen.
00:23:00: Ich glaube da steckt viel Segen drin, dass man nicht gleich mal alles weiß.
00:23:05: Vielleicht ganz gut.
00:23:06: Und mir bleibt staunensfähig Ist das ein deutsches Wort?
00:23:11: Fähig,
00:23:12: man behältet sich die Fähigkeiten zu stauen.
00:23:13: Ich glaube ich tatsächlich auch und dementsprechend ist die Begegnung so etwas Besonderes.
00:23:20: wenn ich weiß was mich erwartet staune ich ja nicht mehr Und ich glaube, das ist spannend.
00:23:24: Vielleicht müssen wir in dem Zusammenhang auch noch in dieser Folge die drei Sinnbahnen von Frankel erwähnen wie ein Mensch gestalten kann?
00:23:32: Weil da landen wir, glaube ich, auch beim Staunen oder beim Erleben.
00:23:35: Frankel sagt es gibt drei Sinnbahnen, wie wir Menschen Leben gestalten können.
00:23:39: Das eine sind die schöpferischen Werte, sagt er sich Ich schaffe etwas.
00:23:42: Wir waren viel heute an manchen Stellen beim Gestalten, beim Schaffen bei sich.
00:23:46: Ich gründe eine Firma, ich male ein Bild.
00:23:48: Ich schreibe ein Lied.
00:23:51: Ich werde aktiv und tue etwas.
00:23:53: Das sind die schöpferischen
00:23:53: Werte.".
00:23:56: Dann gibt es die Erlebniswerte.
00:23:58: Und in dem Moment während ich das sage, erlebt mein Mikro ... Dass es leicht
00:24:02: sinkt.
00:24:02: Es sinkt runter!
00:24:05: Da wird immer kleiner so.
00:24:06: Eine singt, das Mikro singt auch.
00:24:11: Das Zweite sagt, Frankel gibt es Erlebniswerte.
00:24:15: Also das heißt nicht ich mache etwas aktiv sondern ich erlebe etwas.
00:24:18: Ich bin in der Natur, ich staune über die Natur, lehse einen schönen Text, höre ein schönes Lied oder ich erleben einen Menschen und das ist das Höchste sagt Einen Menschen zu erleben sind das Högste der Erlebnenswerte Und einen Menschen zu leben heisst einen Menschen so zu lieben mit allem was zu diesen Menschen dazugehört Ganz spannend.
00:24:39: Also es gibt die schöpferischen Werte, die Erlebniswerte, landen wir auch so... Ich gehe los und ich entdecke Sinn in dem ich etwas erlebe.
00:24:46: Auch Beziehung erlebe!
00:24:48: Das sind die Momente, auch die Bibelgeschichten, die du erzählt hast.
00:24:51: Da durfte alles momentan etwas Sinnhaftigkeit entstehen weil ich etwas erlebt habe.
00:24:57: Und dann sagt Frankel das sind zwei aktive Möglichkeiten.
00:24:59: und dann gibt's mal Momente im Leben da können man nicht mehr aktiv gestalten.
00:25:04: Da lieben wir vielleicht auf dem Sterbebett oder da gehen wir gerade in Rente, oder wie auch immer.
00:25:08: es gibt Momente.
00:25:08: Da können wir das nicht mehr so aktiv machen was wir vielleicht bisher gemacht haben.
00:25:12: dann sagt er kann ich zumindest zu den Momenten die Einstellung verändern also die Situation die ich nicht verändern kann.
00:25:18: Ich kann sie mit einer anderen Haltung, mit einem anderen Blick sehen.
00:25:20: und das ist auch das Spannende glaube ich werden mir wieder bei Frankel mich als Opfer zu sehen mich nicht als derjenige zu sehen, der jetzt hier mit diesen Schlägen des Lebens durchs Leben geht.
00:25:32: Sondern als berufene Mensch zu sehen.
00:25:34: Nicht als bestrafteter zu sehen sondern deren Mensch, der eingeladen wird, zu gestalten.
00:25:40: und plötzlich ist das nicht eine Strafe die im Leben auf mich zukommt, sondern plötzlich ist es ne Aufgabe.
00:25:45: Irenaeus von Lyon, wenn man schon bei Mystikern sind.
00:25:47: Vierhundert nach Christus so was war der... Der hat mir gesagt die Herrlichkeit Gottes ist der lebendige Mensch!
00:25:53: Der Lebende, der aufrechtgehende, den auch oben blickende Mensch.
00:25:57: Das heißt ein Mensch, der es entdeckt wer ist zu was er berufen ist, was seinen Sinn ist welcher Antwort er geben darf in diesem Leben.
00:26:09: Der ist die Herrlichkeit Gottes.
00:26:11: Das größte Halleluja, dass ein Mensch singen kann es aufrecht zu gehen Die Antwort zu geben der mensch zu geben hat in dieser welt.
00:26:18: Wow das sind wir von der sinnlosigkeit In den staunenden Sinn gekommen.
00:26:23: heute in dieser folgen du hast noch da Ja einen kleinen schluss Gedanken mitgebracht.
00:26:31: Da ist ein tag der sich zieht Ein moment der alles infrage stellt die arbeit Alles einfach nur leer Das Gespräch bedeutungslos.
00:26:40: Und du fragst dich, wozu das alles?
00:26:42: Warum aufstehen, warum weitergehen?
00:26:45: Du funktionierst halt aber dein Herz schweigt und plötzlich ist da ein Riss zwischen dem was du tust und dem was dich trägt.
00:26:55: Vielleicht hast du aufgehört zu glauben dass dein Leben eine Richtung hat.
00:26:59: vielleicht hast du den roten Faden verloren oder nie wirklich gefunden Aber manchmal es sind kein Ziel sondern ein leises Leuchten, einen Blick, ein Wort.
00:27:08: Ein kleines Trotste.
00:27:11: Du musst nicht alles verstehen!
00:27:13: Du musst deinen Sinn nicht erfinden!
00:27:15: Er ist schon längst da und er wartet darauf von dir gefunden zu werden.
00:27:20: Was wäre wenn es nicht darum ging ihr dem Leben einen Sinn zu geben?
00:27:25: Sondern den Sinn zu entdecken der dich längst sucht...
00:27:31: Die acht Leiden des Menschen.
00:27:33: Heute mit Folge sieben, die Sinnlosigkeit wenn nichts mehr Sinner gibt.
00:27:38: und ich glaube das war eine sehr sinnvolle Folge heute!
00:27:42: Mit Andy Weiß
00:27:42: und Stefan Schwabmeler.
00:27:44: Und alle Folgen gibt's auch zum Nachlesen in dem Buch von Andy Weiss Jesus der liebevolle Therapeut.
00:27:51: und beim nächsten Mal geht es bei den acht Leiden des Menschen um Endlichkeit bis nächste Woche.